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DFB-Pokal: Viertelfinale abgesagt! Corona-Fälle bei Überraschungs-Team verhindern historisches Spiel

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News-Ticker aus der Landeshauptstadt

Verdacht auf Corona-Mutation: Ausbruch bei Münchner Stadtsparkasse bestätigt - mehrere Mitarbeiter infiziert

Bei der Stadtsparkasse in München ist es offenbar zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Einige Mitarbeiter könnten sich mit einer Virus-Mutation infiziert haben.

  • Corona-Ausbruch bei der Münchner Stadtsparkasse: Einige Mitarbeiter haben sich offenbar mit der britischen Mutante B.1.1.7 infiziert (Update vom 16. Februar, 18.48 Uhr).
  • Die Stadt München erreicht derzeit einen Inzidenzwert von 34,4. (siehe Update vom 16. Februar, 10.04 Uhr)
  • Dieser Ticker wirt fortlaufend aktualisiert.

+++ An dieser Stelle beenden wir unseren News-Ticker. Über die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie in München halten wir Sie ab sofort hier auf dem Laufenden. +++

Update vom 17. Februar, 7.08 Uhr: In München sinkt die 7-Tage-Inzidenz auf unter 35. Doch die Politik ist sich bei der Öffnungsstrategie alles andere als einig.

Verdacht auf Corona-Mutation: Ausbruch bei Münchner Stadtsparkasse bestätigt - mehrere Mitarbeiter infiziert

Update vom 16. Februar, 18.48 Uhr: Bei der Stadtsparkasse München ist es offenbar zu einem Corona-Ausbruch gekommen. 21 Callcenter-Mitarbeiter seien positiv getestet worden, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Bei mindestens sechs Betroffenen bestehe der Verdacht, dass sie sich mit der britischen Virus-Mutation B.1.1.7 infiziert haben könnten. Eine Bestätigung durch eine Genomsequenzierung gibt es noch nicht. Ein Unternehmenssprecher hat dies bestätigt, auch dem städtischen Gesundheitsreferat ist die Lage bekannt.

Mehrere Callcenter-Mitarbeiter bei der Stadtsparkasse München haben sich mit dem Coronavirus infiziert.

Die betroffenen Callcenter-Mitarbeiter sind laut des Berichts in Großraumbüros in der Ungererstraße untergebracht. Abstandsregeln würden dort eingehalten, hieß es. Auch Masken habe man an die Belegschaft, die im Laufe der Pandemie bereits auf zwei weitere Standorte verteilt worden sei, ausgegeben. Wie das Virus in den Betrieb gelangen konnte, ist bislang unklar.

Corona: Aiwanger fordert Öffnungen - nicht nur auf „Star-Virologen in ihren Labors“ hören

Update vom 16. Februar, 15.48 Uhr: Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat sich im Bayerischen Fernsehen zur aktuellen Corona-Lage geäußert. Dabei forderte er, „um Ostern herum“ Gastronomie, Handel und Hotellerie“ wieder zu öffnen: „Wir können nicht für immer schließen, und die Menschen bleiben ja auch nicht brav zuhause im Bett, wenn alles zu ist, sondern infizieren sich dann eben daheim,“ so Aiwanger. Weiter betonte er, dass man nicht immer nur auf die „Star-Virologen in ihren Labors“ hören sollte , die Maßnahmen bis hin zu „Zero Covid“ diskutierten, während die Betriebe Pleite gingen.

Wichtig sei eine Abwägung zwischen Wirtschaft, Virologie und Psychologie. Aiwanger sehe nicht, wieso Menschen ihre Maß Bier um Ostern herum im Biergarten nicht trinken sollten dürften, schließlich habe man Hygienekonzepte, Abstandsregeln und FFP2-Masken.

Update vom 16. Februar, 12.40 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will an diesem Freitag an einer Videokonferenz mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und allen bayerischen Landräten und Oberbürgermeistern teilnehmen. Im Zentrum soll der weitere Kampf gegen das Coronavirus stehen. Das kündigte Söder am Dienstag an. „Es geht darum, die aktuelle Lage zu erörtern, die Situation der Mutationen und wie es weitergehen kann“, sagte er der dpa. Wichtig sei es, die Bedürfnisse auf kommunaler Basis auszutauschen. Klar sei, dass dort, wo Inzidenzen sehr niedrig seien, der Wunsch nach Lockerungen groß sei, so Söder weiter.

Corona-Lockdown: Merkel und Söder mit Video-Konferenz zur bayerischen Lage - Lockerungen möglich?

Söder rechnet nach eigenen Worten mit einer offenen Debatte - zumal etwa unter den Landräten einige sind, die auf schnellere Lockerungen des Lockdowns drängen. „Es soll ein offener Meinungsaustausch werden“, sagte er. „Denn es ist doch selbstverständlich, dass alle Meinungen gewichtet werden müssen.“ Er sehe darin, wenn jemand andere Meinungen vertrete, auch keinen Angriff. „Es ist doch logisch, dass jemand, der in seinem Bereich niedrigere Inzidenzwerte hat, sich natürlich mehr Freiheiten wünscht als jemand mit höheren Werten. Das muss man aber eben alles abwägen und in ein Gesamtkonzept bringen. Es bleibt immer ein Abwägungsprozess, und es geht immer in Schritten.“

Update vom 16. Februar, 10.52 Uhr: Ab dem 1. März sollen Bürger kostenlose Corona-Schnelltests erhalten. Das verkündete Gesundheitsminister Jens Spahn via Twitter.
„Ab 1. März sollen alle Bürger kostenlos von geschultem Personal mit Antigen-Schnelltests getestet werden können. Sie sind mittlerweile ausreichend am Markt verfügbar. Die Kommunen können ihre Testzentren oder Apotheken mit solchen Angeboten beauftragen“, so Spahn. Demnach sollen Testzentren und Apotheken vor Ort mit den Tests versorgt werden.

Corona: München-Inzidenz sinkt weiter - Stadt unterschreitet Ziel-Wert

Update vom 16. Februar, 10.04 Uhr: Die wichtige 7-Tage-Inzidenz in München sinkt weiter. Den aktuellsten Daten des RKI nach (Stand 16. Februar) liegt der Wert für München bei nun 34.4. Damit liegt München unter der Ziel-Inzidenz von 35, die als Richtwert für weitere Lockerungen ausgegeben wurde (siehe Update vom 15. Februar, 16.50 Uhr). Deutschlandweit liegt der Wert laut Datensatz des RKI bei 58.7.

Update vom 16. Februar, 9.26 Uhr: CSU-Chef Markus Söder hält in seiner Corona-Politik weiter am Weg der Vorsicht fest. Erst zuletzt hatte er gar die „No-Covid“-Strategie im heute journal des ZDF gelobt. Diese Strategie besagt, man müsse so lange die richtigen Maßnahmen anwenden, bis die Inzidenz auf null gesenkt sei. Der nun bis 7. März verlängerte Lockdown sieht vor, die bundesweite Inzidenz auf unter 35 zu senken - erst dann seien Lockerungen möglich. Der neue CDU-Chef und Ministerpräsident von Nordrhein Westfalen, Armin Laschet, überraschte jetzt mit einer Aussage, die sich klar gegen die Politik von Söder und auch Kanzlerin Merkel richtet.

Corona-Lockdown: Attacke gegen Merkel und Söder? CDU-Chef Laschet kritisiert Lockdown scharf

„Populär ist glaube ich immer noch die Haltung, alles verbieten, streng sein, die Bürger behandeln wie unmündige Kinder“, sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident beim digitalen Neujahrsempfang des baden-württembergischen Landesverbands des CDU-Wirtschaftsrats. Um dann ganz konkret zu werden: „Man kann nicht immer neue Grenzwerte erfinden, um zu verhindern, dass Leben wieder stattfindet“, sagte er. „Wir können unser ganzes Leben nicht nur an Inzidenzwerten abmessen.“ Man müsse auch auf die Schäden schauen, die in Gesellschaft und Wirtschaft passieren, so Laschet.

Corona: Gastro, Einzelhandel, Kultur - Münchens OB Reiter spricht von Lockerungen

Update vom 15. Februar, 16.50 Uhr: Münchens OB Dieter Reiter (SPD) hat sich in Anbetracht des positiven Corona-Trends in München zu Lockerungen geäußert. „Wir sind in München bei einer 7-Tages-Inzidenz von knapp über 35. Sollte sich der Trend weiter fortsetzen und die Zahl der Neuinfektionen stabil niedrig bleiben, muss man über weitere Lockerungen nachdenken,“ so der OB am Montagnachmittag.

Reiter hatte in einem Gespräch mit CSU-Chef Söder vergangene Woche bereits über eine mögliche Öffnungsstrategie gesprochen. Dabei soll es um die Öffnung des Einzelhandels, der Gastronomie oder von Kultureinrichtungen und im Breitensport gegangen sein. Sollten die Zahlen - wie derzeit in München - weiter so deutlich zurückgehen, müssten Öffnungsschritte „dringend auf die Tagesordnung der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz Anfang März“, so Reiter.

Weiter sagte Reiter, dass gerade in der Gastronomie, Kultur und im Einzelhandel weitreichende Hygiene-Konzepte erfolgreich umgesetzt worden seien, daher sei aus seiner Sicht eine Öffnung in diesen Bereichen „verhältnismäßig“.

Erstmeldung vom 15. Februar 2021

München - Vergangenen Mittwoch (10. März) wurde entschieden: Der Corona-Lockdown wird verlängert. Überraschend dazu verkündete Kanzlerin Merkel (CDU) einen neuen Richtwert für Lockerungen. Erst ab einer Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen seien solche möglich. Die Prämisse überraschte besonders deshalb, da in vorherigen Runden die Ziel-Marke stets bei einer Inzidenz von 50 gesetzt wurde.

Nun sinken in Deutschland die Zahlen seit Wochen, die bundesweite Inzidenz liegt aktuell bei 58,9 (RKI: Stand 15. Februar). In München liegt sie gar bei 36,9. CSU-Chef Markus Söder erklärte in der ZDF-Sendung „Anne Will“ am Sonntagabend, 14. Februar, einmal mehr den Plan, der Lockerungen möglich machen soll - betonte jedoch auch, dass dieser nicht gesichert sei.

Corona-Lockdown: Söder erklärt Lockerungs-Strategie bei Anne Will (ZDF) - „sehr schnell, sehr rasch“

Angesprochen auf die Frage, wie es mit Lockerungen weitergehe, präsentierte der Bayerische Ministerpräsident zwei Optionen, die möglich seien. Sollten die Fallzahlen weiter nach unten gehen und damit die Ziel-Inzidenz von 35 erreicht werden, werde es „sehr schnell, sehr rasch Lockerungen geben, selbstverständlich“, so Söder. Dies sei aber von einem wesentlichen Punkt abhängig: Der Virus-Mutationen. Denn sollten diese im Infektions-Geschehen voll durchschlagen, müsse man sich von ersterem deutlich distanzieren. Nun sei es wichtig „Geduld zu haben“, und die Zeit bis zum 7. März abzuwarten, so der CSU-Chef. Der 7. März ist für einen weiteren Bund-Länder-Gipfel in Söders Kalender blockiert. Hier wollen die Ministerpäsident:innen gemeinsam mit der Kanzlerin dann entscheiden, wie es in Deutschland weitergeht.

Corona: Kein Urlaub an Ostern? Söder bremst Kretschmer-Ansage - „Würde mich jetzt nicht trauen ...“

Für Unmut hatte am Wochenende Michael Kretschmer (CDU), gesorgt. Der sächsische Ministerpräsident hatte einem Osterurlaub in diesem Jahr eine Absage erteilt. Er sei ein Freund davon „ehrlich zu sein“, so Kretschmer. Es sei in diesem Jahr nicht möglich, bereits in den Osterferien wieder in den Urlaub zu fahren, da es weiterhin darum gehen, Mobilität und Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren. CSU-Chef Söder distanzierte sich bei Anne Will von dem harschen Urlaubs-Verbot: „Ich würde mich jetzt nicht trauen, eine abschließende Prognose darüber abzugeben, was an Ostern stattfindet und was nicht. Das finde ich am heutigen Tag nicht wirklich klug“, sagt er. Wie für weitere Lockerungen um gesellschaftlichen Leben, gilt auch für eine Planung der Osterferien in diesem Jahr: Erst im nächsten Bund-Länder-Gipfel kann man wohl mit weiteren Entscheidungen rechnen.

Rubriklistenbild: © Klaus Haag

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