Bis zu 1200 Beamte im Einsatz

Corona-Ausgangssperre in München: Bis zu 1200 Polizisten im Einsatz - so kontrollieren die Beamten

München hat in der Corona-Pandemie nun eine Ausgangssperre. Halten sich die Menschen an sie? Die Polizei präsentiert eine erste Bilanz.

  • Wegen der hohen Corona-Inzidenz kontrolliert die Polizei in München die Ausgangssperre.
  • Ihr weiteres Vorgehen will sie vom Infektionsgeschehen abhängig machen - womöglich schon am Wochenende.
  • Hier finden Sie die Corona-News aus Bayern. Außerdem bieten wir Ihnen in einer Karte die aktuellen Fallzahlen im Freistaat.

München - Der U-Bahnhof* Fraunhoferstraße: menschenleer. Am Stachus blinkt eine Reklametafel, ohne dass jemand da wäre, der hinschauen könnte. Und auch der Gärtnerplatz ist verwaist. Seit Mittwoch herrscht nächtliche Ausgangssperre in München – ab 21 Uhr darf man nur noch aus besonderen Gründen vor die Tür (etwa Job oder Gassigehen mit dem Hund). Folge: leere Straßen am Abend, Geisterstimmung in der Großstadt!

Die steigenden Corona*-Zahlen ließen der Politik keine Wahl: In München* liegt der Inzidenzwert seit Montag über 200. Und er steigt weiter. Deshalb wurden die Corona-Regeln* verschärft: Bis fünf Uhr morgens herrscht jeweils Ausgangssperre.

Als Partymeile ist der Gärtnerplatz berüchtigt – jetzt ist er verwaist.

Corona in München: Polizei zieht erste Bilanz der Ausgangssperre

Viel Arbeit bedeutet das für die Polizei, die das alles kontrollieren muss. 1000 Beamte des Präsidiums sind zeitgleich im Dienst. Sprecher Sven Müller zog gestern erste Bilanz: „Im Zeitraum der Ausgangssperre wurden 135 Kontrollen wegen möglichen Verstößen gegen die Regeln durchgeführt, 21 Personen wurden jeweils einzeln wegen Verstößen angezeigt.“ Eine vergleichsweise ruhige erste Nacht – das war auch der Eindruck beim Rundgang der tz durch die Innenstadt: Alles still – und die wenigen Leute, die man trifft, können’s begründen.

Nach 21 Uhr war am Mittwoch kein Fahrgast mehr im U-Bahnhof Fraunhoferstraße zu sehen.

Ausgangssperre in München: Polizei fordert 200 Zusatz-Kräfte an

Aber: Das Polizeipräsidium* hat bis zu 200 zusätzliche Kräfte angefordert, um die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren. „Bei weiterem Bedarf kann nachgefordert werden“, sagt Polizeisprecher Werner Kraus. Das könnte schon am Wochenende der Fall sein – je nach Entwicklung der Lage. Grundsätzlich gelte: „Unsere Beamten sind verstärkt im Stadtgebiet unterwegs, um Präsenz zu zeigen.“ Aber nicht gezielt kontrollieren, sondern nur im Rahmen des normalen Streifendiensts. „Hinweisen gehen wir natürlich nach.“ *tz.de gehört zum Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

Licht am Ende des Tunnels: Der Corona-Impfstoff soll auch in Bayern in Kürze verfügbar sein. Ministerpräsident Söder und ein prominenter Gast informieren. Kurz darauf steht der nächste Merkel-Gipfel an.

Rubriklistenbild: © Achim Frank Schmidt

Mehr zum Thema:

Kommentare