3G und Ampel

Corona-Strategie: Söder hat für Bayern komplett neuen Plan - er tritt nun in Kraft

Einen weiteren Corona-Lockdown in Bayern soll es nicht geben. Ab jetzt gelten ganz neue Regeln, wie Ministerpräsident Söder verkündet hat.

München - Für viele junge Leute stach dieser Punkt wohl heraus. Clubs und Diskotheken dürfen in Bayern ab 1. Oktober wieder öffnen, für Ungeimpfte bleibt allerdings ein PCR-Test Vorschrift. Auf einer Pressekonferenz am Dienstag hat Markus Söder in München zahlreiche weitere Corona-Lockerungen verkündet, diese treten bereits am Donnerstag (2. September) in Kraft. Nachfolgend fassen wir die wichtigsten für Sie zusammen.

Kein neuer Corona-Lockdown in Bayern: Das sind Söders neue Pläne

Ministerpräsident Söder schließt einen neuen Lockdown in der vierten Corona-Welle grundsätzlich aus. Mittlerweile seien 60 Prozent der Menschen zweifach geimpft, sagte der CSU-Chef am Dienstag in München. „Daher wird es jetzt definitiv keinen Lockdown mehr geben oder Beschränkungen wie wir sie hatten.“

Schüler und Schülerinnen sollen künftig nicht mehr in den Wechselunterricht geschickt werden, wenn die Corona-Infektionszahlen steigen. „Es gilt der Präsenzunterricht“, sagte Söder. Die Regelungen zum Wechselunterricht ab einer Inzidenz von 100 wird gestrichen.

FFP2-Maskenpflicht und Sperrstunde fallen: Neue Corona-Regeln in Bayern

Zudem gelten künftig völlig neue Anti-Corona-Regeln: Die FFP2-Maskenpflicht, die allgemeinen Kontaktbeschränkungen, aber auch die Sperrstunde in der Gastronomie sowie die Kundenbegrenzungen im Handel entfallen. Zudem hat nach dem Kabinettsbeschluss vom Dienstag die Sieben-Tage-Inzidenz als Maßstab für verschärfte Anti-Corona-Maßnahmen praktisch ausgedient.

Stattdessen gilt nach Worten von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in Innenräumen breitflächig der 3G-Grundsatz: Zugang zu vielerlei öffentlichen und privaten Einrichtungen haben dann nur noch Geimpfte, Genesene oder Personen mit einem negativen Test. Ausnahmen von der 3G-Regel gelten etwa für den Handel und den öffentlichen Nahverkehr.

Söder erklärt Corona-Lockerungen für Bayern: Auch Groß-Veranstaltungen künftig wieder erlaubt

Schärfere Anti-Corona-Maßnahmen sind künftig abhängig von der Klinik-Auslastung. Die neue Krankenhaus-Ampel schaltet auf Gelb, wenn bayernweit binnen sieben Tagen mehr als 1200 Patienten mit einer Corona-Erkrankung neu in Krankenhäuser aufgenommen werden mussten. Dann will die Staatsregierung weitergehende Maßnahmen - etwa die Rückkehr der FFP2-Maskenpflicht oder der Kontaktbeschränkungen - beschließen. Auf Rot schaltet die Ampel, wenn mehr als 600 Corona-Patienten auf Intensivstationen in Bayern liegen - dann sollen die Anti-Corona-Maßnahmen noch einmal weiter verschärft werden. Söder sprach von einem „neuen Kapitel“ im Kampf gegen das Coronavirus.

Darüber hinaus erlaubt der Freistaat Sport- und Kulturevents oder Kongresse mit bis zu 25.000 Teilnehmern und Teilnehmerinnen. Wie das Kabinett am Dienstag beschloss, sollen die bisherigen Personenobergrenzen für private und öffentliche Veranstaltungen fallen. Veranstaltungsorte, die bis zu 5000 Menschen fassen, dürfen komplett ausgelastet sein, überschreitet die Teilnehmerzahl die 5000er Grenze, muss mehr Platz sein. „Für den 5000 Personen überschreitenden Teil darf 50 Prozent der weiteren Kapazität des Veranstaltungsorts genutzt werden“, heißt es in dem Beschluss des Ministerrates. 

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

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