Opposition dagegen

Kuriose Corona-Maßnahme am Gärtnerplatz: Stadt will Partys ein für allemal beenden

Ein Polizeiauto steht am Gärtnerplatz, wo Hundetre Münchner feiern - mittlerweile ist das verboten
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Partys und Alkoholausschank sind am Gärtnerplatz in München nicht mehr möglich

Der Stadtrat München beschließt ein kreatives Pilotprojekt. Massen-Anstürme auf den Gärtnerplatz sollen damit unterbunden werden.

Der Gärtnerplatz* in München* ist bei schönem Wetter* oft überfüllt. Beschwerden darüber gibt es seit Jahren. Und in Corona*-Zeiten werden Massenansammlungen erst recht zum Problem. Die grün-rote Stadtregierung will nun die Frequentierung des Platzes regulieren. So soll es künftig eine digitale Anzeige geben, die online den Befüllungsgrad meldet. Damit sich tumultartige Szenen wie im Vorsommer nicht wiederholen.

München: Stadtrat beschließt IT-Überwachung am Gärtnerplatz - Besucherzahlen immer im Blick

Im Stadtrat wurde gestern mit den Stimmen der Koalition beschlossen, dass das IT-Referat bis Mitte Mai ein Pilotprojekt erarbeiten soll. Ziel ist, dass die aktuelle Besucherzahl am Gärtnerplatz* in einem Ampelsystem per App abgerufen werden kann. Die Daten sollen auch auf den Informationsbildschirmen in der U-Bahn* angezeigt werden.

SPD-Stadträtin Lena Odell sagte: „Infektionsschutz hat für uns höchste Priorität. Jungen Menschen muss aber auch ein Stück Alltag und Normalität ermöglicht werden.“ Dominik Krause (Grüne) sah in dem Versuch die Chance, die Nutzung des öffentlichen Raums zu erlauben, ohne auf harte Regulierungen wie das Alkoholverbot zurückzugreifen. Soziale Kontakte seien wichtig. Die Oppositionsparteien stimmten gegen das Pilotprojekt. Sabine Bär (CSU) kritisierte, die Umsetzung sei aufwendig und teuer, die Wirkung aber voraussichtlich gering. In Zeiten knapper Kassen solle man das Geld für Sinnvolleres ausgeben. (kv) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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