Verschärfungen seit 2. November

Corona in München: Impfstoff bald verfügbar? Pläne durchgesickert - Bundespolizei gibt neue Maßnahmen bekannt

Eine Frau mit Mundschutz geht über den Marienplatz in München.
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Eine Frau mit Mundschutz geht über den Marienplatz in München.

Steigende Coronazahlen führten zu Verschärfungen: Seit 2. November gilt auch in München der von Kanzlerin Merkel verordnete Teil-Lockdown. Die aktuelle Lage in der Stadt.

  • Am 2. November ist in München ein „Lockdown Light“ in Kraft getreten.
  • Nun gibt es offenbar Pläne, in der Landeshauptstadt ein Impfzentrum zu errichten.
  • In unserem News-Ticker halten wir Sie über die Entwicklung der Corona-Pandemie auf dem Laufenden.

+++ Dieser Ticker ist beendet. Alle News und Infos rund um die Corona-Pandemie in München finden Sie immer aktuell hier in unserem neuen Ticker.+++

Update vom 4. November, 17.07 Uhr: In München wurden für Dienstag (3. November) 354 neue Corona-Fälle (Vortag 309) bestätigt. Das gab die Stadt auf Twitter bekannt. Die Sieben-Tage-Inzidenz für die Landeshauptstadt liegt damit bei 146,34 (Stand 4. November, LGL).

Coronavirus in Bayern: München seit Montag im Lockdown Light

Update, 10.42 Uhr: München ist seit Montag, 2. November, in einem Lockdown Light. Das Bundesinnenministerium hat in Anbetracht der Lage entschieden, verstärkt die geltenden Maßnahmen kontrollieren zu wollen. Auch in der Isar-Metropole ist deshalb seit dem 2. November die Bundespolizei verstärkt unterwegs: „Im Rahmen der eigenen Aufgabenwahrnehmung überwachen daher – auf Entscheidung des Bundesministeriums des Innern – seit 2. November auch in und um München in Bahnhöfen, Haltepunkten, Zügen und S-Bahnen Beamte der Bundespolizei die Einhaltung der Pflicht, Mund und Nase zu bedecken, verstärkt“ , heißt es in einem offiziellen Schreiben.

Dementsprechend werden sich Münchner*innen - zumindest während des November - auf ungewohnt viele und verstärkte Kontrollen einstellen, die sich über das gesamte Stadtgebiet bemerkbar machen werden.

Corona in München: Lage spitzt sich in Landeshauptstadt zu

Update vom 4. November, 10.22 Uhr: Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie rät die Politik zur Grippe-Impfung. Doch Patienten, Ärzte und Apotheker klagen über Engpässe. In München spitzt sich die Lage mittlerweile zu.

Update vom 3. November, 18.27 Uhr: Wird in München ein Corona-Impfzentrum errichtet? Nach tz-Informationen hat die Bayerische Krankenhausgesellschaft die Stadt um Prüfung gebeten. Denkbar wären aber auch mehrere Zentren. Dort soll zum einen das Impfen selbst erfolgen, zum anderen braucht es aber auch Platz, um den Impfstoff zu lagern. Das ist nicht so trivial. Unter anderem gilt es, Lagertemperaturen bei minus 70 Grad Celsius zu ermöglichen und entsprechende Ultratiefkühlschränke zu beschaffen.

Wie weiter zu erfahren war, ist es nicht möglich, den Impfstoff über die niedergelassenen Ärzte zu verteilen, da diese vielfach nicht über die Kühl-Möglichkeiten verfügen. In den Krankenhäusern wiederum wären diese vorhanden, allerdings würde es wohl an der Lagerkapazität scheitern.

Vorstellbar ist daher ein Impfzentrum beispielsweise in den Messehallen in München-Riem. Dort könnten dann in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KVB) Ärzte den Impfstoff verabreichen. Der städtische Krisenstab entscheidet jetzt, ob und wo dann ein Impfzentrum eingerichtet wird. Sascha Karowski

Corona: Reiter mit emotionalen Worten - Trendwende für München in weiter Ferne?

Update, 14.06 Uhr: In München wurden für Montag, 2. November, 309 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 17.865 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 13.566 Personen, die bereits genesen sind, sowie 250 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt laut Robert Koch-Institut (RKI) 150,1. Die Reproduktionszahl für München liegt bei 0,96 (Stand 2.11.) Damit steigt die Inzidenz für München seit Tagen weiter steil an. Das Erreichen einer Inzidenz von 50 rückt damit in vorerst weiter Ferne.

Update, 11.33 Uhr: In München gelten seit Montag, 2. November, schärfere Corona-Regeln. Fotos einer U-Bahn im Innenstadtbereich zeigen jetzt Szenen auf, wie Menschen dicht an dicht in einem Waggon stehen.

Update vom 3. November, 7.54 Uhr: Die Corona-Zahlen in München steigen weiter an. Wie das RKI am Dienstagmorgen (3. November) mitteilt, liegt die 7-Tage-Inzidenz in der Landeshauptstadt aktuell bei 150,1. Damit ist der Wert, wie schon in den vergangenen Tagen, jeweils höher als am Vortag. Gestern lag die Inzidenz noch bei 142.

Update vom 2. November, 14.24 Uhr: Wie lange gilt der Corona-Lockdown tatsächlich? Zur Stunde äußert sich Kanzlerin Angela Merkel in Berlin. Noch will sich die CDU-Politikerin auf keinen Zeitraum festlegen: „Ich möchte heute über den 30. November noch nicht spekulieren“. Merkel erwähnte nochmals explizit die Beratungen mit den Ministerpräsidenten am 16. November: „Wir werden zumindest politisch alles tun, damit das (der Lockdown, d.Red.) auf den November beschränkt bleibt“.

München: Aktuelle Merkel-Einschätzung zu Corona-Lockdown

Merkel betont ihr Verständnis für die Lage der Deutschen. „Die Menschen sind sicherlich enttäuscht - und das kann ich auch verstehen - dass das alles so lange anhält.“ Aktuell sei das Licht am Ende des Tunnels in Form des Frühjahrs „noch sehr weit entfernt“. Weiter sagt die Kanzlerin: „Es ist ja kein politischer Entschluss, den wir gefällt haben, sondern es ist ja eine Art Naturkatastrophe. Man wird sicherlich durch alle Wintermonate die privaten Kontakte gering halten müssen.“

12.19 Uhr: Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat nochmals Bezug auf die bereits am Freitag verkündete Absage der Christkindlmärkte genommen: „Ich hätte uns allen gewünscht, dass wir dieses so belastende Jahr wenigstens mit dem traditionellen Christkindlmarkt hätten ausklingen lassen können. Aber schweren Herzens müssen wir mit Blick auf das Infektionsgeschehen die Christkindl- und Weihnachtsmärkte leider absagen“, heißt es in einem Statement, das in der Rathausumschau veröffentlicht wurde.

München im Lockdown: OB Reiter lässt emotionales Corona-Statement folgen

Reiter weiter: „Gerade für die Beschicker ist das natürlich besonders bitter. Ihnen bringt die Absage jetzt aber wenigstens Klarheit statt einer noch tage- oder wochenlangen Hängepartie“.

Update 2. November, 9.42 Uhr: Die für die Beurteilung weiterer Maßnahmen entscheidende 7-Tage-Inzidenz in München ist weiter gestiegen. Am Montagmorgen vermeldete das Robert-Koch-Institut (RKI) auf seiner Homepage einen Wert von 142,0 (zuvor 137,4).

München muss in den Corona-Lockdown: Verschärfungen ab 2. November

Ursprungsmeldung:

München - München muss in den Teil-Lockdown. Als Konsequenz aus den steigenden Infektionszahlen in Bayern soll das öffentliche Leben im Freistaat von Montag (2. November) an weitgehend stillstehen. Restaurants und Fitnessstudios müssen für den kompletten Monat schließen, Schwimmbäder und Theater sind ebenfalls betroffen.

Urlauber haben noch den Vormittag Zeit, bayerische Hotels zu verlassen. Touristische Übernachtungen sind in den kommenden vier Lockdown-Wochen untersagt. Außerdem greifen strenge Kontaktbeschränkungen: Höchstens zehn Menschen dürfen zusammenkommen - in privaten wie in öffentlichen Räumen.

Anders als im Frühjahr beim ersten Corona-Lockdown sollen Schulen, Kindertagesstätten, Friseure und Universitäten geöffnet bleiben. Im ARD-Talk „Anne Will“ verteidigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Verschärfungen: „Die Alternative wäre, es laufen zu lassen“. Dann sei jedoch mit einem enormen Anstieg der Infektionen und in der Folge auch der Todeszahlen zu rechnen.

Corona: Söder spricht in ARD-Talk über Lockdown-Alternative

„Es gibt auf der ganzen Welt kein anderes Konzept als das Reduzieren von Kontakten, um auf Corona zu reagieren. Wenn es ein besseres, leichteres gäbe, würden wir es ja sofort anwenden“, erklärte Söder. (lks/dpa) In München musste die Polizei jüngst eine Zusammenkunft mit über 100 Gästen auflösen; Anlass war der Geburtstag eines Kleinkindes.

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