Analyse aus großem Krankenhaus

Münchner Klinik: „Lage weiterhin ernst“ - Schwerere Corona-Verläufe und mehr Tote als im Frühjahr

Ein Patient am Beatmungsgerät.
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Ein Corona-Patient am Beatmungsgerät.

Im Kampf gegen Corona herrscht in Münchens Kliniken nach wie vor eine angespannte Lage. Mit Sorge beobachten Ärzte Unterschiede im Vergleich zur ersten Welle im Frühjahr.

  • Corona stellt die Münchner Kliniken weiterhin vor große Herausforderungen.
  • Ärzte sehen mehr schwere Verläufe als im Frühjahr.
  • Kliniksprecher: Die Kapazität der Intensivstationen ist entscheidend.

Corona in München: Bangen vor den Auswirkungen des Jahreswechsels

Das Helios Klinikum München* West gehört zu den großen Münchner Krankenhäusern, hier werden zahlreiche Corona-Patienten behandelt. „Auch wenn wir aktuell eine leichte Entspannung bei der Behandlung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten verzeichnen, ist die Lage weiterhin ernst“, sagte Klinikumssprecher Marten Deseyve unserer Redaktion. „Die Auswirkungen des Jahreswechsels werden wir in den Kliniken erst in den kommenden zwei Wochen sehen.“ Wie berichtet, befürchten Mediziner, dass sich die Zahl der Krankenhauseinlieferungen zeitverzögert deutlich erhöhen werden, weil sich über Weihnachten und Silvester vergleichsweise viele Menschen getroffen und angesteckt haben könnten.

Corona/München:„Kapazität der Intensivstationen wird entscheidend bleiben“

Bei der Behandlung der Covid-19-Opfer fällt den Klinikärzten aus dem Helios Klinikum München West ein besorgniserregender Trend auf: „Im Vergleich zu der Welle im Frühjahr 2020 beobachten wir derzeit einen häufig schwereren Verlauf der Erkrankung sowie eine höhere Sterblichkeit. Entscheidend wird daher die Kapazität auf den Intensivstationen bleiben“, so Kliniksprecher Deseyve.

Coronavirus in München: Kein Anlass zur Entwarnung

Zuvor hatten bereits die Ärztlichen Krankenhaus-Koordinatoren für München, Dr. Viktoria Bogner-Flatz und Dr. Dominik Hinzmann an die Münchner appelliert, ihren Beitrag zu leisten, das Gesundheitssystem in der Landeshauptstadt nicht zu überlasten: „Es gibt leider noch keinen Anlass dazu, von einer Entspannung zu sprechen oder gar Entwarnung zu geben.“

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