Münchner zeigen Risiko bei den Anlageformen

Haben Sie auch 8000 € übrig? Aktuelle Analyse zeigt, wie viel Geld die Münchner sparen

Corona zwingt so Manchen dazu, seinen Notgroschen zu bemühen. Eine aktuelle Studie zeigt nun, wie viel die Münchner auf die hohe Kante legen.

München - Für viele Menschen geht es in der Corona-Pandemie auch finanziell ans Eingemachte. Und mancher ist wohl froh, wenn er einen Notgroschen auf der Seite hat. Eine aktuelle Studie hat nun ergründet, wie Münchner* sparen. Eine Erkenntnis: Gut die Hälfte der Bevölkerung hat drei Netto-Monatsgehälter oder mehr auf der hohen Kante. In Zahlen ausgedrückt heißt das: mindestens 8500 Euro.

Zum Jahresende lohnt sich noch einmal ein Blick auf Einnahmen und Ausgaben: Was kann man sparen?

Die Analyse stammt von dem Meinungsforschungsinstitut Respondi im Auftrag der Online-Plattform WeltSparen. Doch natürlich ist bei Weitem nicht jeder in München flüssig. 15 Prozent der Befragten gaben an, bislang gar nichts angespart zu haben. Ein Drittel hat zwischen einem halben bis einem Monatsgehalt zur Seite gelegt. Im Vergleich der fünf wichtigsten deutschen Metropolen (Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt) liegt München damit vorne.

Eine Faustregel von Finanzexperten besagt, dass mindestens zehn Prozent des Nettogehalts monatlich gespart werden sollten. Das entspräche durchschnittlich 284 Euro für die Münchner. In der Realität schafft das nur jeder Dritte. Münchner liegen damit dennoch an der Spitze im Bundesvergleich. Aber auch in der bayerischen Landeshauptstadt sind laut der Analyse 20 Prozent der Bürger aktuell gar nicht in der Lage, auch nur einen Cent zu sparen. 22 Prozent der Befragten gaben an, weniger als fünf Prozent ihres Nettomonatsgehalts zur Seite zu legen, ein Viertel hat rund fünf bis zehn Prozent des Einkommens für den Notgroschen zur Verfügung.

Bei den Anlageformen zeigen sich die Münchner risikofreudig

Bei den Anlageformen zeigen sich die Münchner laut der Studie vergleichsweise risikofreudig: 27 Prozent investieren in Aktien, was weit über dem Großstadtdurchschnitt (22,5 Prozent) liegt. Beliebteste Geldanlage ist aber immer noch das Girokonto mit 46 Prozent, gefolgt vom Sparbuch mit 29 Prozent – trotz minimaler Rendite oder sogar Negativzinsen. Geld an der Börse – wie Fonds, ETFs und Aktien – legen durchschnittlich 20 Prozent der Münchner an.

Auch das Thema Altersvorsorge wurde abgefragt. 53 Prozent der Münchner sorgen hier zusätzlich vor. Davon gaben 27 Prozent an, eine betriebliche Altersvorsorge abgeschlossen zu haben, gefolgt von der Lebensversicherung mit 22 Prozent und der Riester-Rente mit 21 Prozent. Auf Wertpapiere setzen mit 18 Prozent überdurchschnittlich viele Münchner. Klaus Vick - *tz.de ist Teil des Ippen-Netzwerks.

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