Retter sagen Danke

Wegen Corona: Münchner Feuerwehr „rettet“ mal ganz anders - und erzeugt „Gänsehaut“

Wegen Corona: Münchner Feuerwehr „rettet“ mal ganz anders - und erzeugt „Gänsehaut“
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Als Retter in der Coronakrise probiert sich die Berufsfeuerwehr München - auch, wenn es um die gute Laune geht.

Alphorn, Gitarre und gespitzte Lippen: Die Münchner Feuerwehr greift in der Corona-Krise zu ungewohnten Rettungsmaßnahmen. Das kommt gut an.

  • Das Coronavirus greift in Bayern und München weiter um sich.
  • Gerade die Münchner müssen zurücknehmen - von Oktoberfest bis Konzerten, zuhause bleiben ist angesagt*.
  • Die Berufsfeuerwehr München versucht angesichts dessen die Münchner aufzuheitern. „Minga, bleib happy!“ fordern die Retter.

München - Die Corona-Krise hat auch für die Münchner viele bittere Aspekte: Tausende erkrankte Menschen, knapp 200 Todesfälle (Stand 7. Mai) sprechen für sich. Und natürlich treffen auch die wochenlangen Ausgangsbeschränkungen viele Menschen hart und tun das auch weiterhin, vom Kita-Kind bis zum Seniorenheim-Bewohner.

München in der Corona-Krise: Feuerwehr sagt Danke

Angesichts der schweren Tage versucht sich die Münchner Feuerwehr nun einmal als „Retter“ der anderen Art: Auf Youtube haben die Einsatzkräfte einen Song für ihr „Minga“ online gestellt. Als Aufheiterung für die Bewohner der Stadt, aber auch als „Dankeschön“, wie die Feuerwehrler betonen.

„Danke, dass wir alle so gut es eben ging an einem Strang gezogen haben. Danke, dass wir daheim geblieben sind“, heißt es im Text zum Video. Verbunden sei damit auch der Wunsch, „dass wir - egal, was da noch auf uns zukommen mag - immer auch versuchen, ein bisschen fröhlich zu bleiben“. „Minga, bleib happy“ rufen die Helden des Alltags ihren Mitbürgern zu.

Coronavirus in München: „Talentierte Alphornbläser“ bei der Feuerwehr

Gut 40.000 Mal wurde der Feuerwehr-Song bis Donnerstagabend (7. Mai) auf Youtube abgerufen. Und tatsächlich bietet er neben schönen Aufnahmen aus luftiger Höhe auch ein paar lustige Highlights.

Zu sehen sind unter anderem die Feuerwachen 1 bis 10, die sich zum Mitpfeifen und -schnipsen aufgestellt haben. Abgerundet wird der Ausflug ins Musikalische mit einem besonderen Bild: Eine Gruppe außergewöhnlicher Musikanten am Fuße der Bavaria. „Was wir bisher auch nicht wussten: Dass es bei der Münchner Berufsfeuerwehr eine ganze Menge talentierter Alphornbläser gibt“, schreibt die Feuerwehr dazu.

Der S-Bahnhof Riem sollte seit knapp einem Jahr barrierefrei sein. Doch wegen diverser Patzer zieht sich das Projekt. Frühestens 2024 wird es abgeschlossen sein. Das ruft heftige Kritik hervor.

München leidet unter Corona - Feuerwehr macht Mut: „Boid derf ma wieda olles macha“

Abzuwarten bleibt allerdings, ob es tatsächlich so kommt, wie es im optimistischen Songtext heißt: „Die Kurve wird nun immer flacher, boid derf ma wieda olles macha“. Und auch so klar, wie es im Lied beschrieben wird - „Menschenleer ist unsere Stadt, koana der im Englischen Garten flackt“ - war die Lage in den Münchner Parks wohl nicht immer. 

Zuspitzung ist in der Kunst aber erlaubt. Bei den Kommentatoren kommt der Clip gut an. „Wow, danke für den guten Gute-Laune-Song... Da sieht man mal wieder, dass München einfach klasse ist“, freut sich etwa ein Zuhörer. „Dieses Lied braucht viel mehr Aufmerksamkeit! Gänsehaut!“, lobt ein anderer.

Aktuell debattiert wird in der Stadt unterdessen der nächste mögliche Massen-Ansturm. Im Frühherbst 2021 könnte es soweit sein. Die Gastronomie leidet allerdings vorerst weiter.

fn

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