Gipfel mit Merkel und Länderchefs

Corona-Lockdown verlängert und verschärft: Weniger Kontakte - Sonderregeln für Weihnachten und Silvester

Der Corona-Lockdown wird verlängert und sogar verschärft. Sonderregeln gibt es für Weihnachten und Silvester. Zudem verlegt Bayern den Beginn der Weihnachtsferien.

  • Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat es verkündet: Der Beginn der Weihnachtsferien wird im Corona-Jahr 2020 verlegt.
  • Viele Eltern reagieren wenig begeistert auf den Entschluss.
  • Nun ist klar, dass der „Lockdown-Light“ verlängert und verschärft wird.

Update 25. November, 22.27 Uhr: Der „Lockdown-Light“ wird verlängert und verschärft. Darauf einigten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs beim Corona-Gipfel am Mittwoch. Die bisher geltenden Kontaktbeschränkungen werden von bisher maximal zehn Personen auf maximal fünf geschärft. Die Personen müssen dabei aus maximal zwei Haushalten kommen.

Für Weihnachten und Silvester einigten sich die Politiker jedoch auf Lockerungen. Hier sind Treffen von zehn Personen möglich. Man appelliert jedoch, auch an diesen Tagen Vernunft walten zu lassen.

Update 25. November, 7.11 Uhr: Heute wird entschieden, wie die Münchner Weihnachten feiern dürfen. Alle News zum Corona-Gipfel mit Kanzlerin Merkel finden Sie in unserem Ticker.

Update 24. November, 13.39 Uhr: Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hat wegen des coronabedingten früheren Startes der Weihnachtsferien eine Notbetreuung für Schüler in Aussicht gestellt. Wie genau das Angebot für die Schüler aussehen werde, deren Eltern an den zusätzlichen Ferientagen 21. und 22. Dezember arbeiten, müsse in den nächsten Tagen noch geklärt werden, sagte Piazolo am Dienstag in München. Es sei aber geplant, dass die Lehrkräfte an beiden Tagen im Dienst seien und so zur Verfügung stünden.

Update 24. November, 10.52 Uhr: Kritik wegen der neuen Regelung in Sachen Weihnachtsferien kommt unter anderem vom Deutschen Philologenverband. Aber auch viele Eltern, die in der Corona-Krise schon den einen oder anderen Urlaubstag der Kinderbetreuung wegen opfern mussten, dürfte die kurzfristige Ferienverlängerung nicht gefallen.

Der Deutsche Philologenverband sprach von einem „Planungschaos“. Lehrerinnen und Lehrer wollten ihren Unterricht vernünftig planen, sagte die Verbandsvorsitzende Susanne Lin-Klitzing dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Unter kurzfristigen Ferienverlängerungen hätten im Zweifel insbesondere diejenigen zu leiden, die bald Abitur machen oder bei denen andere Prüfungen anstehen.“

München: Corona-Hammer! Söder informiert über Plan für Weihnachtsferien

Ursprungsmeldung:

München - Jetzt ist es tatsächlich geschehen: Der Freistaat Bayern zieht wegen der Corona-Pandemie den Start der Weihnachtsferien vor. Letzter Schultag vor Weihnachten ist nun der Freitag (18. Dezember). Ministerpräsident Markus Söder bestätigte die Entscheidung gegenüber dem Bayerischen Rundfunk (BR).

Damit fallen zwei Schultage weg: Ursprünglich hätten die Ferien erst am 23. Dezember begonnen. Den Abstand zwischen Unterricht und Weihnachten könne man so vergrößern, erklärte Söder, der auch die aktuelle Pandemie-Lage in München im Blick hat.

„Damit verbessern wir die Möglichkeiten, dass die Familien in Bayern das wichtigste Fest des Jahres gesund und unbeschwerter feiern können“, positionierte sich Bayerns Ministerpräsident. Das Infektionsrisiko werde durch die fast einwöchige Karenzzeit zwischen Schulunterricht und Weihnachten „erheblich gesenkt“, argumentierte Söder.

Weihnachtsferien in Bayern wegen Corona angepasst - Söder erklärt Details

Einige Münchner Eltern dürfte die Entscheidung reichlich unvorbereitet treffen, müssen sie sich doch jetzt nach Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder umschauen - oder zum Endspurt verstärkt ins Home Office wechseln.

Vor den neuen Bund-Länder-Beratungen über den weiteren Kurs im Umgang mit dem Coronavirus hatten sich die Unions-regierten Länder für die jetzt in Bayern beschlossene Verlängerung der Ferien ausgesprochen - so war es jedenfalls in einem gemeinsamen Papier zu lesen.

Zunächst war Nordrhein-Westfalen in die Offensive gegangen und hatte einen früheren Start in die Ferien angekündigt. In den meisten Bundesländern ist der 18. Dezember ohnehin planmäßig der letzte Schultag vor Weihnachten. (lks/dpa) Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger in München hat sich dramatisch erhöht. Grund ist das Coronavirus. Der traurige Höhepunkt sei aber noch nicht erreicht, meinen Experten.

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel

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