In der Spitze 200 Corona-Patienten

Operationen verschoben: So dramatisch war es wegen Corona in den München Kliniken

Ein Mitarbeiter auf der Intensivstation des Uniklinikums rechts der Isar überprüft die Medikamenten-Infusion eines Patienten.
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Ein Mitarbeiter auf der Intensivstation des Uniklinikums rechts der Isar überprüft die Medikamenten-Infusion eines Patienten.

Die München Klinik ist während der Corona-Hochphase an seine Kapazitätsgrenze gestoßen. Aktuell herrscht jedoch vorsichtiges Aufatmen.

München - In den fünf Häusern der München* Klinik mussten bisher rund 2700 Corona*-Patienten versorgt werden, davon 1724 im Jahr 2020. Dies geht aus einer Antwort der Geschäftsführung auf eine Stadtratsanfrage der Fraktion Linke/Die Partei hervor. Die Zahlen für 2020 im Einzelnen: Krankenhaus Schwabing: 736 Patienten, Harlaching 444, Bogenhausen: 338, Neuperlach: 203, Thalkirchner Straße: 3.

Zeitweise sei man an die Kapazitätsgrenzen gestoßen, heißt es von der München Klinik. So mussten während der ersten und zweiten Pandemie-Welle in der Spitze bis zu 200 Patienten gleichzeitig behandelt werden. Um diese versorgen zu können, wurden laut Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek (SPD) planbare Operationen und Aufnahmen verschoben. Wie die München Klinik mitteilt, sei jedoch die Versorgung von Notfällen und schwerst erkrankten Patienten immer gewährleistet gewesen.

Zahl der Corona-Patienten hat sich seit Mitte Mai sukzessive verringert

Aktuell muss die München Klinik keine anderen Versorgungsbereiche mehr zurückfahren. Die Zahl der Corona-Patienten hat sich seit Mitte Mai nämlich sukzessive verringert. So wurden am 20. Mai noch 52 Covid-19-Fälle versorgt (davon 25 auf der Intensivstation), am 1. Juni 34 (18 intensiv) und am 14. Juni 25 (11 intensiv). Mittlerweile liegen nur noch fünf Corona-Patienten in den fünf Krankenhäusern der München Klinik, davon zwei auf der Intensivstation, wie eine aktuelle Nachfrage unserer Zeitung ergab. „Damit das auch im Herbst so bleiben kann, sind eine hohe Impfgeschwindigkeit und eine sehr hohe Impfquote extrem wichtig“, erklärte eine Sprecherin.

In allen Münchner Krankenhäusern waren – Stand Montag – 29 Corona-Patienten gemeldet, davon 16 auf der Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz für München stieg am Montag laut RKI leicht von 25,7 auf 26,4. Die Impfquote, bezogen auf die Bevölkerung ab 18 Jahren, liegt derzeit bei 69,4 Prozent (Erstimpfungen) beziehungsweise 61,9 Prozent (Zweitimpfungen). KLAUS VICK *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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