Coronavirus in München

Münchner Polizei sprengt erneut Corona-Partys - Feiernder verletzt sich bei Flucht aus dem Fenster

Der Lockdown im Freistaat wird verlängert. Trotzdem musste die Polizei am Wochenende wieder Corona-Partys auflösen.

  • Der „harte Lockdown“ wird nach dem Treffen der Ministerpräsident*Innen mit Kanzlerin Merkel verlängert.
  • Ministerpräsident Markus Söder hielt im Rahmen der Lockdown-Verlängerung eine Regierungserklärung im Bayerischen Landtag ab. Und forderte am Sonntag eine „Vertiefung“ der Maßnahmen.
  • Trotzdem halten sich noch immer nicht alle Münchner an Regeln. Am Wochenende musste die Polizei erneut Corona-Partys auflösen.

Update vom 11. Januar, 9.45 Uhr: An dieser Stelle beenden wir unsere Berichterstattung in diesem News-Ticker. Über die weitere Pandemie-Entwicklung halten wir Sie ab sofort hier auf dem Laufenden.

Update vom 10. Januar, 13.58 Uhr: Wegen der Pandemie gelten in Bayern nach wie vor strenge Corona-Regeln. Einige Menschen sind jedoch immer noch nicht gewillt, diese einzuhalten. So stieß die Münchner Polizei am Samstagabend (9. Januar) auf eine lautfeiernde Hochzeitsgesellschaft. Gegen 20.15 Uhr waren dort über 15 Personen aus mehreren Hausständen anwesend.

Laut Polizeibericht verhielten sich die Feiernden „unkooperativ“ und wollten ihre Personalien nicht angeben. Die Beamten konnten mehrere Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetzt feststellen - und verteilten insgesamt 20 Anzeigen.

Corona in München: Leute feiern Hochzeitsparty - und wollen Personalien nicht angeben

Am selben Tag, gegen 23 Uhr, erhielt die Polizei einen Hinweis zu einer Corona-Party in Schwabing-West. Als die Beamten in der Wohnung eintrafen, versuchten einzelne Personen zu fliehen. Einer der Feiernden verletzte sich laut Polizei bei seiner Flucht aus dem Fenster - und bat um einen Rettungsdienst.

Insgesamt zwölf Personen erhielten eine Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz. Bei ihrem Einsatz fanden die Beamten auch Betäubungsmittel. Deshalb erwarten die Feiernden nun auch Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Söder spricht Corona-Klartext! Er fordert „Vertiefung“ der Maßnahmen - Merkel meldet sich voller Sorge zu Wort

Update vom 9. Januar, 15.31 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) geht von einer Verlängerung des derzeit bis 31. Januar befristeten Corona-Lockdowns aus. „Wir müssen den Lockdown, den wir jetzt haben, verlängern und an einigen Stellen auch noch vertiefen“, sagte Söder am Samstag beim digitalen Neujahrsempfang der nordrhein-westfälischen CDU.

Erst am Dienstag hatten sich Bund und Länder darauf geeinigt, den Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wegen
weiter hoher Infektionszahlen bis zum 31. Januar zu verlängern.

Söder erklärte, zu viele Menschen suchten noch Schlupflöcher bei den vereinbarten Corona-Beschränkungen oder diskutierten Einzelmaßnahmen. Viele stellten sich auch als Opfer der Pandemie dar. Die wahren Opfer seien aber die fast 40.000 Toten in Zusammenhang mit dem Virus. „Es ist jedes Mal ein kleiner Stich ins Herz.“ Um jedes Leben werde gekämpft, versprach Söder. „Jeder Tag ist eine neue Bewährungsprobe.“

Er habe Verständnis für den Ärger vieler Menschen über die Maßnahmen, vor allem aus der Wirtschaft, sagte Söder. Die versprochenen Wirtschaftshilfen müssten auch endlich kommen. „Es dauert schon sehr lange, und manches wirkt sehr bürokratisch.“ Erst ab kommender Woche sollten endgültig die Auszahlungen der Novemberhilfen kommen. „Aber wir sind im Januar.“

Corona: Angela Merkel meldet sich voller Sorge zu Wort

Update vom 9. Januar, 12.06 Uhr: Die kommenden Wochen werden wohl die schwersten in der gesamten Pandemie sein. Damit rechnet zumindest Bundeskanzlerin Angela Merkel. In ihrem Podcast* sagte sie am Samstag: „Ärzte und Pflegepersonal arbeiten in vielen Krankenhäusern am Rande der Überforderung“. Zudem gab sie zu: „Auch was wir über Mutationen des Virus hören, macht die Sorgen nicht geringer - im Gegenteil“. So seien Einschränkungen, die Bund und Länder aber nun erlassen haben, zwar „einscheidend“ aber auch „zwingend erforderlich“.

Damit stärkt die Kanzlerin auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder den Rücken. Söder war für eine leichte Lockerung von Bürgern kritisiert worden*. Er nahm Kinder unter drei Jahren von der Kontaktbeschränkung aus, Kinder unter 14 Jahren sind inzwischen hingegen inbegriffen. „Was für ein Schwachsinn! Ich lasse mein aufsichtspflichtiges Kind (8) allein zu Hause,wenn ich meine Schwester besuche?“, wütete eine Mutter in den Sozialen Medien. Auch Merkur.de* berichtet über die Kritik.

In seiner Regierungserklärung rief der CSU-Politiker am Freitag dazu auf, sich impfen zu lassen. Das sei „das beste, was es gibt gegen Corona“ und die „einzige Langzeitstrategie“ im Kampf gegen die Pandemie. Auch Merkel setzt alle Hoffnungen auf das Impfen: „Wir werden in Deutschland genügend Impfstoff für alle verfügbar haben. Wir werden Monat für Monat mehr Menschen und schließlich jedem, der es möchte, ein Impfangebot machen können.“

US-Impfstoff Moderna bald auch in Bayern verfügbar

Update vom 8. Januar, 22.20 Uhr: Bayern soll bis Ende Februar knapp 167.000 Impfdosen des zweiten in der EU zugelassenen Corona-Impfstoffs erhalten. Dies geht aus einer Aufstellung hervor, die die Verteilung des Impfstoffs des US-Herstellers Moderna in Deutschland auflistet. Unterdessen hat der Freistaat an diesem Freitag (8. Januar) auch rund 112.000 weitere Impfdosen von dem deutschen Unternehmen Biontech und dessen US-Partner Pfizer erhalten.

Die EU-Kommission hatte den Moderna-Impfstoff zugelassen. Ab der kommenden Woche steht dieser Impfstoff auch in Bayern zur Verfügung. Die Länder sollten die erste Lieferung des Präparats am Dienstag (12. Januar) erhalten, erklärte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin. Bayern stehen aus dieser Lieferung zunächst 9600 Dosen zu. In den kommenden sechs Wochen sind dann weitere drei Lieferungen größerer Mengen von Moderna geplant.

Coronavirus in München: Lockdown verlängert - das bedeuten die Maßnahmen für Schüler und Kita-Kinder

Update vom 8. Januar, 21.10 Uhr: Bis zum 31. Januar ist der Lockdown verlängert worden - was das für die Münchner Schüler und Kita-Kinder bedeutet, hat die Stadt nun zusammengefasst. Demnach gilt zwar an allen Schulen Distanzunterricht, für die Jahrgangsstufen 1 bis 6, Schüler mit Behinderung oder von Förderzentren wird es aber eine Notbetreuung geben. „Informationen zur Notbetreuung erhalten die Eltern und Erziehungsberechtigten direkt von der jeweiligen Schule“, teilt die Stadt mit.

München während Corona: Regelung für Notbetreuung etwas aufgelockert

Auch die Kitas bleiben zu - aber es gibt eine Notbetreuung. Nicht mehr nur für Kinder von Eltern bestimmter Berufsgruppen, sondern insgesamt „für Kinder, deren Eltern die Betreuung nicht auf andere Weise sicherstellen können, insbesondere, wenn sie ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen müssen“. Eltern werden gebeten, sich bei Bedarf mit der Kita in Verbindung zu setzen. Die Einrichtungen sollten „grundsätzlich keine Nachweise einfordern - etwa für nicht gewährten Urlaub“. Sie können sich aber mit einem Formblatt bestätigen lassen, dass die Betreuung nicht anders möglich ist. Mehr Informationen unter muenchen.de/corona. (ast)

Neue Corona-Regeln stoßen auf Gegenwind - Parteien im Landtag zunehmend gespalten

Update vom 8. Januar, 18.06 Uhr: Keinesfalls nur Zustimmung erhielten die neuen Corona-Maßnahmen, die ab kommenden Montag (11. Januar) im Freistaat gelten, im bayerischen Landtag. In der emotionalen Debatte während der Sondersitzung des Landtags zeigte sich, dass die vielen Corona-Auflagen das Parlament zunehmend spalten. Außer den regierenden Fraktionen von CSU und Freien Wählern verweigerten alle anderen Fraktionen der Verordnung ihre Zustimmung. AfD, SPD und FDP stimmten dagegen, die Grünen enthielten sich.

Im Kern richtete sich die Kritik insbesondere gegen die neuen Maßnahmen wie der Einschränkung der Bewegungsfreiheit für Menschen in Hotspots und der Vorschrift, dass nur noch eine haushaltsfremde Person getroffen werden dürfe. Die AfD lehnte als einzige Fraktion auch die Verlängerung des Lockdowns ab. Ministerpräsident Markus Söder betonte dagegen in seiner Regierungserklärung (siehe unten), dass die neuen Maßnahmen in der aktuellen Lage alternativlos seien.

Kritik an Corona-Maßnahmen im bayerischen Landtag - „Nicht akzeptabel“

SPD-Fraktionschef Horst Arnold betonte, dass gerade die 15-Kilometer-Regel ungeeignet und unverhältnismäßig sei, um die Pandemie weiter einzudämmen. Auch die Senkung der Personenzahl bei privaten Treffen sei der falsche Weg. Die Grünen warnten zudem davor, dass viele Menschen den Überblick über die Maßnahmen verloren hätten. „Wir werden den Lockdown verlängern müssen, das ist unstrittig“, sagte Fraktionschef Ludwig Hartmann. Aber er forderte, die Kontakte der Menschen nicht nur im privaten Bereich zu verbieten, auch die Wirtschaft müsse in die Pflicht genommen werden, um „so viel Home-Office wie möglich“ zu erreichen.

„Grundrechtseinschränkungen nach Bauchgefühl sind nicht akzeptabel“, äußerte sich FDP-Fraktionschef Martin Hagen. Die neuen Maßnahmen seien untauglich, alltagsfern, familien- und kinderfeindlich. AfD-Fraktionschef Ingo Hahn erklärte einmal mehr, dass die Regierung in der Corona-Politik nicht nur vollkommen übers Ziel hinaus schieße, die Maßnahmen seien auch falsch und ohne Wirkung.

Coronavirus: Markus Söder äußert sich zu Kontaktbeschränkungen bei Kindern - Unerwartete Ausnahme verkündet

Update vom 8. Januar, 17.15 Uhr: Bei der Verschärfung der Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Krise sollen in Bayern Kinder bis drei Jahre von den Vorgaben bei Treffen mit anderen Hausständen ausgenommen werden. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Zuge seiner Regierungserklärung zur Verlängerung und Verschärfung des Lockdowns an. Ab Montag (11. Januar) gilt in Bayern eine Kontaktbeschränkung, die vorsieht, dass sich Familien wie Singles nur noch mit einer weiteren haushaltsfremden Kontaktperson treffen dürfen. Die Verschärfungen gehen zurück auf einen entsprechenden Beschluss, auf den sich Bund und Länder in dieser Woche geeinigt hatten.

Corona: Markus Söder äußert sich zu Impfungen - und bremst bestimmte Erwartungen

Update vom 8. Januar, 14.34 Uhr: Das Thema Impfungen sei in der jetzigen Zeit von größter Bedeutung. Markus Söder bremst jedoch die Erwartungen, dass die jüngsten Erfolge die Pandemie schnell beenden würden. Der Kraftakt würde viel Zeit in Anspruch nehmen, man wolle keine falschen Hoffnungen schüren. Besonders die Impf-Bereitschaft sei weiter ein großes Problem. Man werde versuchen, mit Impf-Kampagnen und Vorbildern die Haltung in der Gesellschaft zur Impfung weiter zu verbessern.

Coronavirus: Markus Söder spricht über Lockdown - so geht es im Februar weiter

Wie geht es Anfang Februar weiter? Der Impfstoff sei die große Hoffnung. Man werde Corona jedoch so lange bekämpfen, wie es nötig ist. „Keine der Maßnahmen für sich alleine regelt alles“, so Söder. Jedoch sei die Hoffnung, dass die Summe aller Maßnahmen eine Verbesserung der Lage herstelle. „Ich habe großes Verständnis für Sorgen“, so Söder. Entscheidend sei es, nicht locker zu lassen und konsequent zu bleiben. Söder hofft, dass die kommenden drei Wochen einige Verbesserungen mit sich bringen, um dann mit mehr Leichtigkeit weitermachen zu können. „Herzlichen Dank für ihre Unterstützung. Gott schütze weiter Bayern, auch im neuen Jahr“, beendet Markus Söder seine Regierungserklärung.

Update vom 8. Januar, 14.20: „Die Stadt braucht das Land, und das Land braucht die Stadt“, sagt Markus Söder zu dem Thema, was zuletzt besonders in den Tourismus-Regionen Bayerns für hohe Wellen geschlagen hatte. Es sei kein gutes Miteinander, wenn Menschen vom Land Schilder aufstellen würden, um Menschen aus der Stadt zu vertreiben. Zuletzt war dies etwa in Miesbach geschehen.

Weiter geht es mit den Schulen. Söder äußert großes Verständnis für die Komplikationen, die Distanzunterricht mit sich bringe. In der aktuellen Lage sei dies jedoch unausweichlich. Er hoffe und gehe davon aus, dass zum ersten Februar wieder mehr Präsenz durch Wechsel-Unterricht stattfinden könne. Dadurch ergebe die Absage der Faschings-Ferien diesjährig auch Sinn. Ansonsten würde dies bedeuten, dass nach wenigen Tagen Präsenz wieder eine lange Zeit der Abwesenheit folgen würde - dies würde keinen Sinn ergeben.

Coronavirus/Lockdown: Weniger Kontakte unausweichlich - Söder-Rede JETZT live

Update vom 8. Januar, 14.12 Uhr: „Der Lockdown wird verlängert und vertieft“, fährt Söder fort. Man habe klare Aussagen der Wissenschaftler bekommen. Je grundlegender und tiefer, desto wirkungsvoller sei es, erklärt Söder die Ratschläge aus der Wissenschaft. „Lieber konsequent und klar“, fasst er die aktuellen Maßnahmen zusammen. Die Kontaktbeschränkungen seien unausweichlich.

Update vom 8. Januar, 14.09 Uhr: „Es gibt die Sorge vor der Dunkelziffer“, so Söder. Erst Mitte kommender Woche könne man auf Daten zurückgreifen, die das tatsächliche Infektionsgeschehen abbilden würden. „Was Virologen Sorgen macht, muss auch uns Sorgen machen“, leitet Söder das Thema des mutierten Virus aus Großbritannien ein. Ein schnelleres Virus sei eine Gefahr. Das neuartige Virus könnte auch eine große Gefahr für Deutschland sein. Man müsse deshalb entsprechend vorsichtig sein. „Jeder der jetzt nach wie vor Corona leugnet, der die Gefahren unterschätzt, wird der Verantwortung, die wir vor den Menschen stehen müssen, nicht gerecht.“ Es könnte gut sein, dass es zu einer dritten Welle komme.

Update vom 8. Januar, 14.01 Uhr: Markus Söder hat das Wort. Die Regierungserklärung beginnt.

Corona-Lockdown: Söder-Rede LIVE aus München - Zahl der Toten erschütternd

„Im Moment sieht es so aus, dass noch 17 Regionen in Bayern über der Inzidenz von 200 sind“, so Söder. Man wolle und hoffe, dass es noch weiter runtergehe. Jedoch gebe es dafür keine Garantie. Die Zahl der Todesfälle sei erschütternd. „Wir haben in Deutschland eine neue Rekordzahl von fast 1.200 Toten“, so Söder. Damit würde alle zwei Minuten ein Mensch in Deutschland an Corona sterben, in Bayern sei es alle elf Minuten. „Wir sind nicht bereit, diese Zahlen achselzuckend hinzunehmen. Jeder einzelne Todesfall ist ein Schicksal. Jede einzelne Meldung ist ein Stich ins Herz“, skizziert der CSU-Chef den Ernst der Lage. Keiner in Deutschland würde genau nachweisen können, woher die Infektionen kommen.

„Ich finde, wir müssen den Ernst der Lage anerkennen“, fährt der Ministerpräsident fort. In anderen Teilen der Welt seien die Maßnahmen weitaus schärfer. Man lebe in einer Zeit, in der es darum gehe, diese Bewährungsprobe zu meistern.

Update vom 8. Januar, 13.58 Uhr: Der Landtag hat abgestimmt. Klaus Holetschek ist ab dem 11. Januar Staatsminister im Bayerischen Gesundheitsministerium. Freie Wähler und CSU hatten dafür, SPD, Grüne, FDP und AfD dagegen gestimmt.

Update vom 8. Januar, 13.32 Uhr: Zunächst äußern sich die Fraktionen noch zum Personalwechsel im Kabinett. Anschließend ist mit der Regierungserklärung des Ministerpräsidenten zu rechnen.

Update vom 8. Januar, 13:23: Auch CSU-Chef Söder wünscht den Anwesenden zunächst einmal ein gutes neues Jahr. Zu Beginn seiner Rede ist die personelle Umstellung in seinem Kabinett Thema. Der Posten im Gesundheitsministerium wird wie bekannt umgestellt. Ministerin Huml ist damit nicht länger Gesundheitsministerin, Klaus Holetschek (CSU) übernimmt das Amt. Huml wechselt ab sofort in das Europa-Ministerium. „Es geht um Leben und Tod“, verdeutlicht Söder die Wichtigkeit des Amtes.

Update vom 8. Januar, 13.05 Uhr: Landtags-Präsidentin Ilse Aigner eröffnet die Sitzung und wünscht erstmal ein frohes neues Jahr. Das Jahr 2021 gebe Grund zur Hoffnung, die Pandemie beenden zu können. Anschließend richtet sie einige Worte an die jüngsten Ereignisse aus den USA. „Es ist ein beispielloser Angriff auf die Werte einer Demokratie“, so Aigner. Sie sei schockiert über diese Eskalation. Die Ereignisse aus Washington seien als eine Mahnung zu verstehen.

Jetzt hat Ministerpräsident Markus Söder das Wort.

Corona: Droht massiverer Lockdown? Söder-Rede aus München JETZT live

Update vom 8. Januar, 12.59 Uhr: Die Protagonisten sammeln sich bereits im Saal. Es dürfte dann jeden Augenblick losgehen.

Update vom 8. Januar, 12.45 Uhr: In 15 Minuten hält CSU-Chef Markus Söder seine Regierungserklärung im Bayerischen Landtag. Wir berichten ab 13 Uhr hier in unserem Live-Ticker aus München.

Coronavirus-Lockdown: Söder gleich live in München - erste Forderungen klar

Update vom 8. Januar, 11.13 Uhr: Vor der Regierungserklärung von CSU-Chef Markus Söder werden weitere Forderungen der Opposition deutlich. So drängen die Grünen auf weitreichende Home Office-Regelungen. „Die regulatorischen Maßnahmen zur Einschränkung privater Kontakte sind weitgehend ausgereizt, jetzt braucht es endlich deutliche Beschränkungen bei den Arbeitsplatzkontakten“, sagte Fraktionschef Ludwig Hartmann am Freitag vor der Sondersitzung des Landtags zur Corona-Krise. Wichtig sei es, wo immer möglich, Heimarbeit zu ermöglichen. Auch um Menschenansammlungen in Bus und Bahn zu vermeiden, so Hartmann.

„Der Anteil der Beschäftigten im Homeoffice kratzt in Deutschland laut einer aktuellen Studie der Böckler-Stiftung gerade mal an der 20-Prozent-Marke“, sagte Hartmann

Coronavirus-Lockdown: Kommen bald noch strengere Maßnahmen? Mutation bereitet Sorgen

Update vom 8. Januar, 10.37 Uhr: Die neue Virus-Variante B117 aus Großbritannien bereitet nicht nur Helge Braun große Sorge (siehe Erstmeldung weiter unten im Text). Auch die Vorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag, Katharina Schulze, warnt vor der Mutation. „Kann verstehen, dass viele von den Maßnahmen genervt & gestresst sind. Fände es auch super, wenn die Pandemie vorbei ist. Aber schaut euch die Zahlen, die Mutation in den Nachbarländern (und bei uns), dann ist doch klar, was zu tun ist: Kontakte und Mobilität reduzieren. Massiv,“ so Schulze via Twitter.

Die Mutation des Coronavirus wird auch in der Regierungserklärung von CSU-Chef Markus Söder in München eine Rolle spielen. Wir berichten live und in voller Länge ab 13 Uhr von der Sitzung.

Erstmeldung vom 8. Januar 2021

München - Der aktuell laufende Lockdown wurde verlängert und verschärft. Die Lage der Coronavirus-Pandemie lasse keine Lockerungen zu, so die Politik rund um Kanzlerin Merkel und CSU-Chef Markus Söder. Helge Braun, Kanzleramtschef in Berlin, ging sogar noch einen Schritt weiter. „Wenn sich auf dem hohen Infektionsniveau, das wir haben, die Mutationen ausbreitet dann wird es sehr schwer, ein Wachstum noch in den Griff zu bekommen“, so Braun gegenüber der Bild-Zeitung.

In diesem Falle käme man in der nächsten Sitzung der Ministerpräsident*Innen mit Kanzlerin Merkel Ende Januar an „maximalen Beschränkungen“ nicht mehr vorbei. Was damit gemeint ist, ist unklar. Jedoch könnte sich eine „maximale Beschränkung“ auf eine tägliche Ausgangssperre beziehen. In Bayern gilt bereits im gesamten Land eine Sperre - jedoch im Moment nur nachts.

Corona-Lockdown: Söder mit brisanter Erklärung heute in München - Ausgangssperre rechtswidrig?

Vor der heutigen Regierungserklärung Söders im Bayerischen Landtag um 13 Uhr in München (wir berichten hier live im Stream- und Ticker) scheint besonders das Thema der nächtlichen Ausgangssperre bereits vorab für Zündstoff zu sorgen. So bezeichnete Martin Hagen, Fraktionsvorsitzender der FDP im bayerischen Landtag, hat etwa wenig Verständnis für eine Verlängerung der bayernweiten Ausgangssperre.

Wie br24.de berichtet, verweist er in diesem Zusammenhang auf die damalige Begründung - damals war Bayern auf Grund der 7-Tage-Inzidenz insgesamt ein „Hot-Spot“. Dies sei nun nicht mehr gegeben, so Hagen. „Wir müssen dringend wieder zurück zu einem regional differenzierten Vorgehen. Alles andere wäre meiner Meinung nach rechtswidrig“, so Hagen gegenüber br24.de.

Corona: Söder-Erklärung in München mit Spannung erwartet - Inzidenz steigt wieder an

In München liegt den jüngsten Daten des RKI nach die 7-Tage-Inzidenz bei 130,2. Damit steigt die Inzidenz wieder deutlich an, nachdem sie in den vergangenen Tagen gesunken war (Stand 7. Januar: 113,1). Trotzdem ist die Landeshauptstadt damit noch immer weit entfernt davon, als „Hot-Spot“ zu gelten. Ab einer Inzidenz von 200 gelten nach den neuesten Beschlüssen deutlich schärfere Maßnahmen - so etwa eine Beschränkung des Bewegungsradius auf nun mehr 15 Kilometer.

Rubriklistenbild: © Sigi Jantz/Symbol

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