Bizarre Maßnahme verhängt

Droht „Steh-Verbot“ in München? Deutsche Metropole verhängt massive Corona-Regel - deutliche Worte der Stadt

Menschen tummeln sich an der Isar in München.
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Menschen tummeln sich an der Isar in München.

Die Corona-Zahlen in München sind weiter auf niedrigem Niveau. In Düsseldorf hat man jetzt ein „Steh-Verbot“ für die Innenstadt vereinbart - droht selbiges auch in der bayerischen Landeshauptstadt?

München - Die Corona-Zahlen in Deutschland wollen nicht weiter sinken. Seit mehreren Tagen sind die Neu-Infektionen auf ähnlichem Niveau, der Abwärts-Trend der vergangenen Wochen scheint vorerst gestoppt zu sein. In München dagegen ist die wichtige 7-Tage-Inzidenz weiterhin auf niedrigem Niveau. Das RKI meldete zuletzt einen Wert von 32,9 (Stand: 26. Februar). Damit liegt München deutlich unter dem Bundes-Niveau, das aktuell bei 62,6 (Stand: 26. Februar) liegt. Aufgrund des schönen Wetters zog es trotzdem viele Menschen in Deutschland nach draußen. In Düsseldorf hat man jetzt eine Maßnahme ergriffen, um Menschen-Ansammlungen zu vermeiden. Droht selbiges auch in München?

Coronavirus: Düsseldorf verhängt „Steh-Verbot“ - droht selbes auch in München?

In der Politik wurde zuletzt viel von der „Corona-Müdigkeit“ in der Bevölkerung gesprochen. Nach knapp vier Monaten Lockdown sei dies auch keine Überraschung. Das zuletzt schöne Wetter dürfte ein guter Beweis für diese These sein. In deutschen Metropolen tummelten sich die Menschen, vom Elbstrand in Hamburg, dem Tempelhofer Feld in Berlin oder den Isar-Auen in München - viele Menschen genossen das sonnige Wetter im Freien. In Düsseldorf greift man deshalb jetzt durch: Die Stadt hat ein „Verweilverbot“ für die berühmte Altstadt und das nahe Rheinufer an den Wochenenden bis zum 14. März verhängt. Man darf in dem Bereich fast den ganzen Tag nicht mehr länger stehen bleiben, sich hinsetzen oder auf eine Wiese legen.

Corona: Zieht München Düsseldorf nach? Strenges Verbot bis Mitte März eingeführt

Droht eine ähnliche Regelung auch in München? In Düsseldorf liegt die 7-Tage-Inzidenz derzeit bei knapp 56. Damit ist sie deutlich höher als in München, jedoch auch kein „Hot-Spot“, wie etwa Tirschenreuth in Bayern, das mit einer Inzidenz von 269,3 weiter zu den am stärksten betroffenen Gebieten Deutschlands zählt. Auf Anfrage von tz.de, ob ähnliches wie in Düsseldorf auch für München denkbar sei, schreibt die Stadt München: „In Bayern gilt noch bis 7. März die aktuelle Fassung der 11. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Darin ist in § 2 eine allgemeine Ausgangsbeschränkung geregelt, das heißt, dass auch weiterhin das Verlassen der Wohnung nur bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt ist. Das reine Verweilen und Trinken von Alkohol im öffentlichen Raum, insbesondere in Gruppen, ist danach schon unzulässig. Außerdem gelten weiterhin Kontaktbeschränkungen in ganz Bayern. Für die Kontrolle und Durchsetzung von Maßnahmen zum Infektionsschutz im öffentlichen Raum ist in allererster Linie die Polizei zuständig.“

Corona-Lockdown: „Steh-Verbot“ an der Isar und in der Stadt? Düsseldorf handelt drastisch

Damit wird darauf hingewiesen, dass auch aktuell - selbst wenn der Eindruck täusche - weiter strenge Kontaktbeschränkungen gelten. Ob jedoch derart strenge Maßnahmen wie in Düsseldorf zum Einsatz kommen, bleibt offen. Es dürfte wohl weiter entscheidend sein, wie sich die Inzidenz in München entwickelt. Beim derzeitigen Stand könnte ein „Steh-Verbot“ in der Isar-Metropole wohl eher nicht durchgesetzt werden.

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