Stadt stellt Impfmanagement um

München: Astrazeneca zunächst nur für Senioren - Lehrer und Erzieher erhalten Biontech

Ein Mitarbeiter zeigt die ersten verabreichten Ampullen mit den Corona-Impfstoffen von Astrazeneca (l) und Biontech/Pfizer, die Teil einer neuen COVID-19-Austellung im Science Museum sein werden.
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Die Corona-Impfstoffe von Astrazeneca (l.) und Biontech/Pfizer (r.) sorgen derzeit für Schlagzeilen. (Archivbild)

München stellt das Impfmanagement um. Astrazeneca wird ab kommender Woche zunächst nur in den 30 Alten- und Service-Zentren (ASZ) geimpft.

München - Lehrer und Erzieher, die im Isar Klinikum hätten geimpft werden sollen, werden ab kommender Woche das Vakzin von Biontech erhalten, sofern die Lieferungen wie versprochen eintreffen. Geplant waren 1000 Impfungen pro Tag.

Corona in München: Anstatt Astrazeneca - Lehrer und Erzieher bekommen Biontech-Impfung

Damit auch Astrazeneca in Riem weiter genutzt werden kann, muss zuerst die Software des Freistaates, das sogenannte BayIMCO, angepasst werden. Bisher kann das bei der Terminvergabe nämlich nicht nach Alter der Patienten differenzieren.

Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek (SPD) sagte am Mittwoch: „Leider ist es aktuell auch nicht möglich, im Impfzentrum eine Impfslotfreigabe manuell auf die Gruppe der Ü60 zu beschränken. Bis diese Umprogrammierung von BayIMCO erfolgt ist, können daher keine neuen Termine für AstraZeneca im System freigegeben und somit im Impfzentrum auch keine AstraZeneca-Impftermine vergeben werden. Das Bayerische Gesundheitsministerium hat auf Nachfrage aber bereits in Aussicht gestellt, dass die Umprogrammierung bis zum 2. April durchgeführt wird.“

Corona in München: Entscheidung bei Astrazeneca-Zweitimpfungen steht noch aus

Wie berichtet, hatte die Ständige Impfkommission (STIKO) empfohlen, Menschen unter 60 Jahren vorsorglich nicht mehr mit Astrazeneca zu impfen, da es zu starken Nebenwirkungen gekommen war. München hatte daraufhin das Impfen mit diesem Stoff vorsorglich ausgesetzt. Das betrifft vor allem die rund 30 000 Lehrer und Erzieher, die im Isar Klinikum mit Astrazeneca hätten geimpft werden sollen.

Bisher haben 2000 Lehrer und Erzieher Astrazeneca erhalten sowie 23 400 andere Personen. 12 400 Dosen erhielten die Kliniken. Zweitimpfungen stehen in München* erst ab Mitte Mai an. Die STIKO will bis Ende April entscheiden, wie hier mit Zweitimpfungen bei Unter-60-Jährigen verfahren werden soll. (Von Sascha Karowski) *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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