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Stammtisch-Besuch beim BR

Beherzter TV-Auftritt: Münchens OB spricht über „denkbare“ Lockerungen - und verrät „Corona-Deal“ mit Söder

Münchnens OB Dieter Reiter (SPD) beim BR-Stammtisch am Sonntag.
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„Das Erwartungsmanagement ist extrem schlecht gelaufen“ - Münchnens OB Dieter Reiter (SPD) beim BR-Stammtisch am Sonntag.

Die Corona-Fallzahlen in München gehen runter. Für OB Dieter Reiter ein Erfolg, der den Bürgern zu verdanken sei. Der Rathauschef will Lockerungen durchsetzen und hat ein Treffen mit Söder geplant.

München - Die 7-Tage-Inzidenz in München* bleibt weiter unter der Marke von 50. Am Samstag lag sie bei 45,7 – sollte sich dieser Trend fortsetzen, will OB Dieter Reiter (SPD) über Lockerungen sprechen. Beim Stammtisch des Bayerischen Rundfunks (BR) sagte der Rathaus-Chef am Sonntag, er habe für Mittwoch ein Gespräch mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vereinbart.

München im Corona-Lockdown: Baldige Lockerungen möglich?

„Es wäre denkbar, die Grundschulkinder wieder in die Präsenz zu schicken. Das liegt mir sehr am Herzen. Und ich halte es für extrem wichtig, Homeschooling ist für Grundschulkinder keine Alternative.“ Debatten über Öffnungen bei Friseuren könne man auch gerne führen. „Aber wenn ich einzelne Geschäfte öffne, entsteht die Diskussion: warum der und andere nicht?“

Dass der Corona*-Inzidenzwert in München seit nunmehr vier Tagen unter 50 liege, sei ein Erfolg, der den Bürgern zu verdanken sei. Da müsse man auch mal Danke sagen, so Rathaus-Chef Reiter. „Die Münchner sind grantig, sie finden die Maßnahmen auch unangenehm, aber sie halten sich dran.“ Das scheine nicht überall in der Republik der Fall zu sein.

Corona-Lockdown in München: OB Reiter äußert sich zur aktuellen Impfpolitik - mit Söder-Anekdote

Zudem hat Münchens OB Dieter Reiter (SPD) das Vorgehen der Europäischen Union bei der Beschaffung des Corona-Impfstoffes kritisiert. Dass nichts falsch gelaufen sei, könne man wahrlich nicht behaupten, sagte Reiter beim BR-Stammtisch. Man habe überdies Erwartungen geweckt, die nicht zu erfüllen seien. „Man hat uns genötigt, am 15. Dezember mit dem großen Impfzentrum fertig zu sein. Aber ich habe schon bei der Einweihung zu Markus Söder gesagt, dass hier so schnell niemand geimpft wird.“

Ferner sei unverständlich, wie man Impfkampagnen starten könne, wenn nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung stünde. Kein Wunder, wenn die Menschen verärgert sind. „Ich verstehe die Leute, die bei der Hotline anrufen“, sagte Reiter. „Wir müssen denen sagen, dass wir nicht wissen, wann sie geimpft werden.“ In München seien bislang erst 35.000 Menschen geimpft worden, aber allein 600.000 gehören in die ersten drei Prioritätenstufen. „Da kann sich jeder ausrechnen, wann er an der Reihe ist.“

Merkels nächster Corona-Gipfel steht vor der Tür - Söder spricht heute schon von Lockdown-Verlängerung *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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