„Schnell Umtausch organisieren“

Bittere Panne bei Maskenausgabe in München: Tausende Bedürftige erhalten falsches Modell

Eine KN95-Maske ist auf einer Kopf-Form in einem Maskenprüfstand angebracht.
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Der chinesische Standard KN95 ist mit der europäischen Schutzstufe FFP2 vergleichbar, hat aber nur etwa die halbe Schutzwirkung.

28.000 falsche Masken wurden in München an Bedürftige ausgegeben. Es handelt sich um KN95-Masken, die nicht so effektiv sind wie das europäische Gegenstück FFP2.

München – In München hat es bei der Ausgabe von FFP2-Masken* an Bedürftige eine Panne gegeben. Es seien nicht dem FFP2-Standard entsprechende Masken verteilt worden, sagte der Sprecher der Branddirektion München, Klaus Heimlich, am Freitag. „Auf den Masken ist der chinesische Standard KN95 aufgestanzt. Dieser ist mit der europäischen Schutzstufe FFP2 vergleichbar.“ Die Masken seien nicht völlig unwirksam, sie hätten aber nur etwa die halbe Schutzwirkung. Die Süddeutsche Zeitung hatte darüber berichtet.

„Wir versuchen möglichst schnell den Umtausch zu organisieren für die Menschen, die diese 28.000 Masken bekommen haben“, sagte die Sprecherin des Münchener Sozialreferats, Hedwig Thomalla, am Freitag. „Wir werden eine offizielle Information herausgeben, um welche Masken es geht und wie der Umtausch funktionieren soll.“

Zu Beginn der Corona-Pandemie geliefert: Herkunft der KN95-Masken nicht mehr nachvollziehbar

Die Masken seien bei der Branddirektion im Katastrophenschutzlager gelagert worden, sagte Heimlich. Nach der Vorgabe der Staatsregierung zum Tragen von FFP2-Masken seien sie auf Bitte der Stadt München ausgegeben worden, um Bedürftige möglichst schnell zu versorgen.

Insgesamt seien 500.000 Masken verteilt worden, darunter auch diese nicht standardgerechte Charge. Diese sei im Frühjahr 2020 zu Beginn der Corona-Pandemie geliefert worden. „Die Herkunft der Masken ist nicht mehr 100-prozentig nachvollziehbar“, sagte Heimlich. Es könne sich um eine Spende gehandelt haben, oder die Masken könnten über einen Zwischenhändler bei der Stadt angekommen sein. (dpa) * tz.de und merkur.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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