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Paukenschlag: Söder lässt zahlreiche Bayern-Lockerungen zu - obwohl er großen Zweifel anmeldet

Markus Söder amüsiert seine Follower auf Instagram mit neuen Bildern aus seinem Privatleben.
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Markus Söder (CSU) vor Beginn der Kabinettssitzung im Videoraum der Staatskanzlei.

Markus Söder gewährt den Bayern weitere Corona-Lockerungen; das betrifft auch Teile der Gastronomie. Die herannahende Urlaubszeit lässt ihn jedoch mahnen.

München - Größere Teilnehmerzahlen bei Sport und Kultur sind in Bayern ab 1. Juli wieder möglich: Für Außenveranstaltungen sind dann maximal 1.500 Zuschauer erlaubt (zuvor 500), die Zahl der Stehplätze wird von 100 auf 200 erhöht. Das hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München erklärt. „Immer mit Maske bis zum Platz“, bleibe aber die Prämisse.

Corona: Söder warnt vor Delta-Variante, gewährt aber trotzdem Bayern-Lockerungen

Obwohl er während seines Statements nochmals vor der Delta-Variante warnte, gewährt der CSU-Chef eine weitere Lockerung. Diese betrifft die Gastronomie: Die Sperrstunde im Innenbereich wird von 0 Uhr auf 1 Uhr verlegt. Immer wieder seien diesbezüglich Bitten an ihn herangetragen worden, sagte der CSU-Chef.

Söder lockert Corona-Regeln in Bayern: Weiter keine Perspektive für „Nachtgastronomie“

„Für die Nachtgastronomie (Bars und Clubs, d. Red.) gibt es allerdings weiterhin keine Perspektive“, erklärte Söder. Grund sei, dass viele der Gäste noch keinen Impfschutz vorweisen könnten. Auch Volksfeste in größerem Rahmen seien zunächst undenkbar. Weiterhin gelte laut Söder: „Nicht alles blind öffnen.“

Nach den bayerischen Grundschülern müssen auch Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen am Sitzplatz keine Maske mehr tragen - sofern die regionale Sieben-Tage-Inzidenz unter 25 liegt. Das hat das Kabinett am Dienstag ebenfalls beschlossen. Es solle dabei empfohlen werden, dreimal statt zweimal pro Woche einen Corona-Test zu machen.

Söder zweifelt wegen Urlaubsrückkehrern aus Risikogebieten

Was Söder weiterhin zweifeln lässt: Dass der Bund beim Thema Urlaub und Urlaubsrückkehrer eher zögerlich reagiert. „Was wir auf jeden Fall vorbereiten: Die Testpflichten müssen eingehalten und kontrolliert werden“, stellt er für Bayern klar. „Einmal Warnung müsste eigentlich reichen“.

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