Bis Ende August keine Veranstaltungen erlaubt

Corona-Krise in München: Kein Schwimmen in der Isar möglich? So steht es um die Badesaison

Darauf müssen wir in diesem Jahr womöglich verzichten: Wegen der Corona-Pandemie dürfen die Freibäder wohl nicht so bald öffnen.
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Darauf müssen wir in diesem Jahr womöglich verzichten: Wegen der Corona-Pandemie dürfen die Freibäder wohl nicht so bald öffnen.

Die Corona-Krise schränkt uns trotz schönstem Wetter merklich ein. Da stellt sich auch die Frage: Darf in diesem Jahr überhaupt öffentlich gebadet werden?

  • Der Corona-Krise fallen zahlreiche Veranstaltungen zum Opfer.
  • Darunter zählt womöglich auch die Freibad-Saison.
  • In Flüssen und Seen darf dagegen gebadet werden - unter Berücksichtigung der wichtigsten Corona-Regeln*.

München - Strahlender ­Sonnenschein, frühsommerliche Temperaturen. Immer mehr Menschen treibt es trotz Corona-Beschränkungen in die freie Natur. Aber was ist mit Schwimmen? In den Seen ist das prinzipiell erlaubt - mit Einschränkungen. Aber in den Schwimmbädern ist es verboten. Am 1. Mai würde in München eigentlich die Freibadsaison beginnen. Doch ob und wann die Freibäder öffnen, steht noch in den Sternen.

Corona-Krise in München So steht‘s um die Freibäder

Münchens Freibäder machen sich gerade für die Sommersaison fit, die üblicherweise am 1. Mai beginnt. Allerdings warten die städtischen Bäder auf den Startschuss. Die im März verhängte Schließung aller Schwimmbäder durch den Freistaat gilt nach wie vor. SWM-Bäderchefin Christine Kugler bittet um Verständnis, „dass die Bäder weiterhin geschlossen bleiben müssen“.

Ob sich an der bayernweiten Bäderschließung in absehbarer Zeit etwas ändert? „Die Frage, wann die aktuell geltenden rechtlichen Regelungen geändert werden können, wird anhand des jeweiligen Infektionsgeschehens entschieden“, so am Donnerstag ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministerums.

Corona-Krise in München: Badebetriebe werden als Veranstaltungen angesehen

Prinzipiell gilt in ganz Deutschland, dass Veranstaltungen bis 31. August verboten sind. In vielen Bundesländern wird Badebetrieb als Veranstaltung gesehen.

In den meisten Gemeinden stehen die Badbetreiber Gewehr bei Fuß, sind allzeit bereit, ihr Bad öffnen zu können. Anderenorts ist man ohne Hoffnung. Etwa in Freilassing wurde bereits beschlossen, das Freibad das ganze Jahr geschlossen zu lassen.

Corona-Krise in München: So steht‘s um die Seen

Einige Unverwüstliche treibt es schon zum Planschen in die Isar, die schon fast die 13-Grad-Marke geknackt hat. Der Feringasee schaffte am Donnerstag die 16-Grad-Marke, was für so manche Hartgesottene schon Badetemperatur ist. Das Schwimmen ist im Freistaat sogar ausdrücklich erlaubt, da es Sport an der frischen Luft ist, damit liegt ein triftiger Grund vor. „Das Schwimmen in Flüssen und Seen ist erlaubt, da es sich um natürliche Gewässer handelt“, so Martin Scholtysik, Sprecher der bayerischen Innenministeriums.

Und weiter: „Man kann sich danach zum Ausruhen am Ufer in die Sonne setzen.“ Die Frage ist, wie lang heißt: „zum Ausruhen?“ Scholtysik: „Da wird niemand mit der Stoppuhr neben Ihnen stehen.“ Auf eines sei allerdings zu achten: „Halten Sie Abstand zu anderen Menschen, die nicht zu Ihrem Haushalt gehören, und auch keine Gruppen bilden.“ Eine Person außerhalb des Haushalts darf jetzt dabei sein. Die Stege am Starnberger See bleiben weiterhin gesperrt.

Schon jetzt erlaubt: In Flüssen und Seen darf gebadet und anschließend gesonnt werden.

Was ist in München während der Corona-Krise erlaubt und was verboten? Wir klären auf. Der Bußgeldkatalog bei Verstößen gegen die Verordnungen hat es in sich. Wie würde eine Ausgangssperre unser Leben weiter einschränken?

Wo Sie sich in München testen lassen können und wie so ein Test abläuft, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

Nicht nur in der Corona-Krise drohen Gefahren an Badesee. Oft wird auch von einer Verunreinigung der Gewässer berichtet. Wovor sich Badende in Deutschland jedoch nicht fürchten müssen, sind die Folgen, die durch die Amöbe Naegleria fowleri hervorgerufen werden. In den USA gibt es jedoch immer wieder Berichte von Todesfällne. Ein Junge starb etwa nachdem in einem See gebadet hatte, weil sich der Killer-Parasit durch sein Gehirn gefressen hatte.

Johannes Welte

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