Gebäck wird Verkaufsschlager

Münchner Bäckerei wagt besonderes Corona-Projekt: „Bei so einer Idee muss man immer mit einem Shitstorm rechnen“

Ein Konditormeister hält die Covidchen in die Kamera.
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Naschen ganz ohne Infektionsgefahr: Konditormeister Franz Ehrnthaller präsentiert die Covidchen.

Mit dem Coronavirus lässt sich auch ein Geschäft machen. Eine Konditorei bietet in ihren Filialen so genannte Covidchen zum Kauf an. Und die Kunden greifen nach Herzenslust zu.

München - Franz Ehrnthaller, Konditormeister von Aumüller, kriegt alles gebacken - sogar Corona*! Seit Neuestem kann man in den 13 Bäckerei-Filialen das Virus zum Mitnehmen kaufen oder zumindest eine schokoladige Versuchung in Corona-Aufmachung.

„Das Thema beschäftigt alle, also dachte ich mir, warum beleuchten wir es nicht mal mit einem kleinen Augenzwinkern“, sagt Konditormeister Ehrnthaller. Die Covidchen sind eine Art Muffins mit Schokolade und Rum (klar, es geht ja auch um die desinfizierende Wirkung!). In der Glasur außen sitzen Mandelstückchen, die die Struktur des Virus nachahmen.

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Corona-Krise in München: „Dann essen wir das Virus wenigstens auf“

Die Idee kam Ehrnthaller gemeinsam mit seiner Konditorenmeisterin. „Wenn wir das Virus schon nicht besiegen können, dann essen wir es wenigstens auf“, lacht der 43-Jährige.

Und das Covidchen kommt gut an: Sowohl im Netz, auf der Facebookseite von Aumüller, als auch in den Bäckerei-Filialen zaubert das Gebäck den Münchnern* ein Lächeln aufs Gesicht. Ehrnthaller: „Klar, bei so einer Idee muss man immer mit einem Shitstorm rechnen. Unsere Kunden nehmen sie aber gut an: 200 bis 300 Stück verkaufen wir pro Tag.“

1,80 Euro kostet ein Covidchen. „Günstiger als ein Schnelltest!“, scherzt Ehrnthaller. (S. Mercier) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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