Einige Münchner gingen leer aus

Ansturm und Frust über Gratis-Masken in Münchner Apotheken - „Habe mich über Art und Weise geärgert“

Die Aktion kommt gut an - zu gut. Weil der Ansturm auf die Gratis-FFP2-Masken zu groß ist, kommen die Apotheken-Mitarbeiter in Erklärungsnot - auch in München.

  • Das Gesundheitssystem ächzt unter der Corona*-Pandemie.
  • Für alte Menschen oder solche mit Vorerkrankung gibt es in Apotheken gratis FFP2-Masken.
  • In München gingen einige Kunden leer aus - das sorgte für Frust.
  • Verfolgen Sie das Corona-Geschehen in München in unserem aktuellen News-Ticker*.

München - Die Aktion der Regierung ist so erfolgreich, dass es Ärger gibt… Alle über 60-Jährigen sowie Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen bekommen seit Dienstag kostenlos drei FFP2-Masken pro Person in den Apotheken. Pro­blem: Da die Sache mit heißer Nadel gestrickt ist, lässt der Masken-Nachschub mancherorts auf sich warten. Das sorgt für Ärger bei manchen Kunden, die bisher leer ausgegangen sind.

So wie die Münchnerin Christine L. (73). Ihr Mann (77) wollte am Mittwoch, also am zweiten Tag der Gratis-Aktion, neben einem Medikament auch drei Masken in einer Apotheke abholen. „Man hat ihm dann nur eine gegeben – und es hieß, mehr habe man nicht“, berichtet die 73-Jährige. Als sie selbst sich später telefonisch erkundigte, wann sie ihre Masken abholen könne, habe man sie kurz angebunden abgewiesen und gesagt, es gebe keine kostenlosen Masken mehr. „Ich habe mich über die Art und Weise geärgert“, sagt Christine L.

Seit Dienstag erhalten Risikogruppen kostenlose FFP2-Masken bei den Apotheken - der Ansturm ist groß (Symbolbild).

„Es muss keiner Panik haben, dass er keine mehr bekommt“

Auch mehrere andere Münchner meldeten sich bei der tz: entweder weil sie mehrere Apotheken abklappern mussten, bis sie ihre Masken bekamen – oder weil sie die Informationen der Politiker unzureichend finden. Die Apotheker geben aber Entwarnung. Dr. Peter Sandmann, der in München vier Apotheken betreibt, beruhigt alle, die bisher keinen Gratis-Schutz ergattert haben. „Es muss keiner Panik haben, dass er keine mehr bekommt“, sagt er. Es gebe genug Masken auf dem Markt, nur komme man mit der Lieferung an alle Apotheken derzeit nicht hinterher.

Neben der Auslieferung der Weihnachtsgeschenke und Päckchen im Lockdown müssen zusätzlich die Masken zu den Apotheken gebracht werden“, erklärt er. Ebenso wie Thomas Metz, Sprecher des Bayerischen Apothekenverbands, empfiehlt Sandmann, sich bei seiner Stammapotheke zu erkundigen, ob Masken da sind, bevor man sich auf den Weg macht. Auch eine Lieferung nach Hause sei bei vielen Apotheken möglich. Laut Metz liegt der teils holprige Start an der kurzen Planungs-Vorlaufzeit für die Apotheken. Der erste Ausgabe-Zeitraum für die Gratis-Masken läuft bis 6. Januar, danach soll es Gutscheine der Krankenkassen geben. weg - *tz.de ist Teil des Ippen-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Fabian Strauch/dpa

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