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Bayern verschärft Corona-Regeln: Sobald die Ampel umspringt, greifen drastische Maßnahmen

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Von: Lucas Sauter-Orengo

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Die vierte Corona-Welle in Bayern rollt. CSU-Chef Markus Söder verkündete in München mehrere Maßnahmen, um der angespannten Lage im Gesundheitssystem Herr zu werden.

Update vom 3. November, 13.32 Uhr: Nach einer außerordentlichen Kabinettssitzung verkündete CSU-Chef Markus Söder die Verschärfung einiger Regeln in Bayern. Gerichtet an die Krankenhaus-Ampel, die um die „Hotspot“-Stufe erweitert wird, würden automatisch strengere Regeln greifen. Etwa dort, wo bis jetzt 3G (Genesen, Geimpft, Getestet) gilt, könne man dann auf 2G für etwa Veranstaltungen wechseln. (Siehe Update von 13.08 Uhr) Auch der Wechsel auf generell verpflichtende FFP2-Maskenpflicht ist dann die Regel. Einen Lockdown, wie man ihn bereits erlebt habe, werde es nicht geben.

Vierte Corona-Welle rollt: Bayern verschärft Regeln - Söder wird deutlich

Ministerpräsident Söder appellierte an die Bevölkerung, sich impfen zu lassen. Wichtig sei außerdem, mit den Auffrischungs-Impfungen fortzufahren, da besonders ältere Menschen nach einer gewissen Zeit ihren Immunschutz verlieren. Die Nachsteuerung der Regeln sei auf Grund der angespannten Lage in den Krankenhäusern geschehen - in einigen Teilen Bayerns würde bereits über die Verlegung von Patienten gesprochen.

In den Schulen werde man nach den Allerheiligen-Ferien eine Maskenpflicht einführen, um ein diffuses Infektions-Geschehen nach den Ferien zu verhindern. Ein bis zwei Wochen später könne man die Lage dann neu bewerten.

Update vom 3. November, 13.23 Uhr: Zum Schluss hat noch Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) das Wort. „Wir werden nochmals auf die AHA-Regeln aufmerksam machen“, so der Minister. „Wir haben an den Schulen ein enges Test-Regime, da können wir dennoch noch drauflegen.“ Dieses Netz werde auch nach den Allerheiligen wieder enger geknüpft, wie etwa mit einer Maskenpflicht von zumindest ein bis zwei Wochen nach den Ferien. Wichtig sei es, solidarisch mit denen zu sein, die sich nicht impfen lassen könnten, so Piazolo. Damit ist die Pressekonferenz beendet.

Update vom 3. November, 13.19 Uhr: Nun ist Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) an der Reihe. Auf Grund der aktuellen Lage wisse man, dass man sich mit konsequenten Maßnahmen stellen müsse. Das Entscheidende sei, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Die neuen Regelungen seien deshalb essentiell. „Wir mussten handeln und werden sehen, wie es sich insgesamt entwickelt“, so Holetschek.

Vierte Corona-Welle rollt: Bayern zieht Regeln an - Söder wird deutlich

Update vom 3. November, 13.16 Uhr: Wichtig bei den Maßnahmen sei, verstärkt an gewissenhaften Kontrollen zu arbeiten, so Söder. Auf Bundesebene werde man anregen, zumindest für Geimpfte wieder kostenlose Tests anzubieten.

„Es ist sehr bedauerlich, dass wir immer wieder vor Corona-Schleifen stehen“, so Söder. Wichtig sei es, nun „klug“ zu agieren, das Impfen sei weiterhin der einfachste Weg, mit Corona umzugehen und Freiheit zu erlangen. Damit ist das Statement des Ministerpräsidenten beendet.

Update vom 3. November, 13.08 Uhr: Nun geht es um konkrete Maßnahmen. Einen Lockdown wie in der Vergangenheit werde es nicht geben, so Söder. Dennoch werde man die Zügel wieder enger ziehen. Nach den Herbstferien werde man zunächst zwei Wochen lang Masken tragen, um das Infektionsgeschehen einzudämmen.

Die Krankenhaus-Ampel werde um die Sparte „Hotspot“ erweitert. Dies gilt dann, wenn die Intensivbetten zu 80% belegt sind. Folgende Maßnahmen sollen dann gelten:

Corona: Söder verkündet neue Maßnahmen - und schließt eine Regel aus

Update vom 3. November, 13.08 Uhr: „Es ist ein absurder Streit“, man habe nach wie vor eine epidemische Lage, „was denn sonst?“ fragt Söder mit Blick auf die auslaufende epidemische Lage. Wichtig sei, ein gutes Miteinander zwischen Bund und Ländern zu haben.

Das Impfen sei weiterhin das zentrale Thema in der Pandemie. Sollte sich die Impf-Quote nicht verbessern, würde man vor Problemen stehen. „Wir müssen die Dritt-Impfung in Bayern massiv voranbringen“, so Söder weiter. Man werde es jedem ermöglichen, sechs Monate nach der Zweitimpfung einen „Booster“ erhalten zu können.

Corona: Söder-PK JETZT live - Corona „mit voller Wucht“ zurück

Update vom 3. November, 13.05 Uhr: „Die vierte Welle rollt durch Deutschland und ganz besonders durch Bayern“, beginnt CSU-Chef Söder sein Statement. „Auch wenn es nervt“, sei Corona mit „voller Wucht zurück. Im Zweifelsfall stünde ein harter Winter bevor, so Söder. Die Inzidenz in Bayern liegt aktuell auf einem sehr hohen Niveau - dies seien deutlich höhere Inzidenz-Werte als man sie aus dem Vorjahr kenne, so der Ministerpräsident.

„Es ist eine Pandemie der Ungeimpften“, fasst der CSU-Chef die aktuelle Lage dann zusammen. Generell könne man in Bayern sehen, dass da, wo die Impf-Quoten am niedrigsten seien, die Inzidenzen am höchsten sind. Besonders die Situation in den Krankenhäusern sei besorgniserregend, teils gar „dramatisch“. Verlegung von Patienten sei bereits jetzt ein gängiges Instrument. Dabei gehe es nicht nur um Covid-Patienten, auch andere Kranke, dürften nicht „aufgeschoben werden“.

Vierte Corona-Welle rollt: Kommen jetzt massive Verschärfungen? Söder-PK JETZT live

Update vom 3. November, 13.00 Uhr: CSU-Chef Markus Söder ist am Podium, die Pressekonferenz beginnt.

Update vom 3. November, 12.17 Uhr: In knapp 45 Minuten beginnt die Pressekonferenz aus München mit dem Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Sie können die Erklärung live im Stream (oben im Artikel) oder in unserem Live-Ticker ab 13 Uhr verfolgen.

Corona: Söder-PK aus München gleich LIVE im Ticker und Stream

Erstmeldung vom 3. November 2021

München - Die vierte Corona-Welle in Bayern rollt unaufhaltsam. Im Freistaat wurden erste Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie bereits wieder verschärft. So müssen Kinder seit wenigen Wochen wieder Masken im Unterricht tragen, seit Dienstag, 2. November, ist die Quarantänezeit verlängert - auch für Geimpfte. Die Lage in Krankenhäusern ist ob steigender Zahlen teils dramatisch, wie etwa in München. Im Rahmen dieser sich zuspitzenden Lage berät das Kabinett am Mittwoch, 3. November, wie mit der Situation weiter verfahren wird.

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Corona in Bayern: Söder-PK gleich live - drohen massive Regel-Verschärfungen?

CSU-Chef Markus Söder, weiterhin bekannt aus „Team Vorsicht“, tritt um 13 Uhr in München vor die Presse, um die Beratungen seines Kabinetts zu erläutern. Sicher ist: Ein „weiter so“ ist nicht zu erwarten. Söder hatte zuletzt immer wieder betont, dass der kommende Winter wohl der schwierigste in der Bekämpfung des Coronavirus sei – und wird nicht müde zu erklären, dass der einzige Weg raus aus Corona die Impfung sei.

Der Ministerpräsident hatte unter anderem vorgeschlagen, eine flächendeckende 2G-Regel bei Veranstaltungen für Hotspots einzuführen. Auch die Rückkehr zur generellen FFP2-Maskenpflicht wird bereits diskutiert und wurde in einigen Landkreisen bereits eingeführt.

Über alle Entwicklungen aus München halten wir Sie den gesamten Tag hier auf dem Laufenden, die Pressekonferenz mit Markus Söder um 13 Uhr übertragen wir dann hier live im Stream sowie im Live-Ticker.

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