Ministerium lenkt ein

Corona: Aufschrei um geplantes Verbot in Biergärten - „Dann sperren viele zu“

Coronavirus - Bayern: Biertische und Bänke stehen im noch geschlossen Biergarten am Chinesischen Turm hinter einer Absperrung
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München: In kleineren Biergärten sollen Trennwände für mehr Corona-Schutz sorgen. Das Gesundheitsministerium wollte sie aber verbieten.

Hin-und-Her in der Corona-Politik: Trennwände sollten verboten werden. Gaststättenbetreiber aus Bayern wandten sich direkt an das Ministerium.

München - Rolle rückwärts im Gesundheitsministerium. Vor wenigen Tagen erreichte die bayerischen Gastronomen eine Hiobsbotschaft: Die Plexiglas-Trennwände in der Außengastronomie sollen verboten werden! Das hätte geheißen, dass die Wirte noch weniger Tische anbieten dürfen, weil ihnen die Trennwände bislang erlaubten, den Mindestabstand von 1,50 Metern zu umgehen.

Corona: Aufschrei um geplantes Verbot in Biergärten - „Dann sperren viele zu“

Laut Kreisverwaltungsreferat München*, das für die Umsetzung des Verbots zuständig gewesen wäre, war ein Grund: „Wenn die Trennwände dazu führen, dass Tische wieder näher aneinandergerückt werden, werden sich mehr Personen im Außenbereich aufhalten als bei der konsequenten Einhaltung des Abstands.“ Dies führe „zu mehr Situationen, in denen der Mindestabstand* kurzfristig unterschritten wird.“

Der Aufschrei unter den Wirten war groß: „Da ist irgendwann Schluss mit lustig. Das Geschäft ist derzeit ohnehin nicht rentabel – aber wenn man noch weniger Tische hat, dann sperren viele zu“, sagte Gregor Lemke, Sprecher der Innenstadtwirte.

Corona: Trennwände in Außengastronomie bleiben wohl doch erlaubt - Ministerium reagiert auf Aufschrei

Nun kommt es doch nicht so weit, wie Frank-Ulrich John vom Hotel- und Gaststättenverband Bayern gestern unserer Zeitung sagte: „Wir haben uns sofort nach der Mitteilung an das Ministerium gewandt – und heute (Dienstag, 18. Mai) die Nachricht erhalten, dass das Verbot doch nicht kommt. Wir sind sehr erleichtert!“ (nba) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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