„Einfachere und verständlichere Verordnung“

Söder mit Corona-Paukenschlag: Bayern ändert Masken-Regel - Plan für Inzidenz-Alternative steht

Die Corona-Zahlen in München und Bayern steigen. CSU-Chef Söder kündigte das jetzt dennoch das Wegfallen einer wesentlichen Maßnahme an.

Update vom 26. August, 11.41 Uhr: Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) betonte in einem Presse-Statement aus München nochmals, dass die Corona-Regeln in Bayern „vereinfacht“ werden sollen. In Zukunft werde es ein Ampel-System mit gelber und roter Warnstufe geben, dass sich an der Belegung in den Krankenhäusern orientiere. Dies bedeutet, dass nicht mehr nur die Inzidenz ausschlaggebend für Maßnahmen sein werde. Ausschließen konnte der CSU-Chef einen weiteren Lockdown. Die Lage habe sich insofern geändert, als dass man durch die Impfungen Leben außerhalb von strengen Regeln schützen könne. Außerdem gelte in Zukunft allgemein die 3G-Regel. Das heißt, dass lediglich Geimpfte, Genesene und Getestete Zugang zu Räumlichkeiten wie Restaurants, Konzerte oder Museen haben werden.

Corona-Paukenschlag in Bayern: Söder will Regeln „vereinfachen“ - FFP2-Maskenpflicht fällt

Darüber hinaus werde man auch bei den Masken eine Vereinfachung auf den Weg bringen. In Zukunft sollen - wie zu Beginn der Pandemie - wieder die OP-Masken ausreichen. All das werde man kommende Woche gemeinsam mit den Freien Wählern in der Koalition besprechen und dann im Landtag umsetzen.

Erstmeldung vom 26. August 2021

München - Die Inzidenzen steigen wieder an, Experten sind sich einig, dass die vierte Corona-Welle bereits begonnen hat. In München gibt es seit heute strengere Regeln, besonders für Ungeimpfte gibt es ab sofort weniger Freiheiten. CSU-Chef Markus Söder kündigte in München dennoch eine Erleichterung bei den Corona-Regeln in Bayern an.

Corona: Söder kippt maßgebliche Regel - es soll kommende Woche beschlossen werden

„Wir werden eine einfachere und verständlichere Verordnung auf den Weg geben“, sagte der CSU-Chef am Donnerstag in München. Er betonte, Basis bleibe das seit dieser Woche geltende 3G-Prinzip mit Freiheiten für Geimpfte, Genesene und Getestete. Zudem werde es Warnstufen geben, die die Krankenhausbelastung berücksichtigen. Je nach Bettenauslastung - auch bei Intensivbetten - werde es eine gelbe und rote Warnstufe geben, bei der es dann strengere Corona-Auflagen gebe. Söder betonte, dass es keinen weiteren Lockdown wie in den ersten drei Corona-Wellen mehr geben solle. Dies sei im Umgang mit Geimpften und Genesenen nicht mehr rechtlich möglich.

Darüber hinaus, so Söder, werde in Bayern die Pflicht zum Tragen von FFP-2-Masken fallen, künftig würden sogenannte medizinische Masken gleichgestellt. Die nächste Kabinettssitzung in Bayern findet am kommenden Dienstag statt. Söder betonte, dass in den kommenden Tagen die Details zu den Neuerungen erarbeitet und anschließend im Kabinett besprochen würden.

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Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa/Archivbild

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