News zur Corona-Pandemie

In der Münchner City: Hunderte „Querdenker“ unterwegs - und das nach der Ausgangssperre

Die Corona-Zahlen gehen seit längerem in München zurück. Der Lockdown gilt weiter bis zum 14. Februar. Dieser News-Ticker wird mit allen Informationen immer aktuell gehalten.

  • In München hat die 7-Tage-Inzidenz die 100er-Marke unterschritten (siehe Ursprungsmeldung).
  • Auch im Freistaat Bayern scheint sich die Lage etwas zu entspannen. (siehe Update vom 24. Januar, 10.45 Uhr).
  • Dieser News-Ticker wird regelmäßig aktualisiert.

+++ DIeser Ticker ist beendet. Über alle weiteren Entwickungen rund um die Coronavirus-Pandemie in München, Bayern und Deuschland informieren wir Sie stets aktuell hier in unserem neuen Corona-Ticker. +++

Corona/Lockdown: „Querdenker“-Demo in München - Hunderte trotz Ausgangssperre unterwegs

Update vom 24. Januar, 21.35 Uhr: Mehrere Hundert Anhänger der „Querdenken“-Bewegung haben am Sonntagabend in der Münchner Innenstadt vor dem Gebäude des Verwaltungsgerichtshofs demonstriert. Die Polizei zählte nach Angaben eines Sprechers rund 300 Teilnehmer und war mit rund 500 Beamten im Einsatz. Der Veranstalter war zunächst nicht erreichbar.
Dieser hatte rund 1000 Teilnehmer bei den Behörden angemeldet. Das Münchner Kreisverwaltungsreferat aber genehmigte 200 Teilnehmer und begründete dies mit den derzeit geltenden staatlichen Corona-Regeln. Dagegen Beschwerde eingelegt hatte der Veranstalter vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof.

Die Richter entschieden am Sonntagmittag, dass an der Versammlung maximal 200 Menschen teilnehmen dürfen. Allerdings darf sie bis 22.15 Uhr dauern und damit mehr als eine Stunde länger als die derzeit geltende Ausgangssperre, die ab 21.00 Uhr in Kraft tritt.

Update vom 24. Januar, 17.31 Uhr: Sind die gefährlichen Coronavirus-Mutationen aus Großbritannien und Südafrika im Raum München schon rasant auf dem Vormarsch? Am Uniklinikum rechts der Isar ist man skeptisch.

Corona: Lockerung der Lockdown-Maßnahmen? Söder macht trotz Trend wenig Hoffnung

Update vom 24. Januar, 15.27 Uhr: Der Lockdown wurde bis Mitte Februar verlängert. Doch wie geht es danach weiter? Hört man die jüngsten Aussagen des Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), stehen die Chancen auf Lockerungen nicht allzu gut. „Die Entwicklung ist verhalten positiv, aber es gibt keinen Grund, die Maßnahmen vorzeitig abzubrechen,“ so Söder gegenüber der Bild am Sonntag. Die britische Mutation sei weiter eine große Gefahr: „Wer vorzeitig lockert, riskiert einen Jojo-Effekt. Außerdem gibt es leider vermehrt Rückschläge bei der Impfstoff-Versorgung. Solange es da nicht schneller geht, wäre es unseriös, über Öffnungen zu reden,“ so der CSU-Chef weiter.

Coronavirus: Lockdown-Regel kommt - Positive Entwicklung in vielen Landkreisen

Update vom 24. Januar, 14.39 Uhr: In Bayern gilt seit Montag (18. Januar) eine FFP2-Maskenpflicht. Ein einfacher Mund-Nasen-Schutz war auch zuvor schon vorgeschrieben. Doch nicht jeder hält sich daran. Eine Frau (22) soll in einer Münchner S-Bahn einen Mann bei einem Streit um die fehlende Mund-Nasen-Bedeckung verletzt haben. Der 28-Jährige hatte die Frau angesprochen und sie gebeten, eine Maske zu tragen, wie die Polizei mitteilte. Daraufhin habe die Frau ihn beleidigt und ihm in den Bauch getreten. Zudem habe der Mann Abschürfungen an der Hand erlitten. 

Zudem habe die Frau bei dem Streit am Freitagabend mehrfach gegen Mitarbeiter der DB-Sicherheit, die eingeschritten waren, getreten. Eine 31 Jahre alte Mitarbeiterin sei am Knöchel und am Oberschenkel verletzt worden. Eine Blutprobe der mutmaßlichen Täterin habe einen Promillewert von 2,66 ergeben. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung gegen die 22-Jährige ein. Zudem erwartet sie eine Strafe wegen eines Verstoßes gegen die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

Corona in Bayern: Sechs Landkreise und Städte über wichtigem Grenzwert

Update vom 24. Januar, 10.45 Uhr: Das Robert Koch-Institut zählt im Freistaat noch sechs Landkreise und Städte, die über dem Grenzwert von 200 liegen. Das geht aus Zahlen vom Sonntag mit Stand Mitternacht hervor. Vor zehn Tagen waren es noch 30 Landkreise und kreisfreie Städte mit solchen Werten.

Den höchsten Wert weist das Institut dabei für den Landkreis Wunsiedel mit 305,6 aus - gefolgt von den Landkreisen Tirschenreuth (241,5) und Regen (223,5). Den höchsten Inzidenzwert unter den Städten verzeichnet Coburg mit 202,1. Für ganz Bayern weist das RKI derzeit eine Inzidenz von 108,6 aus, 2135 neue Infektionen innerhalb von 24 Stunden und 59 neue Todesfälle.

Corona in Bayern: Positiver Trend bei der Inzidenz gibt Hoffnung

Update vom 24. Januar, 7.31 Uhr: Der positive Trend in München* setzt sich fort: Das RKI meldet für den Samstag zwar 153 Corona-Neuinfektionen - aber die 7-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 79,9 (Vortag: 84,2).

Allerdings: Am Wochenende fallen die Zahlen in der Regeln niedriger aus, da nicht alle Gesundheitsämter ihre Zahlen an das RKI melden und auch weniger Tests vorgenommen und ausgewertet werden. Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz beträgt aktuell 111,1. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken.

Corona in München: Verstärkte Kontrollen am Flughafen - Positiver Trend bei den Infektionszahlen gibt Hoffnung

Update vom 23. Januar, 19.44 Uhr: Um eine Einschleppung des Coronavirus und vor allem der neuen hochansteckenden Mutationen zu verhindern, sollen jetzt an den deutschen Flughäfen mehr Bundespolizisten zur Kontrolle eingesetzt werden. Das gilt auch für den Flughafen München, berichtet der Spiegel.

Die Beamten sollen hier vor allem ein Auge auf die Einreisenden aus den insgesamt 32 von der Bundesregierung als Risikogebiete deklarierten Ländern werfen. Sie müssen bei der Einreise einen noch im Abreiseland gemachten Corona-Test mitbringen und sich in das Online-Register für die Quarantäne in Deutschland eintragen. Die Bundespolizei arbeitet hier eng mit den Gesundheitsämtern vor Ort zusammen.

Um eine Einschleppung der Corona-Mutationen zu verhindern, sollen die Kontrollen am Flughafen München verstärkt werden. (Archivbild)

Trotz Corona-Lockdown finden in München Demos statt

Update vom 23. Januar, 17.12 Uhr: Der Samstag steht in München im Zeichen der Demonstrationen und das während des Corona-Lockdowns. Bereits am Samstagvormittag hatten sich knapp 200 Demonstranten auf dem Odeonsplatz vor der Feldherrnhalle versammelt, um die Freilassung des russischen Oppositionellen Alexej Nawalny zu fordern, berichtet der BR. Auf sechs Stunden war die Veranstaltung angelegt. Unter den Demonstranten sollen sich auch viele gebürtige Russen befinden. Als prominente Mitdemonstrantin war Marina Litwinenko vor Ort. Sie war die Frau des ermordeten Kreml-Kritikers Alexander Walterowitsch Litwinenko.

Am Nachmittag sollte dann erneut eine Anti-Corona-Demo stattfinden. Sie sollte jedoch lediglich als Autokorso abgehalten werden. Eine ähnliche Demo fand bereits vor rund zwei Wochen statt. Man startete damals von der Allianz Arena aus und fuhr durch die Innenstadt. Ende der Demo war die Theresienwiese.

Corona: Neue Fallzahlen in München geben Hoffnung

Die Stadt München meldete für den Freitag 175 Corona-Neuinfektionen. Damit sind es jetzt schon den zweiten Tag in Folge unter 200 neue Fälle. Auch die 7-Tage-Inzidenz gibt Grund zur Hoffnung. Sie ist noch einmal von 89,7 am Donnerstag auf 84,2 gesunken. Aufgrund diverser Nachmeldungen war die Zahl der Menschen, die an oder mit Covid-19 gestorben sind, jedoch sehr hoch. Sie lag bei 35. Die Reproduktionszahl blieb konstant bei 0,79.

Corona: Verstoß gegen FFP2-Maskenpflicht kostet ab kommender Woche 250 Euro Bußgeld

Update vom 23. Januar, 10.27 Uhr: Die FFP2-Maskenpflicht in Bayern ist gut angelaufen. Zum Ende der Kulanzwoche, in der Verstöße noch ungeahndet blieben, ziehen Handel und Nahverkehr eine positive Bilanz. Der bereits zu Beginn hohe Anteil an Menschen mit FFP2-Maske ist weiter gestiegen. Auch die Versorgung mit den Masken ist insgesamt weiter gesichert. Ab Montag (25. Januar) drohen 250 Euro Bußgeld, wenn man ohne FFP2-Maske einkaufen geht oder den öffentlichen Nahverkehr nutzt.

Im öffentlichen Nahverkehr sind Menschen mit unzureichenden Masken offenbar sehr selten geworden. In München bemerkte die U-Bahn-Wache nach Auskunft der Stadtwerke kaum noch Menschen mit Stoffmasken. Auch in Nürnberg liegt der Anteil von Menschen mit FFP2-Masken laut Verkehrsgesellschaft bei rund 98 bis 99 Prozent.

FFP2-Maskenpflicht in Bayern: Polizei kontrolliert Einhaltung

Bußgelder können nur Polizei und Ordnungsdienst verhängen, wie es unter anderem aus München heißt. Aus dem Innenministerium heißt es: „Selbstverständlich wird die Bayerische Polizei auch die Einhaltung der FFP2-Maskenpflicht im ÖPNV verstärkt kontrollieren, neben den Kontrollen durch die Betreiber der öffentlichen Verkehrsmittel.“ Wer mit einer unzureichenden Maske erwischt wird, kann aber zumindest ein Stück weit auf Milde hoffen: Deren Tragen kann laut Innenministerium bei der Bemessung eines Bußgeldes berücksichtigt werden.

Corona: Nächster Impfstoff-Hersteller hat Lieferprobleme - Britische Virus-Mutation offenbar tödlicher als gedacht

Update vom 22. Januar, 18.30 Uhr: Die zuerst in Großbritannien entdeckte Variante des Coronavirus ist möglicherweise tödlicher als die bislang vorherrschende. Darauf gebe es „einige Hinweise“ sagte der britische Premierminister Boris Johnson am Freitag in einer Pressekonferenz im Regierungssitz Downing Street in London. Die hohe Belastung der Krankenhäuser im Land sei zu einem erheblichen Teil auf die neue Virusvariante zurückzuführen, so der konservative Politiker.

Die Mutation war Ende vergangenen Jahres in der südostenglischen Grafschaft Kent aufgetaucht und hatte sich mit rasender
Geschwindigkeit in London und Teilen des Landes ausgebreitet. Großbritannien ist eines der am schwersten von der Pandemie
betroffenen Länder in Europa. Täglich werden Zehntausende Neuinfektionen und zuletzt jeweils mehr als 1000 Tote gemeldet. Seit
Wochen gilt ein Lockdown mit weitreichenden Ausgangs- und Reisebeschränkungen, Schulen und nicht lebensnotwendige Geschäfte sind geschlossen. Die Maßnahmen sollen Mitte Februar überprüft werden.

Update vom 22. Januar, 17:56 Uhr: Die Impfungen gegen das Coronavirus verlaufen in Deutschland schleppend. Ein Grund dafür sind Lieferengpässe des als ersten in der EU zugelassenen Impfstoffs von Biontech*. Nachdem inzwischen das Vakzin des US-Herstellers Moderna auf dem Markt ist, ruhen die Hoffnungen auf dem dritten großen Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca. Die Zulassung wird für Ende Januar erwartet.

Doch jetzt gibt es keine guten Nachrichten für die Impfkampagne in Deutschland. Denn nach Biontech/Pfizer scheint es auch bei AstraZeneca Schwierigkeiten mit der Belieferung zu geben. Rund 56 Millionen Dosen hat die EU für dieses Jahr bestellt. Wieviel und wann geliefert werden, ist nun aber unklar. Laut dem österreichischen Portal oe24.at informierte das Unternehmen die 27 EU-Impfkoordinatoren, dass es im ersten Quartal nicht die vorgesehene Menge liefern könne.

Nach Biontech hat auch AstraZeneca Lieferprobleme bei Impfstoff

AstraZeneca bestätigte diesen Umstand auch der Bild. Wieviel weniger Impfstoff Deutschland erhält, ist noch nicht klar. Österreich etwa erhielte bis März nur noch „500.000 bis 600.000“ Dosen, sagte Impfkoordinator Clemens Martin Auer oe24.at. Dies seien zwei Millionen weniger als erwartet.

Als Grund gab AstraZeneca an, dass die Wissenschaftler den Impfstoff wegen der Corona-Mutation überarbeiten. In Deutschland ist inzwischen eine weitere Mutation nachgewiesen worden*. Zudem legte ein Feuer in der größten Impfstoff-Fabrik in Indien die Produktion lahm.

Inwieweit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn ihr Versprechen, jedem Deutschen bis Ende des Sommers ein Impfangebot machen zu wollen, halten können, ist nicht klar. Der Zeitpunkt könnte sich weiter nach hinten schieben, denn die Ankündigung basiert auf dieser Groß-Lieferung.

Corona-Ansage! Aus Bayern kommt plötzlich konkreter Lockerungswunsch - Offensiver Seitenhieb auf „Frau Merkel“

Update 22. Januar, 13.22 Uhr: Scharf kritisierte Aiwanger bei seinem Auftritt (siehe unten) Hass und Hetze gegen Münchner Ausflügler im bayerischen Oberland. „Die Leute, die heute bespuckt werden, brauchen wir in ein paar Monaten wieder“, als zahlende Gäste. Er frage sich, warum die Gemeinden nicht mehr Parkplätze für Ausflügler schafften, die in die freie Natur wollten, und Parkgebühren kassierten. „Leute auszusperren und zu beschimpfen, ist nicht der richtige Weg.“

Update 22. Januar, 12.18 Uhr: Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger fordert, die Hotels und Skilifte im Februar wieder zu öffnen. Gemeinsam sollten die Wirtschaftsminister „auch auf Bundesebene diese Öffnungsschitte einfordern“ und nicht „wieder wie Kaninchen vor der Schlange warten, was von Frau Merkel und der Ministerpräsidentenkonferenz aus Berlin kommt“, sagte Aiwanger am Freitag in München.

Baldige Corona-Lockerungen? Aiwanger deutlich - „Nicht wieder warten, was von Frau Merkel kommt“

„Bei Hotels seh' ich überhaupt keinen Grund, nicht öffnen zu dürfen“, sagte der stellvertretende bayerische Ministerpräsident und Bundesvorsitzende der Freien Wähler. Die Ministerpräsidenten und die Kanzlerin sollten „akzeptieren, dass man sich in einem Hotel nicht infiziert“. Er sei auch überzeugt, „dass wir die Skilifte zeitnah öffnen können“. Die Österreicher zeigten, dass das gehe.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) will Skilifte schon bald öffnen lassen.

Mit FFP-2-Masken an den Liften und Online-Buchungen vorab, um einen Andrang zu verhindern könnten die Pisten noch im Februar öffnen. Und auch die Heilbäder könnten mit guten Hygienekonzepten und Corona-Schnellstests am Eingang im Frühjahr wieder Gäste empfangen dürfen, forderte Aiwanger auf einem Tourismus-Forum der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft.

Update 22. Januar, 11.55 Uhr: Über 1.300 Corona-Kontrollen führte die Münchner Polizei von Donnerstag (6 Uhr) bis heute Morgen (6 Uhr) durch. Dabei wurden 77 Verstöße angezeigt. In 18 Fällen ging es um die Ausgangssperre.

Corona-Lockdown: „Größere Jugendgruppen“ sorgen für Störungen in München

Am gestrigen Donnerstag wurden in der Zeit von 13 bis 19 Uhr im Bereich des Olympia-Einkaufszentrums (OEZ) vermehrt Kontrollen durchgeführt - mit Unterstützung der Einsatzhundertschaft. Grund dafür war, dass es dort in letzter Zeit vermehrt zu Störungen durch „größere Jugendgruppen“ gekommen war. Letztendlich konnten im fraglichen Zeitraum insgesamt elf Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz festgestellt werden, die entsprechend angezeigt wurden.

Ursprungsmeldung: München - Erfreuliche Nachrichten aus München. Die für weitere Lockdown-Maßnahmen entscheidende 7-Tage-Inzidenz ist am Freitag (22. Januar) weiter gesunken. Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) liegt sie inzwischen bei 89,7. Von der Marke 200, die ursprünglich als Kennzahl für die nächtliche Ausgangssperre (zwischen 21 und 5 Uhr) etabliert worden war, ist die Isar-Metropole derzeit weit entfernt. Grund zum Aufatmen?

Lockdown-News: Virologe Drosten warnt vor hartem Corona-Sommer

Christian Drosten von der Berliner Charité tritt nach sinkenden Corona-Infektionszahlen jetzt gewaltig auf die Euphorie-Bremse. Ihm graut es vor dem Sommer 2021. Der Virologe, der auch der Expertenrunde angehörte, die die Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel vor ihrer Zusammenkunft am Dienstag beraten hat, blickt der wärmeren Jahreszeit mit großer Sorge entgegen.

Drostens Sommer-Befürchtung: Sobald ein großer Teil der Alten sowie der Risikogruppe durchgeimpft ist, „wird ein riesiger wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, politischer und vielleicht auch rechtlicher Druck entstehen, die Corona-Maßnahmen zu beenden“, erklärte der Virologe dem Spiegel.

Virologe Drosten mit Corona-Warnung: „Im schlimmsten Fall 100.000 pro Tag“

Dann würden sich innerhalb kürzester Zeit wieder deutlich mehr Leute mit dem Virus infizieren, als man sich das aktuell vorstellen könne, sagt er. „Dann haben wir Fallzahlen nicht mehr von 20.000 oder 30.000, sondern im schlimmsten Fall von 100.000 pro Tag“, malt er ein echtes Schreckensszenario.

Zwar würden sich in diesem Falle dann vorrangig jüngere Menschen anstecken, die bekanntlich seltener schwer durch das Virus erkranken. Volle Intensivstationen und eine hohe Todeszahl wären trotzdem vorprogrammiert. „Dieses Szenario könnten wir etwas abfedern, wenn wir die Zahlen jetzt ganz tief nach unten drücken“, stellt Drosten klar. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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