Kampf gegen Corona

Impf-Plan für München steht! Standorte noch geheim - wird bald an der Haustür geimpft?

Der Impf-Plan für München steht - ab dem 15. Dezember soll den Impfzentren einsatzbereit sein. Das bestätigte OB Dieter Reiter. Doch eine Frage muss noch geklärt werden.

  • München impft sich gegen das Coronavirus - zumindest bald.
  • Ab dem 15. Dezember soll nach Aussagen von OB Dieter Reiter die Impfzentren in München einsatzbereit sein.
  • Nur die Frage der Standorten der Impfezentren bleibt vorerst noch eine Geheimnis - weshalb eine spektakuläre Lösung bevorsteht.

München - Die Vorbereitung für die Impfzentren in München läuft nach Auskunft von OB Dieter Reiter (SPD) auf Hochtouren und soll bis zum 15. Dezember abgeschlossen sein. Die Standorte – naheliegend sind etwa die Theresienwiese oder die Messehallen – hält die Stadt noch geheim. Reiter machte unterdessen deutlich, dass Impfzentren nicht die einzige Lösung sein könnten. Bis zum Frühjahr müsse der Bund die Voraussetzungen dafür geschaffen haben, dass der Impfstoff bei allen niedergelassenen Ärzten verfügbar sei.

Laut Feuerwehrchef Wolfgang Schäuble, der den städtischen Corona-Krisenstab koordiniert, werden in der Anfangsphase ohnehin eher mobile Einsatzteams aus Ärzten, medizinischen Assistenten und Verwaltungskräften unterwegs sein, um vulnerable Gruppen – etwa in Pflegeheimen – zu impfen.

Coronavirus in München: Impf-Plan steht! Standorte noch geheim - Spektakuläre Strategie? 

Wie es danach weitergehe, also welche Rangfolge der zu impfenden Personen die Bundesregierung priorisiere, müsse man abwarten. Ganz vorne dran dürften sicher Pflege- und Krankenhauspersonal, Polizeibeamte oder auch Lehrer sein. Die Stadt sei jedenfalls gewappnet, so Schäuble. Die Impfung ist freiwillig.

Um die Entwicklung des Impfstoffs selbst ist ein heftiger Wettbewerb ausgebrochen. Das US-Unternehmen Moderna wollte noch am Montag die Zulassung seines Corona-Impfstoffes in den USA und Europa beantragen. Es gehe um eine sogenannte Notfallzulassung, die ein beschleunigtes Verfahren erlaubt, kündigte der Konzern an. Auch der Mainzer Hersteller Biontech hat zusammen mit dem US-Konzern Pfizer ein solches Verfahren laufen.

In den Impfzentren sollen auch die Präparate gelagert werden. Dazu braucht es teils Temperaturen von bis zu minus 70 Grad Celsius und spezielle Ultratiefkühlschränke. Zudem werden Millionen Kanülen benötigt. Das Impfen selbst erfolgt durch Ärzte der Kassenärztlichen Vereinigung. Klaus Vick

Rubriklistenbild: © Carsten Rehder/dpa

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