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Streik hat in München begonnen: U-Bahn und Tram fahren nicht - Busse nur sehr eingeschränkt - News-Ticker

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Corona-Pandemie in der Landeshauptstadt

Kein Alkohol mehr ab 22 Uhr: Münchner Wirte reagieren auf Verbot - einer schlägt gleich eine Änderung vor

Wegen des Coronavirus muss sich die Gastronomie auf neue Einschränkungen einstellen: Dazu gehört auch das Alkohol-Ausschankverbot. Wir haben mit Wirten aus München gesprochen.

  • München erlässt ab 14. Oktober ein Ausschankverbot für Alkohol (ab 22 Uhr).
  • Grund dafür sind die steigenden Corona-Infektionszahlen.
  • Gastwirte aus München äußern sich zu den Änderungen.

München - Wegen zu hoher Corona-Infektionszahlen verschärft München seine Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus. Den größten Einschnitt gibt es wohl in der Gastronomie: Ein generelles Ausschankverbot für Alkohol ab 22 Uhr gilt ab Mittwoch, den 14. Oktober.

Das Verbot zum Außer-Haus-Verkauf von Alkohol freitags und samstags ab 21 Uhr bleibt bestehen. Darüber hinaus bleibt auch der Alkoholkonsum im öffentlichen Raum (an den bekannten Hotspots wie Gärtnerplatz, Baldeplatz usw.) von 23 bis 6 Uhr verboten. Diese und weitere Coronavirus-Regeln gelten in München voraussichtlich bis zum 27. Oktober, 24 Uhr. Wir haben mit zwei Gastronomen aus München über das Thema gesprochen.

Neues Ausschankverbot für Alkohol in München - ab 22 Uhr bleibt der Zapfhahn trocken (Symbolbild).

Coronavirus in München sorgt für Alkohol-Ausschankverbot: Erst wird „gemeckert“ - dann hingenommen

„Am Anfang, am ersten und zweiten Tag wird noch gemeckert“, prognostiziert ein Mitarbeiter der Münchner Stubn. Am dritten und vierten Tag würden die meisten Gäste dann aber Bescheid wissen, dann würde es um das Thema wohl auch wieder ruhiger werden. Wirklich sinnvoll findet er das Verbot zum Alkoholausschank in dieser Form allerdings nicht.

Natürlich merke man so ab 22, 23 Uhr, wenn die Leute schon ein bisschen was getrunken hätten, dass sie „beim Aufstehen mal die Maske vergessen oder näher zusammenrücken, um zu kuscheln“ - allerdings würde ein allgemeines Verbot nur dafür sorgen, dass die Gäste von den Gasthäusern nach Hause abwandern. Dort allerdings gebe es keinen Mindestabstand und niemanden mehr, der auf die Einhaltung der Corona-Regeln besteht.

Eine bessere Idee hat er deswegen auch: Wenn schon ein solches Verbot - dann auf freitags und samstags beschränkt, „wo viele Leute weggehen und Party machen.“ Dafür könne man dann unter der Woche alles so lassen, wie es ist.

Kein Alkohol ab 22 Uhr in München: Grund dafür ist Corona - so reagieren Wirte und Gastronomen

Der Wirt des Hofbräuhauses in München äußert sich zwar ähnlich zum Thema Alkohol-Ausschanksverbot - aber doch zurückhaltender: „Mit 22 Uhr kommen wir klar, wir wünschen uns aber, dass wir bald wieder länger aufhaben können.“ Gerade im Hinblick auf die steigenden Infektionszahlen müsse es Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus geben. Der Politik macht er keinen Vorwurf, denn „die machen auch nur ihren Job.“

Ein großes Lob spricht er den Gästen aus, die vor allem bei der Wirtshaus-Wiesn gezeigt hätten, dass sie hinter den Corona-Regeln stehen und diese auch befolgen: „Die Gäste sind sehr diszipliniert - Kompliment!“ Einen Grund für das wenige Gegrummel sieht er in der vergleichsweise ruhigen Atmosphäre der Wirtshaus-Wiesn im Gegensatz zur traditionellen Wiesn-Sause - dadurch sei die Maskenpflicht von vielen als „gar nicht mehr so störend“ empfunden worden. (jey)

Rubriklistenbild: © picture alliance/Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

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