6000 Dosen

Sonder-Impfaktion mit Astrazeneca war sofort ausgebucht: Diese Münchner bekamen den Stoff

Die Sonder-Impfaktion der Stadt ist ein voller Erfolg – und Geschwindigkeit war Trumpf für alle, die dabeisein wollten! Geimpfte berichten, wie sie sich nach dem erlösenden Pieks gegen Corona fühlen.

Am Freitag hatte die Stadt die Anmeldung für eine Extra-Aktion mit Astrazeneca* für alle Münchner über 60 Jahre freigeschaltet. Hintergrund: 6000 Dosen dieses Präparats durften in den Impfzentren* nicht mehr benutzt werden. Diese Spritzen gibt’s nun seit Samstag (und bis diesen Samstag) im Isar-Klinikum an der Sonnenstraße – und die Münchner stürzten sich drauf. Wenige Stunden nach Anmeldestart waren die ersten sechs Tage ausgebucht, die restlichen Termine waren bis Samstagmittag weg. „Das ging sehr flott“, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsreferats.

Corona: Impfungen in München - Sonder-Aktion ein voller Erfolg

Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek (SPD) freut sich sehr über die Nachfrage: „Das beweist, dass die Münchner eine große Impfbereitschaft haben.“ Dass bisher noch nicht mehr Menschen geimpft werden konnten, liege am begrenzten Angebot an Impfstoffen. „Ich hoffe sehr, dass wir bald mehr Impfdosen geliefert bekommen“, so Zurek. Allein im Impfzentrum Riem können jeden Tag bis zu 7000 Menschen immunisiert werden.

Impfaktion mit Astrazeneca in München: Nicola Tiggeler (61), Schauspielerin.

Corona: Impf-Aktion in München - Ganz problemlos

Ich bin mit Astrazeneca geimpft worden und habe keinerlei Bedenken. Davor hatte ich mich sehr gründlich ­informiert, alle Risiken und Vorteile ab­gewogen – und dann war für mich ganz klar, dass ich mich impfen lassen möchte, egal mit welchem Impfstoff. Und ich bin begeistert: Es war super organisiert, alles hat problemlos funktioniert, alle waren sehr freundlich und professionell. Ich bin froh, dass ich das Angebot gleich angenommen habe, jetzt ist ja schon alles ausgebucht… Nicola Tiggeler (61), Schauspielerin

Impfaktion mit Astrazeneca in München: Brigitte Wolfram und Robert Werodin.

Impf-Aktion in München: Gemeinsam gegen Corona

Wir waren gemeinsam beim Impfen. Es war super durchorganisiert, total problemlos. Wenn man Fragen gehabt hätte, war jemand da, um die zu beantworten. Wir sind überhaupt sehr froh, dass wir zu einer Impfung gekommen sind. Wir fühlen uns gut und erleichtert. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, sich impfen zu lassen, sowohl für einen persönlich als auch für die Allgemeinheit. Wir haben versucht, das ­Risiko abzuwägen – und für uns war die Gefahr, an ­Corona zu erkranken und möglicherweise auch noch andere anzustecken, höher als das Risiko der Impfung mit Astrazeneca. Brigitte Wolfram (63) und Robert Werodin (64)

Jürgen Seeliger (65).

Lässig und einfach

Es war ganz lässig, ohne Stress, alles war ganz einfach. Ich habe keine Beschwerden und finde es einfach nur gut, dass ich jetzt geimpft bin. Für mich war immer klar, dass ich mich impfen lasse, ich habe weder Bedenken wegen des Impfens als solchem noch wegen Astrazeneca. Anders geht’s ja nicht! Wir müssen irgendwann wieder da rauskommen. Die ganzen anderen Krankheiten wie beispielsweise die Pocken: Da ist es ja auch nur mit Impfen gegangen. Und genauso geht das für mich bei Corona* auch. Man muss sich impfen lassen! Jürgen Seeliger (65), im Ruhestand

Monika Schlitzer, Verlegerin

Wie am Schnürchen

Die Impfung war insgesamt sehr gut organisiert, alle waren sehr freundlich, alles hat geklappt wie am Schnürchen. Ich fühle mich jetzt ganz normal. Und: Ich bin sehr, sehr erleichtert. Hauptsache geimpft! Ich hatte nicht die geringsten Bedenken wegen Astrazeneca. Ich glaube den offiziellen Erkenntnissen, was das Risiko betrifft und habe keinen Grund, dem zu misstrauen. Ich habe mich mit Ärzten besprochen und habe wirklich keine Bedenken. Noch ein großes Lob an die Organisation hier! Monika Schlitzer, Verlegerin

Stefanie von Braunbehrens (65), Sekretärin.

Ich hatte Bedenken

Ich muss gestehen, dass ich schon ein ­bisschen Bedenken hatte, weil Astrazeneca zeitweise so verteufelt wurde. Hier werden ja quasi die „Reste“ verimpft. Aber jetzt bin ich trotzdem froh, dass ich mich entschlossen habe, einen Termin auszumachen. Mir hat es einfach schon zu lange gedauert. ­Zuerst hatte ich mit mir gerungen, aber dann hab ich mir gedacht: Ja, ich mach’s! Es hat ja sonst keinen Sinn, die Impfung ist das Einzige, was wir jetzt machen können. Stefanie von Braunbehrens (65), Sekretärin

Hans-Jürgen Dennemarck (67), Architekt.

Der Weg aus der Pandemie

Ich finde die ganze Diskussion um Astrazeneca und etwaige Bedenken Unsinn. Denn das ­Impfen hat bis jetzt noch immer etwas ­gebracht. Für mich ist das der einzig richtige Weg aus der Corona-Pandemie. Ich hatte mich schon seit längerem im Impfzentrum registriert, aber als ich von der 60+-Aktion gehört habe, habe ich mich gleich hier angemeldet. Je früher man drankommt, umso besser. Hans-Jürgen Dennemarck (67), Architekt. ast, mtw

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