News-Ticker für die Landeshauptstadt

Spontane Lockdown-Idee: Münchner Wirt spricht ungewöhnliche Einladung aus - „Bei mir stehen viele Räume leer“

Die Corona-Infektionszahlen in München steigen wieder. Nockherberg-Wirt Christian Schottenhamel hat eine ungewöhnliche Idee. Die Pandemie-News aus der Landeshauptstadt.

  • Die Corona-Fallzahlkurve bewegt sich zum ersten Mal seit Tagen wieder nach oben.
  • In München liegt die Reproduktionszahl aber immer noch bei 1.
  • Bayern hat über 1000 Schnelltest-Geräte und über eine Million Testkits geordert.
  • Nockherberg-Wirt Christian Schottenhamel hat seine Räume einer Schule angeboten.

Update vom 2. Januar, 20.10 Uhr: An dieser Stelle beenden wir die Berichterstattung in diesem News-Ticker. Über die offenbar schon beschlossene Lockdown-Verlängerung halten wir Sie ab sofort hier auf dem Laufenden.

Update vom 2. Januar, 14.38 Uhr: Der bekannte Nockherberg hat - wie die anderen Restaurants und Biergärten - im Zuge des Corona-Lockdowns geschlossen. Der riesige Saal, in dem der Starkbieranstich stattfindet und in normalen Zeiten das Jahr über viele, viele Menschen ihr Bier genießen, ist verwaist.

Das brachte Wirt Christian Schottenhamel auf eine ungewöhnliche Idee: Er hat die Räumlichkeiten dem nahegelegenen Maria-Theresia-Gymnasium als Klassenzimmer angeboten. „Die Schulen haben zu wenig Platz, um die notwendigen Abstände zum Corona-Schutz zu bieten. Bei mir stehen viele Räume leer“, erklärt er der Bild.

Blick in den Nockherberg-Saal beim Starkbierfest 2017 - inzwischen wurde der große Raum umgebaut.

Im Dezember hatte die Schule das Angebot eigentlich angenommen, wollte dem Bericht zufolge 100 Schüler dort unterbringen, doch dann kamen die Schulschließungen. Anfang Januar wolle die Schulleitung nun neu überlegen.

Der Münchner Gregor Abt hat zudem die Initiative „Schule im Hotel“ gegründet, um Unterricht möglicherweise in Hotel-Räume auszulagern. Das Schulreferat zeigt sich grundsätzlich offen und stehe „einem solchen Vorhaben grundsätzlich positiv gegenüber“, so eine Sprecherin.

Der Nockherberg-Saal wurde Anfang 2020 umgebaut - es gab eigentlich große Pläne, die von Corona erst mal durchkreuzt wurden.

Corona in München: Oberbürgermeister Reiter mit eindeutiger Aussage zur Wiesn 2021

Update vom 2. Januar, 10.51 Uhr: Wie geht es in München im Corona-Jahr 2021 weiter? Antworten darauf gab Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) im großen Interview mit der tz. Hier blickt Reiter voraus - und erklärt unter anderem, warum eine Wiesn nur ganz oder gar nicht stattfinden wird. „Ich kann mir keine Wiesn light vorstellen oder eine Wiesn, bei der ich Abstände einhalten soll“, stellt der Oberbürgermeister klar. „Da kann ich gleich eine Wiesn mit Alkoholverbot machen“.

Corona in München: Oberbürgermeister Reiter stellt klar: „Eine Wiesn light wird‘s nicht geben“

Wegen der Corona-Pandemie musste die Wiesn im vergangenen Jahr abgesagt werden. Ob es 2021 ein Oktoberfest gibt, ist offen. Spätestens im Juli müsste die Entscheidung fallen.

Update vom 1. Januar, 22.33 Uhr: Für die Sozialreferentin der Stadt München, Dorothee Schiwy, wirkt die Pandemie „wie ein Brennglas auf die Problematiken, die wir vorher auch schon in der Gesellschaft hatten“. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung sagte Schiwy, sie mache sich vor allem um die „älteren, vulnerablen Menschen, weil sie auf Hilfe, aber auch auf menschliche Kontakte angewiesen sind.“ In den Pflegeheimen entwickle sich die Situation „sehr bedenklich.“

Die Arbeitslosigkeit in der Stadt bereitet ihr ebenfalls Sorgen: „Die Lage wird mit fortschreitender Pandemie immer schwieriger, die Betriebe können ihre Mitarbeiter nicht mehr halten.“ Auch die Herausforderungen für Eltern im Homeoffice hält sie für eine „Zumutung.“ Die Stadt versuche deshalb, die Freiräume, die der Freistaat bietet, aktuell maximal zu nutzen. So blieben Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit beispielsweise offen: „Wir müssen den Spagat schaffen zwischen dem absoluten Schutz vor der Infektion und dem notwendigen Kontakt, der Mitmenschlichkeit.“

Corona in München: Zahlen steigen weiter - Söder vernichtet Hoffnungen auf baldiges Lockdown-Ende

Update vom 1. Januar, 15.47 Uhr: In der bayerischen Landeshauptstadt München wurden für Donnerstag, 31. Dezember, 344 neue Infektionen mit dem Coronavirus und ein weiterer Todesfall gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt somit bei 181,4 (RKI, Stand 1. Januar 2020). Die nächste Tagesmeldung mit einem aktuellen Zahlenupdate erfolgt am kommenden Sonntag (3. Januar).

Update vom 1. Januar, 10.52 Uhr: Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat in einem Gespräch mit der Deutschen Presseagentur den Hoffnungen vieler Menschen auf ein baldiges Ende des Lockdowns einen Dämpfer verpasst. Er sei sehr skeptisch, schon ab 10. Januar wieder Öffnungen in Aussicht zu stellen, sagte Bayerns Ministerpräsident in Hinblick auf rasche Lockerungen der derzeitigen Corona-Maßnahmen. „Wir müssen jetzt einfach die Zahlen nachhaltig senken“, so Söder. Es komme jetzt nicht darauf an, die bequemste Lösung zu finden, sondern die wirkungsvollste.

Baldiges Ende des Corona-Lockdown: Ministerpräsident Söder (CSU) erteilt Hoffnungen einen Dämpfer

Das vereinbarte Ziel des derzeit herrschenden Lockdowns ist es, die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf unter 50 zu drücken. Von diesem Ziel ist Deutschland allerdings noch weit entfernt. Insgesamt liegt die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei durchschnittlich 140, in der bayerischen Landeshauptstadt sogar bei 173.

Am 5. Januar (Dienstag) wollen die Ministerpräsidenten aller Länder gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erneut über den derzeit geltenden harten Lockdown beraten.

Update vom 1. Januar, 6.55 Uhr: Die Polizei München vermeldet in einer vorläufigen Bilanz mehr als 500 Einsätze in der Silvester Nacht. In 197 Fällen wurden Verstöße gegen die Corona-Infektionsschutzregelungen angezeigt - in 156 betraf es die geltende Ausgangssperre.

Corona in München: Schärfere Kontrollen wegen Silvester-Ausgangssperre angekündigt - Zahlen steigen erneut

Update vom 31. Dezember, 11.54 Uhr: Die Silvester-Nacht steht an. Auch in München gelten wie in der ganzen Bundesrepublik strenge Kontaktbeschränkungen, Böllerverbote auf öffentlichen Plätzen und eine nächtliche Ausgangssperre. Die Feiern in das neue Jahr werden heuer also ruhiger als sonst.

Allerdings gibt es immer Menschen, die sich nicht an die Regeln halten. Doch die Landesregierung hat vorgesorgt. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kündigte am Mittwoch an, das in der Silvester-Nacht verschärfte Polizeikontrollen geben wird. Im Fokus soll dabei vor allem die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen und der Ausgangssperre ab 21.00 Uhr stehen. Die örtlichen Polizeiinspektionen in ganz Bayern würden von 800 Einsatzkräften der Bereitschaftspolizei unterstützt. Das bedeutet, das auch in der Landeshauptstadt verstärkt kontrolliert wird.

Die Corona-Lage sei weiterhin sehr kritisch, sagte der Minister. Er appelliert „an die Einsicht und Vernunft der Bürgerinnen und Bürger, die sich ja schon über die Weihnachtsfeiertage insgesamt sehr vorbildlich verhalten haben: Bleiben Sie daheim, verzichten Sie in diesem Jahr ausnahmsweise auf Party und Feuerwerk.“

Corona in München: Zahl der Neuinfizierten steigt wieder - Merkel plant wohl Lockdown-Verlängerung

Update vom 30. Dezember, 18.59 Uhr: Der derzeitige Lockdown soll bis zum 10. Januar gelten. Allerdings machten sich von Anfang an wenige Menschen Hoffnung darauf, dass er dann auch tatsächlich endet. Zu hoch sind die Corona-Zahlen im Moment noch, als das es überhaupt möglich wäre zu diesem Zeitpunkt auf die erhoffte Sieben-Tages-Inzidenz von 50 zu kommen.

In den vergangen Tagen deuteten auch erstmals Politiker wie Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) an, dass der Lockdown vermutlich verlängert wird. Nach Informationen der Bild wollen nun die Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am 5. Januar den Lockdown verlängern. Geplant sei eine Verlängerung von zwei bis drei Wochen. Das würde bedeuten, dass der Einzelhandel, Gastronomie und Hotels bis mindestens Ende des Monats geschlossen bleiben.

Die Informationen sollen aus einer Schalte des Kanzleramtschefs Helge Braun mit den Staatskanzlei-Chefs der Länder stammen.

Update vom 30. Dezember, 15.06 Uhr: Am Wochenende starteten im Freistaat die Corona-Impfungen. Jetzt gibt es für Bayern den ersten herben Dämpfer. „Wie wir heute vom Bund erfahren haben, wird Bayern in der ersten Januarwoche – entgegen der bisherigen Zusage – voraussichtlich keine Impfstofflieferung erhalten“, gibt Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) gegenüber focus.de am Mittwoch bekannt. Für Huml ist es „unverständlich“, wie so eine Lieferung einfach entfallen könne.

Corona in München: Schwierigkeiten bei Impfstofflieferungen

Update vom 30. Dezember 14.07 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro Tag ist gestern wieder gestiegen. Mit 533 Fällen wurden am Dienstag (29. Dezember) mehr als doppelt so viele Fälle wie am Montag gemeldet. Das RKI machte ja bereits darauf aufmerksam, dass die gemeldeten positiven Fälle über die Weihnachtsfeiertage trügerisch niedrig sein können, weil einfach viel weniger getestet wird. Damit ist die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner auch wieder leicht angestiegen und liegt bei 163,0.

Corona in München: Erstmals seit Allzeithoch steigen die Fallzahlen wieder

Update vom 29. Dezember, 22.05 Uhr: Auch in der Nacht von Montag (28. Dezember) auf Dienstag (29. Dezember) hielten sich einige Menschen nicht an die Corona-Regeln. Bei insgesamt gut 1000 Polizeikontrollen wurden 100 Münchner erwischt, meldet die Polizei.

Zwei illegale Feiern fielen den Beamten besonders in Auge. Bereits am Montagmittag hatten Anwohner per Notruf gemeldet, dass sich mehrere Jugendliche in einem leerstehenden Haus in der Verdistraße aufhielten. Augenscheinlich um dort Drogen zu nehmen. Vor Ort trafen die Polizeibeamten in der Tat über zehn Personen an.

Gegen 19 Uhr brauchte die Polizei am Hauptbahnhof keine Hinweise. In der Bayerstraße konnten sie sehen, dass mehrere Personen in einer Wohnung ohne Masken „deutlich wahrnehmbar miteinander feierten“. 18 Verstöße gegen die Corona-Verordnung wurden zur Anzeige gebracht.

Corona in München: Polizei erklärt Silvester-Plan - 300 zusätzliche Beamte im Einsatz

Update vom 29. Dezember, 19.50 Uhr: Die Polizei München bereitet sich 2020 besonders stark auf den Jahreswechsel vor. An Silvester müssen die Beamten nicht zuletzt Ausgangssperren, Kontaktbeschränkungen und ein Böller-Verbot überwachen.

Dazu sollen vor Neujahr 2021 mindestens 300 Streifenpolizisten mehr unterwegs sein, als in den Jahren zuvor, teilt ein Sprecher der Polizei München mit. Beliebte Feierplätze würden selbstverständlich überprüft, doch rechnen die Beamten damit, dass sich die Einsätze deutlich stärker verteilen werden als sonst.

Das Abbrennen von Feuerwerk sei natürlich „kein triftiger Grund“, die Wohnung nach der Corona-Verordnung zu verlassen, stellt der Sprecher außerdem klar. Auch wenn leises Feuerwerk und Wunderkerzen erlaubt sind, nach 21 Uhr muss man sie wohl oder übel im eigenen Wohnzimmer zünden.

Neuer Corona-Schnelltest aus Münchner Vorort zugelassen - Infektionszahlen geben Grund zur Hoffnung

Update vom 29. Dezember, 16.32 Uhr: Der von der Martinsrieder Firma GNA-Biosolutions entwickelte PCR-Corona-Schnelltest soll jetzt bayernweit zum Großeinsatz kommen. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sagte am Dienstag in München, dass der Freistaat sechs der neuen Testgeräte und 60.000 Testkits geordert hat. Man habe sich aber das Vorkaufsrecht für 1000 weitere Geräte und eine Million Testkits gesichert. Hauptsächlich sollen die neuen mobilen Testgeräte mit dem Namen „Octea“ in Krankenhäusern, Seniorenheimen, Flughäfen, Bahnhöfen und Autobahnen zum Einsatz kommen.

Schon vor dem flächendeckenden Einsatz bekam das kostengünstigere und schnellere Testverfahren eine Menge Vorschusslorbeeren. So nannte es Aiwanger den „weltbesten Schnelltest“. Und der Biochemiker Horst Domdey sagte: „Dieses Testsystem gehört zu den sensitivsten weltweit, zu den kostengünstigsten weltweit und den schnellsten weltweit.“ Der Vorteil an dem neuen Verfahren ist, dass Ergebnisse schon innerhalb einer Stunde vor Ort vorliegen. Bisher musste man PCR-Tests in Labore verschicken. Dort dauerte die Auswertung in der Regel zwei Tage. GNA Biosolutions will im März die EU-weite Zulassung beantragen, wie Firmenchef Federico Bürsgens sagte.

Für den Freistaat werde sich die Acht-Millionen-Euro-Investition ebenfalls lohnen, so Aiwanger. Zum einen spart die Staatsregierung demnach Geld, weil ein Test im Einkauf unter 20 Euro kostet, zum anderen könnten die Schnelltests nach Aiwangers Einschätzung helfen, die Rückkehr zur Normalität in den von coronabedingten Schließungen getroffenen Teilen der Wirtschaft und des gesellschaftlichen Lebens zu beschleunigen.

Coronavirus in München: Infektionszahlen gehen runter

Update vom 29. Dezember, 15.23 Uhr: Der harte Lockdown, der vor knapp zwei Wochen in Kraft trat, scheint Wirkung zu zeigen. Die Infektionszahlen in München sinken. Am Montag haben sich 224 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Zwölf Personen sind innerhalb der vergangenen 24 Stunden im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz ist auf 159,5 gesunken. Auch mit der Reproduktionszahl ging es noch einmal weiter nach unten. Sie liegt bei 0,7.

Corona in München: 96 Verstöße gegen die Infektionsschutzregelungen

Update vom 29. Dezember, 12.49 Uhr: In den vergangenen 24 Stunden war die Polizei in München wieder fleißig. Über 1000 Kontrollen führte sie durch. Dabei wurden 96 Verstöße angezeigt - 25 im Zusammenhang mit der Ausgangssperre. Bereits am Montagnachmittag wurden die Polizisten in die Verdistraße gerufen. Mehrere Jugendliche hatten sich dort in einem leerstehenden Haus getroffen. Elf von ihnen wurden wegen Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen angezeigt. Ein Jugendlicher hatte Betäubungsmittel dabei. Ihn erwartet nun eine zusätzliche Strafe.

Gegen 19 Uhr entdeckten Beamte der Hauptbahnhofswache in einem Gebäude in der Bayerstraße eine Party mit mehreren Personen. Es wurde reichlich Alkohol konsumiert, auf Abstand verzichtet und keine Maske getragen. Die Feier wurde daraufhin von der Polizei aufgelöst und 18 Personen wurden wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzregelungen angezeigt.

Neuer Corona-Schnelltest aus dem Landkreis München zugelassen worden

Update vom 29. Dezember, 9.57 Uhr: Seit kurzem ist er zugelassen: ein bayerischer Corona-Schnelltest. Genauer gesagt kommt der neue Test aus dem Münchner Vorort Martinsried. Er erhielt eine Sonderzulassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Am Montag (28. Dezember) stellte ihn Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) in München vor. Der Test, der innerhalb von einer Stunde ein Ergebnis liefern und dabei so zuverlässig wie ein gängiger PCR-Test sein soll, wurde von dem Start-up GNA Biosolutions entwickelt. Vorteil an dem neuen Test - neben der schnellen Ergebniszeit - ist, man kann acht Proben auf einmal analysieren.

Die gängigste Test-Methode war bisher der PCR-Test, bei dem das Erbgut des Virus im Körper nachgewiesen wird. Sie ist bisher die genauste aber auch zeitaufwendigste. Dazu ist sie vergleichsweise teuer. Mittlerweile gibt es auch Antigen-Schnelltests. Diese liefern ein Ergebnis innerhalb einer halben Stunde. Bei dieser Test-Methode werden Proteine, die an das Virus gebunden sind, nachgewiesen. Sie gilt als weniger zuverlässig. Ein drittes Verfahren ist der Nachweis von Antikörpern gegen das Virus.

Corona in München: Nachmeldung der Weihnachtszahlen

Update vom 28. Dezember 2020, 22.33 Uhr: Die Stadt München hat die Corona-Zahlen der Weihnachtsfeiertage nachgetragen. Am 25. Dezember waren sie überhaupt nicht erfasst worden, am 26. Dezember meldete die Stadt nicht. Seit Heiligabend sind in München (inklusive Nachmeldung) 21 Menschen nach einer Corona-Infektion verstorben. 601 neue Fälle wurden registriert.

Inzidenz- und R-Wert machen in München derweil Hoffnung. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt seit dem 20. Dezember stetig. Für Sonntag meldet das RKI einen Wert von 145,4. Die Reproduktionszahl liegt bei 0,73.

Coronavirus in München: Ärzte besorgt - „Schon jetzt durchschnittlich 170 bis 180 Covid-Patienten“

Update vom 28. Dezember 2020, 22.18 Uhr: Viele Ärzte in München haben offenbar Sorge, dass sich die ohnehin angespannte Lage zum Januar nochmals verschärfen wird. „Die Corona-Lage in unseren Kliniken ist sehr angespannt. Schon jetzt behandeln wir durchschnittlich etwa 170 bis 180 Covid-Patienten“, sagt der Chef der München Klinik, Dr. Axel Fischer, der tz. Weil immer mehr Menschen auf den Normalstationen liegen, könnte es zu einer Kettenreaktion kommen, so die Befürchtung.

Einen Einblick in die teils dramatische Lage auf den Intensivstationen gibt der Infektiologie Dr. Christoph Spinner im Interview mit der tz. Auch er erwartet, dass die Impfungen noch nicht schnell für einen durchgreifenden Effekt sorgen werden. Trotzdem Anlass zur Hoffnung: Sie hat begonnen, die Impfung - auch in Münchner Kliniken.

Corona nach Weihnachten in München: Kontrollen, Verstöße und Bußgelder zum Wochenende

Erstmeldung vom 28. Dezember 2020, 15.37 Uhr: München - Die besinnlichen und dank Corona auch sehr ruhigen Weihnachtstage sind vorbei. Während sich viele unterm Weihnachtsbaum die Plätzchen schmecken ließen, waren die Beamten der Münchner Polizei im Dauereinsatz. Zahlreiche Kontrollen im Stadtgebiet führten die Ordnungshüter durch. Am Ende des verlängerten Weihnachtswochenendes zogen sie eine positive Bilanz.

Corona in München: 30 Feiernde in Wohnung vorgefunden

Zwischen Mittwoch, 23. Dezember, und Montag, 28. Dezember (6 Uhr), führte die Polizei München im Stadtgebiet aber auch im Landkreis über 4200 Kontrollen durch. Überprüft wurde die strikte Einhaltung der Infektionsschutzregeln, so die Polizei in einer Pressemeldung. Dabei stellten sie lediglich 389 Verstöße fest. In 75 Fällen wurde gegen die Ausgangssperre verstoßen.

Ein größerer Einsatz führte mehrere Streifenpolizisten am Abend des ersten Weihnachtsfeiertags in die Max-Kolmsperger-Straße in Neuperlach. Gegen 16.55 Uhr wurde den Beamten mitgeteilt, dass sich in einer Wohnung zahlreiche Personen aufhalten sollen. Vor Ort trafen sie auf 30 feiernde Personen, die Alkohol konsumierten und keine Masken trugen. Die Feier wurde daraufhin aufgelöst. Den Partygästen droht jetzt eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Die Münchner Polizei führte auch an Weihnachten zahlreiche Kontrollen durch.

Corona in München: Fallzahlen sinken, Krankenhäuser weiterhin voll belegt

Am Sonntag gegen 20.25 Uhr wurden die Polizisten zu einer Ruhestörung in die Leinbergerstraße nach Ramersdorf gerufen. Aus einer Wohnung drang laute Musik. Zwei Streifenwagen machten sich auf den Weg und fanden in der Wohnung acht Personen laut feiernd vor. Auch diese Party wurde umgehend beendet. Um ein Bußgeld werden die Feiernden hier wohl ebenfalls nicht herumkommen. Damit die Polizei an Silvester einen ruhigeren Abend verbringen kann, hat das Kreisverwaltungsreferat noch einmal die geltenden Regeln für den Jahreswechsel veröffentlicht.

Für den Sonntag wurden in München 354 neue Corona-Fälle gemeldet. Am Samstag waren es noch 601 Neuinfektionen, da aufgrund der Weihnachtstage nur sporadisch Zahlen übermittelt wurden. Die Zahl der insgesamt Infizierten stieg auf 42.978. Als genesen gelten 35.201 Menschen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 162. Erfreulich ist ein Absinken des R-Werts. Die Reproduktionszahl liegt in München nur noch bei 0,73. Das heißt, dass 100 Menschen nur 73 weitere Personen anstecken. Fast den gesamten Dezember lag die Zahl um 1. Hält der Trend an, könnte das zu einem weiteren Abnehmen der Fallzahlen in nächsten Tagen führen.

An der Situation in den Krankenhäusern ändert das vorerst aber noch nichts. Die Coronastationen in einem der größten Münchner Krankenhäuser sind bedrohlich ausgelastet. (tel)

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Rubriklistenbild: © Sigi Jantz

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