Mehr Regeln ab Herbst?

Corona-Inzidenz in München steigt an: Droht ab Herbst bitteres Szenario? Spahn-Aussage lässt aufhorchen

Die Corona-Inzidenz in München steigt weiter leicht an. Eine Aussage von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) lässt jetzt aufhorchen - schlittert Deutschland ab Herbst doch in einen Lockdown?

München / Berlin - Noch herrscht Sommer-Stimmung in Deutschland. Sowohl was das Wetter angeht, als auch in Sachen Corona. Die Infektionszahlen befinden sich auf einem relativ niedrigen Niveau, maßgebliche Lockdown-Beschränkung gibt es derzeit kaum. Doch das könnte sich schon bald ändern. Bereits die vergangene Ministerpräsidentenkonferenz beschäftigte sich mit dem kommenden Herbst, auch das Robert-Koch-Institut soll der Bundesregierung schon ein neues Strategie-Papier vorgelegt haben. Experten befürchten einen Anstieg der Neu-Infektionen, für Ungeimpfte könnte eine ungemütliche Zeit beginnen. Eine Aussage von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) lässt jetzt jedoch darüber hinaus aufhorchen - und lässt viele Fragen offen.

Corona: Inzidenz in München steigt - Söder skizziert Szenario ab Herbst

Aktuell liegt die 7-Tage-Inzidenz in München bei 30,9 (Stand: 13. August). Die Zahlen in der Landeshauptstadt steigen seit Wochen - wenn auch nur langsam - an. CSU-Chef Markus Söder skizzierte in den vergangenen Tagen jedoch bereits ein Szenario, das bei rapide ansteigenden Inzidenzen Realität werden könnte: Die 2G-Regelung. Dies würde bedeuten, dass lediglich Geimpfte und Genesene Zugang zu beispielsweise Innenräumen haben (etwa Kinos oder Restaurants). Kurzum: Mit großer Wahrscheinlichkeit wird der Herbst in Deutschland für mehr Corona-Maßnahmen sorgen - zumindest für Ungeimpfte.

Corona: Lockdown für alle ab Herbst? Spahn-Aussage lässt aufhorchen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) lässt mit einer Aussage, die er in der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag getätigt haben soll, aufhorchen. Wie die Bild aus Teilnehmerkreisen wissen will, soll der Minister auf schwierige kommende Monate eingestimmt haben: „Noch einmal bis zum Frühjahr durchhalten“, wird Spahn zitiert. Die vierte Welle werde demnach definitiv kommen, eine starke Belastung des Gesundheitswesens sei nicht ausgeschlossen. Unklar bis jetzt, inwiefern auch Geimpfte und Genesene mit Einschränkungen im Herbst rechnen werden müssen. So oder so erinnert die Aussage an die düstersten Kapitel der Corona-Pandemie - wenngleich eine finale Einordnung des Statements bisher noch fehlt.

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Rubriklistenbild: © Markus Schreiber / POOL / AFP

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