Neue Regeln gelten bereits ab Montag

Corona-Ansturm in Münchner Kliniken: 20 neue Intensivpatienten in nur 24 Stunden - Höchste Alarmstufe ausgerufen

 In Münchens Kliniken werden die Intensivstationen immer voller - mit neuen Corona-Patienten. Die Ärztlichen Krisenmanager haben reagiert und die höchste Alarmstufe in Kraft gesetzt.

  • In der Corona*-Krise wächst der Druck auf die Münchner Klinken
  • Übers Wochenende spitzte sich die Lage auf den Intensivstationen zu. 
  • Die Ärztlichen Krisen-Manager haben die dritte und höchste Stufe des Krisenplans für Münchens Krankenhäuser ist in Kraft gesetzt.

München - Münchens* Kliniken behandeln auf ihren Intensivstationen immer mehr Patienten. Nach Informationen von tz und Münchner Merkur mussten binnen eines Tages etwa 20 Intensiv-Patienten zusätzlich aufgenommen werden.

Corona-Alarm in allen Kliniken in München: Direktoren am Sonntagabend informiert

„Wir haben in den letzten 24 Stunden einen deutlichen Anstieg der Belegungen festgestellt“, bestätigten die Krankenhaus-Koordinatoren Dr. Viktoria Bogner-Flatz und Dr. Dominik Hinzmann Sonntagabend. Die beiden Mediziner setzten daraufhin die dritte und höchste Stufe des Krisen-Planes für die Krankenhäuser in Kraft. Sie gilt ab heute. Die Klinikdirektoren wurden noch am Sonntagabend per Mail informiert.

Auch in Münchens größstem Uniklinikum in Großhadern werden zahlreiche Corona-Patienten behandelt.

Corona-Alarm in allen Kliniken in München: Weiterer Kraftakt für Münchens Krankenhäuser

Nun sind Münchens Kliniken zu einem weiteren Kraftakt gezwungen. Die rechtliche Grundlage ist eine Allgemeinverfügung von Gesundheits- und Innenministerium. Darin ist ein Stufenmodell verankert.

Corona-Alarm in allen Kliniken in München: Kliniken müssen Betten freihalten

Die höchste Stufe räumt den Klinik-Koordinatoren weitreichende Befugnisse ein. Sie können Kliniken verpflichten, Betten für Corona- und Notfallpatienten freizuhalten. Zudem können Corona-Patienten, die nicht mehr zwingend stationär behandelt werden müssen, in anderen Einrichtungen untergebracht werden, etwa in Reha-Kliniken oder Quarantänehotels. Auch Verlegungen in angrenzende Landkreise sind möglich.

Ärztliche Krisen-Manager: Lage ist trotzdem weiter im Griff

Trotzdem sei die Lage weiterhin im Griff, erklärten die Ärztlichen Krisen-Manager Bogner-Flatz und Hinzmann: „Wir wissen seit der ersten Corona-Welle, wie leistungsfähig die Münchner Kliniken sind, wenn es sein muss. Sie sind noch lange nicht am Ende ihrer Möglichkeiten.“

Harter Lockdown: Söder kündigte indes eine nächtliche Ausgangssperre für ganz Bayern* an. Im Corona-Hotspot München* wird das öffentliche Leben ab Mittwoch weiter drastisch heruntergefahren. *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Markus Götzfried

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