Von gratis bis 165 Euro

Für Urlaub und Co. braucht es den Nachweis: Wer lässt sich in München noch auf Corona testen?

Nur ein paar Schritte vom großen Testzelt auf der Wiesn entfernt: die Teststation am Verkehrszentrum
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Nur ein paar Schritte vom großen Testzelt auf der Wiesn entfernt: die Teststation am Verkehrszentrum.

Während die Zahl der Corona-Tests sinkt, steigen die Preise kontinuierlich. Inzwischen liegt die Kostenspanne für einen PCR-Test in München zwischen gratis und 165 Euro.

München - Viel ist nicht los am Testzentrum auf der Theresienwiese. Nur vereinzelt steuern Münchner das große weiße Zelt an, um sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Mit dem Bescheid in der Hand geht es dann weiter. Gründe für einen Test gibt es derzeit nur wenige. Doch das kann sich schnell ändern. Für einen Flug in den Urlaub brauchen zurzeit mitunter selbst Geimpfte einen negativen Nachweis. Wenn Nicht-Geimpfte privat in Deutschland unterwegs sind und im Hotel übernachten, müssen sie vorher einen Test machen. Genauso bei Großveranstaltungen wie Bundesliga-Spielen oder Konzerten und beim Besuch im Altenheim (seit Montag*).

München: Kostenlose Corona-Tests sollen wegfallen - bis auf Ausnahmen

Rund 4300 PCR- und 2000 Schnelltests wurden vergangene Woche am Testzentrum vorgenommen. Insgesamt wurden auf der Theresienwiese in den knapp eineinhalb Jahren, in denen es das Testzentrum gibt, rund 345.600 PCR- und circa 51.000 Schnelltests gemacht – allesamt kostenlos. Ab 11. Oktober* sollen die Bürgertests etwas kosten. Ungeimpfte müssen sie selbst bezahlen, Ausnahmen gibt es etwa für Schwangere und Personen unter zwölf Jahren.

Schon jetzt kosten die Tests an anderen Teststationen Geld. Zum Beispiel nur ein paar Meter vom Testzentrum entfernt auf der Theresienhöhe. Wie lange das Testzelt auf der Wiesn noch Bestand hat, „ist gegenwärtig nicht abschließend zu sagen, da sich die Fortführung des Testzentrums nach Anforderungen des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege richtet“, teilt das Gesundheitsreferat mit. Gegenwärtig könne ein Betrieb bis Ende 2021 jedenfalls als gesichert gelten. Schon bald könnte die Nachfrage nach Tests auch wieder steigen. Zum Beispiel, wenn in Bayern tatsächlich ab einer Inzidenz von 35 die 3-G-Regel auch für andere Bereiche gilt. Nach aktuellem Stand der Regeln wird ab einer Inzidenz von über 50 ein negativer Testnachweis für Gastronomie, Veranstaltungen und Sport gefordert.

Preise für PCR-Tests in München: Gleiche Leistung - Enorme Unterschiede

Wer einen PCR-Test in Bayern machen möchte, muss diesen seit 1. Juli oft selbst zahlen. Es gibt aber Ausnahmen: Unter anderem für Menschen mit Symptomen einer Corona-Erkrankung oder Kontaktpersonen von Infizierten bleiben die Tests gratis. Im Testzentrum auf der Theresienwiese ist der Abstrich für alle Münchnerinnen und Münchner gratis. Das Angebot ist laut Bayerischem Gesundheitsministerium zunächst bis zum 30. September geplant.

In der Teststelle am Verkehrszentrum des Deutschen Museums am Bavariapark kostet ein PCR-Test 75,77 Euro. Zum gleichen Preis bietet das Sonnen-Gesundheitszentrum die Testungen auch an drei anderen Standorten – Deutsches Museum, Rosenheimer Straße 72 und Belgradstraße 14 – an. Im Covidzentrum am Gasteig kostet ein Test wiederum 79,90 Euro. Das Labor PCR-Now verlangt für den Abstrich an der Theatinerstraße 46 sogar 139 Euro.

Bei Münchner Ärzten variieren die Kosten noch stärker: Ein Allgemeinarzt in Solln verlangt 40 Euro. In einer Praxis im Atriumpark in Denning kostet ein PCR-Test hingegen 69,50 Euro. Eine Praxis in Aubing bietet ihn für 99 Euro an. Bei einem Doktor in Schwabing betragen die Kosten sogar 165 Euro! Bei manchen Angeboten muss man genau hinschauen: So werden in Filmcasino und Backstage PCR-Tests zunächst für 35 Euro angeboten. Dazu kommen aber noch 50,50 Euro an Laborkosten. *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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