News-Ticker zur Pandemie

Söder beruft Corona-Sondersitzung - Kommt nun der harte Lockdown?

Kommt ein härterer Corona-Lockdown? CSU-Chef Söder droht mit einem Silvester-Einschnitt und bringt einen harten Lockdown ins Spiel. Alle News im Ticker.

  • Im Traditionsgasthaus „Altes Hackerbräuhaus“ werden jetzt Corona-Schnelltests durchgeführt (Update vom 4. Dezember, 19.41 Uhr).
  • Die Stadt München muss mehrere neue Todesfälle vermelden, der Corona-Lockdown wird bis zum 10. Januar verlängert.
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Update vom 5. Dezember, 18.32 Uhr: Die Corona-Zahlen steigen trotz Lockdown weiter an - nicht nur in München, sondern im ganzen Freistaat. Aus diesem Grund hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) für diesen Sonntag sein Kabinett zu einer Sondersitzung zusammengerufen. Um 12.00 Uhr möchte sich der Ministerrat - nach Angaben der Staatskanzlei - per Videoschalte über „weitere Maßnahmen“ beraten.

München: Söder ruft Kabinett am Sonntag zu Corona-Sondersitzung zusammen

Konkret dürfte das weitere Verschärfungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie bedeuten. In den letzten Tagen hatte Söder immer wieder angedeutet, dass er aufgrund der weiter steigenden Corona-Infektionen einen härteren Kurs für notwendig hält. Denkbar wären in diesem Fall etwa härtere Schritte in Schulen und Einzelhandel oder größere Ausgangsbeschränkungen.

Update vom 5. Dezember, 12.19 Uhr: Für Freitag (4. Dezember) wurden in München 234 neue Corona-Fälle gemeldet. Zusätzlich gab es vier weitere Todesfälle, wie die Stadt auf Twitter mitteilte. Die 7-Tage-Inzidenz liegt nach RKI-Angaben vom Freitag bei 188,5 (Vortag 179,6). In einem weiteren Tweet teilte die Stadt mit, dass „weitergehende Corona-Maßnahmen vorgesehen“ sind, sollte die Inzidenz den Wert von 200 überschreiten.

Corona/München: Söder mit Alleingang? Friede in der Koalition bröckelt

Update vom 5. Dezember, 9.02 Uhr: Markus Söder will wohl wieder einen Alleingang Bayerns bei den Corona-Maßnahmen. Wer gut hinhört, stellt fest, dass Söder die Länder auf die nächste Runde von Verschärfungen hinsteuert: bei Schulen, vielleicht Teilen des Handels, sicher mit den umstrittenen Silvester-Lockerungen. „Die Frage ist, ob wir das Land die ganze Zeit in dieser Art von Halbschlaf halten können oder ob wir nicht irgendwann auch mal überlegen müssen, an einigen Stellen sehr deutlich und konsequent tiefer heranzugehen“, sagte Bayerns Ministerpräsident am Donnerstag.

In der Koalition bröckelt derweil der Corona-Friede: Kurz hintereinander greifen mehrere SPD-Politiker den CSU-Vorsitzenden an.

Corona in München: Kliniken und Pflegeheime bitten die Gastronomie um Unterstützung

Update vom 5. Dezember, 8.29 Uhr: Kliniken und Pflegeheime aus München und Umgebung bitten in der Corona-Krise die Gastronomie um Hilfe. Wie der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) mitteilt, richtete das Referat für Umwelt und Gesundheit der Stadt München (RGU) eine Anfrage an den Verband. Gesucht würden Mitarbeiter aus Hotels und Gaststätten, die bereit sind, in Kliniken und Pflegeeinrichtungen stundenweise als Servicekräfte auszuhelfen. Angesprochen seien insbesondere Mitarbeiter, die sich zurzeit in Kurzarbeit befinden.

„Die Pflegekräfte arbeiten seit Wochen am Limit und brauchen jede verfügbare Hilfe“, so der DEHOGA Bayern in einem Schreiben an seine Mitglieder. Die Gastronomie-Mitarbeiter seien wiederum flexible Fachkräfte, die sich „auch im Hochbetrieb zu Höchstleistungen motivieren“.

Corona in München: Kommt Knallhart-Lockdown? Stadt droht mit schärferen Regeln - Traditionswirtshaus wird umfunktioniert

Update vom 4. Dezember, 19.41 Uhr: Seit über einem Monat ging im Traditionswirtshaus „Altes Hackerbräuhaus“ kein Schweinsbraten mehr über den Tresen. Der Grund ist natürlich der Teil-Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Das heißt aber nicht, dass die Gasträume in dem Geburtshaus der Hacker-Brauerei verwaist sind. Ganz im Gegenteil - dort geht man jetzt ganz aktiv gegen das Virus vor. Seit kurzem befindet sich dort ein Corona-Testzentrum.

Wie br.24.de berichtet, wurden sich der ärztliche Leiter des Testzentrums, Alexander Auer, und der Wirt Lorenz Stiftl schnell einig. Gegen eine Miete dürfen in den altehrwürdigen Räumen Corona-Schnelltests durchgeführt werden. Innerhalb von 15 Minuten bekommen die neuen Gäste jetzt zwar keinen Knödl mit Soße serviert, wissen aber zu 96 Prozent, ob sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Mit ärztlichem Aufklärungs- und Beratungsgespräch kostet ein solcher Test 45 Euro. Wer Kontakt zu Hoch-Risikopatienten haben wird, solle lieber einen PCR-Test machen, so Auer. Diese werden im Labor ausgewertet und bieten eine höhere Sicherheit.

Ziel von Auer ist es, dass durch viele kleine Testzentren die Corona-Infektionen schneller erkannt werden können. Damit soll die Inzidenz in der Landeshauptstadt wieder sinken. Für den Wirt Stiftl auch eine Möglichkeit, gegen das anzukämpfen, was ihn vorübergehend arbeitslos gemacht hat.

Corona in München: Zahl der Neuinfektionen steigt wieder an

Update vom 4. Dezember, 15.02 Uhr: Die Corona-Fallzahlen in München schießen wieder nach oben. Insgesamt 628 Neu-Infektionen (inklusive Nachmeldungen) werden heute vermeldet, zudem elf weitere Todesfälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt damit bei 179,6. Geht der Trend in München wieder in Richtung Wachstum, droht schon in wenigen Tage die Überschreitung von 200 bei der wichtigen 7-Tage-Inzidenz. Die Stadt München bereitet sich bereits auf dieses Szenario vor und informiert, dass ab der 200er-Grenze weitergehendere Maßnahmen drohen, wie etwa das Schließen von Musikschulen oder ein schärferes Alkoholverbot.

Corona: Kommt Knallhart-Lockdown? Söder deutet schärfere Maßnahmen an

Update vom 4. Dezember, 7.55 Uhr: Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat auf seinem gestrigen Besuch in Passau (siehe Updates vom 3. Dezember weiter unten) über die weiterhin „sehr ernste“ Corona-Lage in Bayern gesprochen. Er betonte, dass man sich im Freistaat in zehn Tagen, also Mitte Dezember, nochmals treffen werde, um weiter über die Lage zu beraten. Konkret benannte CSU-Chef Söder die Silvester-Regelung. Sie besagt (Stand jetzt), dass sich zehn Personen aus egal wie vielen Haushalten treffen können um gemeinsam zu feiern. Das müsse man sich sehr genau ansehen, so Söder, ob das wirklich so umsetzbar sei. Auf Twitter verkündete Söder dann, wenige Stunden nach seinem Auftritt in Passau, man werde sich „genau, anschauen, ob wir verschärfen müssen. Lieber kürzer und dafür konsequent“, so der Ministerpräsident auf Twitter. Was genau auf Bayern zukommen könnte, ist indes nicht klar.

Update vom 3. Dezember,15.18 Uhr: In München werden 501 neue Corona-Infektionen gemeldet. Dazu kommen weitere sieben Todesfälle. In der Vorwoche waren es 489 neue Fälle. Damit liegt die Landeshauptstadt weiter in einer Seitwärtsbewegung. Das exponentielle Wachstum der Corona-Zahlen konnte in München bereits gestoppt werden, ein signifikanter Rückgang ist jedoch noch nicht zu verzeichnen. Das große Ziel der 7-Tage-Inzidenz von 50 liegt noch immer in weiter Ferne. Aktuell liegt diese bei 179,4.

12.35 Uhr: Inzwischen ist die Pressekonferenz in Passau beendet.

Corona-Hammer zu Silvester? Söder spricht in Passau über Lockdown-Verschärfungen

12.12 Uhr: Nun ist Zeit für die Nachfragen der anwesenden Journalisten. Die wichtigsten Aussagen des Ministerpräsidenten nochmals im Überblick:

  • Söder schließt weitere Kontaktbeschränkungen für Silvester nicht aus (bislang sollen Treffen von zehn Personen erlaubt werden)
  • Verschärfungen im Zuge des Teil-Lockdowns seien laut des CSU-Chefs nötig: „An einigen Stellen braucht es noch Verbesserungen“
  • Corona-Tote würden in der öffentlichen Wahrnehmung zu wenig thematisiert, Söder spricht von „ethischer Kapitulation“

12.01 Uhr: Nun spricht Passaus Bürgermeister Jürgen Dupper. Er dankt zum Auftakt den Bewohnern der Drei-Flüsse-Stadt, die teils auch „erhebliche Eingriffe in ihr Privatleben akzeptieren“. Der SPD-Politiker warnt: „Eine Inzidenz von 458 kann uns nicht ruhen lassen“. Die am morgigen Freitag auslaufenden Beschränkungen wolle man um mindestens eine Woche verlängern.

Landrat Raimund Kneidinger kündigt ein Impfmobil an, das dem Landkreis Passau zur Verfügung stehen soll. Nun kommen auch noch die Vertreter anliegender Landkreise zu Wort. Über das Verhalten der Bevölkerung während der Lockdown-Phase ist man sich nicht ganz einig.

11.57 Uhr: 106 Corona-Tote am gestrigen Mittwoch - für Staatssekretär Holetschek eine „erschütternde Statistik“ für Bayern. Der CSU-Politiker mahnt ein gemeinschaftliches Vorgehen in der Corona-Krise an.

Corona-Tote zu wenig thematisiert? Söder beklagt „ethische Kapitulation“

11.52 Uhr: Die anstehenden Impfungen bezeichnet Söder als „klaren Lichtblick“, warnt jedoch davor, vorschnell von einem „Zaubertrank“ zu sprechen. Nach wie vor habe man es bundesweit mit einem „diffusen Geschehen“ zu tun. Söders eindeutiger Appell: Kontakte seien weiterhin zu beschränken.

11.42 Uhr: Nun ergreift Söder das Wort. Er wolle Beistand leisten und sich informieren, erklärt der Ministerpräsident seinen Besuch: „Fakt ist, Corona hält Deutschland weiter in Atem. Wir finden uns nicht mit der Pandemie ab. Die Zahl der hohen Todesfälle erschüttert uns jeden Tag aufs Neue“. Dass dies in der Öffentlichkeit nicht stärker thematisiert werde, sei eine „ethische Kapitulation“.

Corona-Lockdown: Sölder jetzt live - er will offenbar Silvester-Regel kippen

Zur Lockdown-Verlängerung bis zum 10. Januar: „Es braucht an einigen Stellen noch deutliche Verbesserungen“, sagt Söder an sein Publikum gewandt. Entsprechende Schritte in Bayern schließt er nicht aus. Auch an Silvester müsse die Zahl der Kontakte verringert werden, wenn es zuvor keine Abwärtsbewegung bei den Zahlen gebe. Bislang war in Aussicht gestellt worden, dass sich zum Neujahrsfest zehn Personen treffen dürfen, aber: „Die Ferien dürfen nicht zum Risiko werden“.

Die Maßnahmen an den Hotspots müsse man nun konsequent anwenden, der Schwerpunkt soll laut Söder auf den Alten- und Pflegeheimen liegen.

11.39 Uhr: Es kann losgehen, die Hauptakteure sind da. Nur noch technische Probleme verhindern jetzt den Beginn der Pressekonferenz.

Söder im Corona-Hotspot Passau: Lockdown-Maßnahmen reichen ihm nicht - Statement live

11.35 Uhr: Offenbar gab es reichlich Gesprächsbedarf. Der Ministerpräsident ist derzeit noch nicht in Sicht.

Update vom 3. Dezember, 11.20 Uhr: In wenigen Minuten tritt Söder in Passau vor die Kameras. Neben der Pandemie-Entwicklung in der Drei-Flüsse-Stadt wird der Ministerpräsident gewiss auch das „große Ganze“ beleuchten. Der Osten Niederbayerns gehört bundesweit zu den am stärksten betroffenen Gebieten.

Update vom 3. Dezember, 9.26 Uhr: Nach der gestrigen Zusammenkunft in Berlin hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder über eine „Halbschlaf“-Taktik geklagt. Die bislang verabschiedeten Maßnahmen zum Corona-Lockdown genügen ihm offenbar nicht. Legt der CSU-Chef heute beim Besuch des Pandemie-Hotspots Passau nach? Für 11.30 Uhr ist ein Söder-Statement angekündigt, das wir im Live-Ticker begleiten werden.

Update vom 3. Dezember, 7.45 Uhr: Vor allem Kanzlerin Merkel, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) haben bei der gestrigen Schalte offenbar für eine Verlängerung des Teil-Lockdowns bis einschließlich 10. Januar plädiert, wie die Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

Laschet wurde aus der Runde mit den Worten zitiert: „Wir sorgen für Klarheit.“ Am 4. Januar wollen Bund und Länder dann darüber beraten, wie es anschließend weitergehen soll.

Armin Laschet warb für eine Lockdown-Verlängerung.

Update vom 3. Dezember, 6.37 Uhr: Gemeinsam mit Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek besucht Ministerpräsident Markus Söder am Donnerstag heute ab 10 Uhr den größten bayerischen Corona-Hotspot: Passau. Vor Ort wollen sich die beiden CSU-Politiker ein Bild über die aktuelle Lage in der besonders betroffenen niederbayerischen Stadt und der umliegenden Grenzregion machen. Geplant sind dazu auch Gespräche mit Bürgermeistern und Landräten aus der Gegend.

In Passau ist die Lage seit Tagen besonders dramatisch. Die 7-Tage-Inzidenz lag hier in den vergangenen Tagen teils bundesweit am höchsten. Am Mittwoch (Stand 08.00 Uhr) bezifferte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) die Inzidenz mit 482,9.

Merkel-Gipfel zu Corona: Söder will weitere Verschärfungen

Update vom 2. Dezember, 20.16 Uhr: Jetzt ist Bayerns Ministerpräsident Markus Söder an der Reihe. Er wird ungewohnt emotional und spricht über schlimme Zustände etwa in Seniorenheimen. „Dort sterben täglich Menschen“, so der CSU-Politiker. Deshalb sei es notwendig und wichtig den Lockdown zu verlängern. Allerdings stellt er auch in Aussicht, dass die Regeln noch verschärft werden könnten. „Die Frage ist, ob wir das Land die ganze Zeit in dieser Art von Halbschlaf halten können - oder
ob wir nicht irgendwann noch mal überlegen müssen, an einigen Stellen sehr deutlich und konsequent tiefer heranzugehen“, so der Ministerpräsident.

Man müsse etwa die Hotspots genau betrachten. Außerdem müsse man die Hoch-Risikogruppen besser schützen. Irgendwann werde man überlegen müssen, die Maßnahmen an einigen Stellen noch zu vertiefen, so Söder. Man werde sich die Frage stellen müssen, ob es nicht besser sei für kurze Zeit härter durchzugreifen als länger halbkonsequent, so Söder. Man dürfe sich nicht scheuen „sehr konsequent zu sein“.

Neben den vulnerablen Gruppen müsse man besonderen Fokus auf die Familien legen. Gerade die Kinder, wie auch die Eltern würden besonders unter den aktuellen Maßnahmen leiden.

Corona-Paukenschlag: Merkel verkündet Lockdown-Verlängerung

Update vom 2. Dezember, 20.04 Uhr: Endlich geht es los. Kanzlerin Merkel tritt vor die Kameras. Man habe heute auch über die Corona-Krise gesprochen. Das Ziel sei es weiterhin unter die 7-Tage-Inzidenz von 50 zu kommen. Davon sei man „weit entfernt“. Auch die hohe Zahl an Todesfällen besorgt die Kanzlerin.

Die aktuellen Regeln in den Ländern werden nun bis zum 10. Januar verlängert - abgesehen von den Lockerungen über die Feiertage. Wenn das Infektionsgeschehen so weitergehe, werden sich Bund und Länder am 4. Januar wieder treffen, um über weitere Maßnahmen zu sprechen.

Auch über die Corona-Impfungen habe man gesprochen. Ein Impfstoff könnte schon Ende Dezember kommen. Deshalb sei es wichtig, dass man vorbereitet sei, um den Stoff dann auch schnellstmöglich den Bürgern zur Verfügung stellen zu können.

Update vom 2. Dezember, 17.36 Uhr: Kanzlerin Merkel lässt weiter auf sich warten. Unterdessen hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder schon sein nächstes Corona-Statement angekündigt. Söder besucht am Donnerstag den Corona-Super-Hotspot Passau. Er will sich offenbar einen Eindruck von der Lage vor Ort verschaffen. Seit Samstag gelten in der Drei-Flüsse-Stadt Ausgangsbeschränkungen. Um 11.30 Uhr ist ein Söder-Statement geplant.

Update vom 2. Dezember, 17.13 Uhr: Offenbar verzögert sich die für 17 Uhr angekündigte Pressekonferenz von Angela Merkel einmal mehr um einige Minuten.

Update vom 2. Dezember, 16.06 Uhr: Bund und Länder scheinen womöglich Hotels und Gastronomie länger geschlossen halten zu wollen als bisher geplant. Das berichten mehrere Medien unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Reuters. Demnach könnte die Schließung bis 10. Januar verlängert werden.

Corona: Paukenschlag vor Merkel-Gipfel - Hotels und Gastronomie noch länger geschlossen?

Dieser Schritt soll dann Mitte des Monats beschlossen werden. Bisher gelten die Regeln im Teil-Lockdown nur bis 20. Dezember. Ursprünglich wollte man sich an diesem Mittwoch bei der Ministerpräsidentenkonferenz nicht auf neue Beschlüsse festlegen, wie Merkel-Sprecher Seibert im Vorfeld meinte.

Trauriges Corona-Update aus München - obwohl Inzidenz leicht zurückgeht

Update vom 2. Dezember, 15.31 Uhr: Die 7-Tage-Inzidenz in München ist leicht gesunken. Heute liegt sie bei 178,4 (Vortag 183,1). Ab einem Wert von 300 müsste die Stadt weitere Beschränkungen (wie jüngst etwa in Nürnberg geschehen) erlassen. Zu insgesamt 410 Neu-Infizierten gesellen sich leider auch 13 weitere Todesfälle, wie die Stadt bekanntgab.

Update vom 2. Dezember, 13.34 Uhr: Eine bislang nicht beobachtete Form der Corona-Infektion ist auch in München nachgewiesen worden. Ein Experte schätzt die Lage ein.

Update vom 2. Dezember, 9.57 Uhr: Diesen Ausflug hätte er sich wohl lieber gespart. Polizisten griffen einen 22-Jährigen am Hauptbahnhof München auf - und isolierten ihn umgehend. Zuvor hatten die Beamten ermittelt, dass für den jungen Mann ein positiver Corona-Befund vorliegt.

München: Regierungsbefragung zur Corona-Krise - Söder fehlt

Update vom 1. Dezember, 19.44 Uhr: Premiere im bayerischen Landtag in München: Am Mittwoch steht hier erstmals die wöchentliche Regierungsbefragung zur Corona-Krise an. Der Ablauf: Zu Beginn der Sitzung können die Abgeordneten den Mitgliedern der Staatsregierung Fragen zum Themenfeld Corona stellen. Jede Fraktion soll unter Berücksichtigung ihrer Redezeit bis zu zwei Fragen und Nachfragen an zuvor ausgewählte Ressorts stellen können.

Konkret geplant ist die Befragung der Kultus-, Wissenschaft-, Wirtschaft- und Gesundheitsministerien. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wird bei dieser Neuheit in Landtag nicht mit dabei sein. Er hat zur selben Zeit bereits eine Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin in seinem Terminkalender stehen.

In letzter Zeit hab es von diversen Parteien immer wieder Kritik, dass das Mitspracherecht der Parlamente in der Anti-Corona-Politik zu gering sei. Die Kritik zeigte Wirkung: Vergangene Woche wurde die neue Fragerunde als wöchentliche Austauschmöglichkeit festgelegt.

Corona-Ausbruch im Klinikum Rechts der Isar: Mehrere Personen positiv getestet

Update 1. Dezember, 14.48 Uhr: Corona-Ausbruch im Uniklinikum rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM). Dort sind auf einer unfallchirurgischen Station mehrere Mitarbeiter und Patienten positiv auf das Virus getestet worden. Über die genaue Zahl machte das Klinikum zunächst keine Angaben. Auf der betroffenen Station werden vorerst keine neuen Patienten aufgenommen. Es sind allerdings auch weitere Bereiche des Universitätskrankenhauses betroffen. „In mehreren Bereichen des Klinikums wurden mögliche Kontaktpersonen auf das Virus getestet. Dabei stellten sich weitere Personen als Sars-CoV-2 infiziert heraus“, heißt es in einer Mitteilung des Klinikums. Um welche Abteilungen es geht, ließ die Pressestelle vorerst offen.

Als Reaktion auf die Ausbrüche verschärfte das Uniklinikum seine Maßnahmen zur Eindämmung des Virus. „Die getesteten Patient*innen werden so untergebracht, dass positiv und negativ Getestete voneinander isoliert sind“, so das Klinikum. In den betroffenen Bereichen müssen alle Mitarbeiter FFP2-Schutzmasken tragen. Darüber hinaus sind die Besuchsregelungen verschärft worden. Besuche seien nur noch in begründeten Ausnahmefällen möglich. Derzeit werden im Uniklinikum rechts der Isar nach eigenen Angaben 65 Covid-19-Patienten behandelt, 20 von ihnen auf der Intensivstation. (Dorita Plange, Andreas Beez)

Update 1. Dezember, 11.49 Uhr: In Bayerns zweitgrößter Stadt nach München, Nürnberg, wurde auf die rasant steigenden Corona-Zahlen reagiert. Die Stadt verhängt ab sofort eine Ausgangssbeschränkung. Weitere Maßnahmen sollen ab sofort bis zunächst zum 20. Dezember gelten, kündigte Oberbürgermeister Marcus König (CSU) am Dienstag an.

Nürnberger dürfen ihre Wohnung nur noch aus triftigem Grund verlassen, beispielsweise um zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gehen. „Bitte bleiben Sie, wo immer möglich Zuhause und das alleine“, so der Oberbürgermeister. Das Robert-Koch-Institut (RKI) vermeldete für die Franken-Metropole am Dienstag einen Inzidenzwert von 306,7.

Außerdem weitet die Stadt die Maskenpflicht und das Alkoholverbot in der Innenstadt aus. Ab dem 7. Dezember sollen Klassen ab der fünften Jahrgangsstufe geteilt und im Wechsel unterrichtet werden - mit Ausnahme von Förderschulen, schulvorbereitenden Einrichtungen und Abschlussklassen.

Corona: Nürnberg verhängt Ausgangssperre - Droht München ähnliches Szenario?

Update 1. Dezember, 9.34 Uhr: In München scheint sich der Wert der 7-Tage-Inzidenz auf einem einigermaßen stabilen Niveau einzupendeln. Laut Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) liegt er heute bei 183,1 (Vortag 181,1). Weitere Verschärfungen (ab einem Wert von 300) sind derzeit noch in weiter Ferne.

Update 1. Dezember, 6.36 Uhr: Mit lokal begrenzten Ausgangsbeschränkungen in besonders betroffenen Gebieten sollen in Bayern die weiterhin oft außer Kontrolle geratenen Corona-Infektionszahlen eingedämmt werden. Diese Maßnahme sieht die heute in Kraft getretene neunte Auflage der Infektionsschutzverordnung für den Freistaat vor - als eine von mehreren Maßnahmen, sobald in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die 7-Tage-Inzidenz über einem Wert von 300 liegt.

Corona: Neue Söder-Verordnung gilt ab heute - diese Regeln treten jetzt in Kraft

Dies ist aktuell (Stand Montag) in vier bayerischen Kommunen der Fall: In den Städten Passau, Nürnberg sowie den niederbayerischen Landkreisen Regen und Passau. München ist von einem solchen Schritt noch ein gutes Stück entfernt. Am gestrigen Montag lag der Inzidenzwert bei 181,1. In ähnlichen Regionen hatte er sich in den vergangenen Tagen eingependelt, die 200er-Marke zuletzt nicht überschritten.

Neben Ausgangsbeschränkungen sind bei einem Wert von über 300 Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen und Wechselunterricht an Schulen (bereits ab einer Inzidenz über 200) möglich. Weitere Dienstleistungsbetriebe könnten von Schließungen betroffen sein. Die neue Verordnung ist wesentlich strenger als die vorhergehenden. Sie gilt, unter Vorbehalt, nun zunächst bis 20. Dezember. Über die Feiertage werden im Freistaat, wie auch im Rest der Bundesrepublik, die Regeln insgesamt etwas gelockert.

Corona-News München: „Nochmal nachgeschärft“ - neue Söder-Verordnung tritt in Kraft

Gesundheits-Staatssekretär Klaus Holetschek verteidigt die neue Strategie.

„Wir haben aufgrund der aktuellen Infektionslage nochmal nachgeschärft: Ab einer Inzidenz von 300 muss die zuständige Kreisverwaltungsbehörde im Einvernehmen mit der jeweiligen Regierung tätig werden und auf eine Reihe strikterer Maßnahmen zurückgreifen“, ordnete Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (CSU) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur in München die Maßnahmen ein. „Wir handeln konsequent, weil die hohen Zahlen es dringend erfordern. Wer jetzt nicht entschlossen handelt, zahlt später einen hohen Preis.“

Corona in München: Söder bringt Lockdown-Verschärfungen ins Spiel - keine Silvester-Partys?

Update 30. November, 10.11 Uhr: Die für weitere Beschränkungen maßgebliche 7-Tage-Inzidenz ist in München wieder gestiegen. Laut Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) liegt diese heute bei 181,1 (Vortag: 171,8). Noch prekärer lesen sich die Werte im bayerischen Corona-Hotspot Passau. Hier gilt für Bürger nun eine strikte Ausgangsbeschränkung.

Ursprungsmeldung:

München/Berlin - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder stößt es sauer auf: Einige Bürger würden in der Corona-Pandemie immer wieder nach Schlupflöchern der geltenden Regelungen suchen.

„Mein Eindruck ist: Es suchen ja sehr viele immer wieder nach einer Paralleldiskussion“, erklärte der CSU-Chef am Sonntagabend (29. November) im ARD-Talk „Anne Will“. „Wenn wir uns jetzt mal darauf konzentrieren, wie wir so gut wie möglich die Zahlen senken und es so konsequent anwenden wie es nur geht, dann denke ich, ist Weihnachten entspannt.“

Corona: Partys an Silvester? Söder dämpft Hoffnungen - München-News

Größere Sorgenfalten als Weihnachten bereiteten ihm ohnehin Silvester und Skiaktivitäten. Ob die derzeit ausgesprochene „Zehn-Personen-Regel“ (mit der zumindest Partys im kleinen Freundeskreis möglich wären) auch für Neujahrsfeierlichkeiten gelten wird, könnte „heute keiner hundertprozentig sagen“, positionierte sich Söder.

In den kommenden zwei Wochen könne man erkennen, wie sich die Zahlen entwickeln. Eine Teil-Entwarnung könne man bereits jetzt geben. Es gebe kein exponentielles Wachstum mehr nach oben. Umgekehrt gebe es allerdings auch keine Abwärtsbewegung.

Corona in München: Söder deutet weitere Verschärfungen an - „im Zweifelsfall verlängern“

Weitere Verschärfungen seien dennoch nicht ausgeschlossen: „In den nächsten zwei Wochen müssen wir dann noch mal ein Update machen, wie wir stehen, und im Zweifelsfall aus dem Verlängern und Vertiefen ein Mehr an Vertiefen machen.“

Mit seiner Kritik an den „Schlupflöchern“ (erster Absatz) hatte Söder womöglich auch aktuelle Meldungen aus München im Blick. Dort war es am letzten November-Wochenende zu zahlreichen Anzeigen wegen Regelverstößen gekommen. Vornehmlich waren es unerlaubte Privatfeiern, die die Polizei ausrücken ließen. (lks/dpa)

Rubriklistenbild: © Armin Weigel/dpa

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