Zahlen-Trend lässt hoffen

Corona-Mutation am Flughafen München nachgewiesen - Polizeipräsident mit Planungs-Ansage zu Oktoberfest

Der Corona-Lockdown in Deutschland wird verlängert. In München sinkt die 7-Tage-Inzidenz weiter. Am Flughafen München wurde ein Fall der Corona-Mutation nachgewiesen.

  • Offiziell läuft der deutschlandweit beschlossene Corona-Lockdown am 10. Januar aus - am Dienstag wurden weitere Maßnahmen beschlossen.
  • Auch in der Landeshauptstadt München bleibt die Corona-Lage weiterhin angespannt. Die Zahlen sind leicht rückläufig (s. Update vom 7. Januar, 10.29 Uhr).
  • Am Flughafen München wurde der zweite Fall der Corona-Mutation aus Großbritannien festgestellt (s. Update vom 7. Januar, 19.31 Uhr)

+++ DIeser Ticker ist beendet. Über alle weiteren Informationen und Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie in München, Bayern und Deutschland informieren wir sie hier in unserem neuen Coronavirus-Ticker.+++

Update vom 7. Januar, 19.31 Uhr: Der zweite Fall der Corona-Mutation aus Großbritannien wurde in Bayern nachgewiesen. Ein Reiserückkehrer aus Großbritannien wurde am Flughafen München positiv getestet und hat sich danach direkt in Quarantäne begeben. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit LGL in Erlangen mit. Die betroffene Person hat die Quarantäne demnach mittlerweile regulär beenden können.

Experten vermuten, dass die Virus-Mutation ansteckender als die bisherige Variante sein könnte. Auch das könnte ein Grund dafür sein, dass Bayern seine Ausgangssperre ab 21 Uhr noch nicht gelockert hat. Die Kritik für diese Entscheidung wird lauter. Der bayerische FDP-Fraktionsvorsitzende Martin Hagen hat kein Verständnis für die Verlängerung der Ausgangssperre bis 31. Januar.

„Die Regelung ist im Dezember damit begründet worden, dass die 7-Tage-Inzidenz bayernweit über 200 lag“, sagte Hagen dem BR. Mittlerweile ist die Zahl auf 121,7 gesunken, in zahlreichen Landkreisen liegt sie unter 100. „Diese Regionen dürfen nicht den gleichen Einschränkungen unterliegen wie die Hotspots“, meint er.

Auch von der SPD gibt es Gegenwind. Fraktionschef Horst Arnold stellte die Verhältnismäßigkeit der nächtlichen Ausgangssperre schon im Dezember infrage. „Der Jogger, der um 21:15 Uhr alleine angetroffen wird, zahlt 500 Euro - der Hundehalter, der sein Tier ausführt, nicht. Sollen wir dies alles als verhältnismäßig hinnehmen und einfach so abnicken? Es hat keinen Sinn, Bayern von 21 bis 5 Uhr „quasi in ein Gefängnis zu verwandeln“, betonte er.

Beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof laufen aktuell sieben Verfahren gegen die nächtliche Ausgangssperre, wie ein Sprecher des Gerichts dem BR mitteilte.

Corona in München: Polizeipräsident mit Planungs-Ansage zu Oktoberfest

Update vom 7. Januar, 18.20 Uhr: Trotz des harten Lockdowns gibt es im Stadtgebiet München illegale Zusammenkünfte und Partys. Die Polizei hat am Mittwoch einige Personen beim Feiern erwischt, woraufhin sie teilweise geflohen waren. Im Polizeipräsidium macht man sich neben dem Tagesgeschäft aber auch schon langfristige Gedanken im Hinblick auf Großveranstaltungen im Laufe des Jahres.

Polizeipräsident Thomas Hampel tätigte diesbezüglich gegenüber dem BR eine interessante Aussage. Events wie die Sicherheitskonferenz, das Oktoberfest oder die Fußball-Europameisterschaft müssten demzufolge von der Polizei so geplant werden, als würden sie unter völlig normalen Bedingungen stattfinden. Man müsse mit allen Szenarien rechnen, so Hampel.

Corona in München: Drohen bald noch drastischere Einschränkungen? Zahlen mit eindeutigem Trend

Update vom 7. Januar, 10.29 Uhr: In München sinkt die wichtige 7-Tage-Inzidenz weiter. Das RKI vermeldet in den aktuellsten Daten eine Inzidenz von 113,1. Am Vortag (siehe Update weiter unten) lag diese noch bei 121,8. Damit entfernt sich die Landeshauptstadt weiter deutlich von der entscheidenden Grenze der 200er-Inzidenz. Diese würde nach den neuesten Beschlüssen weitreichende Beschränkungen mit sich bringen, da dann der Bewegungsradius von maximal 15 Kilometern greifen würde.

Update vom 6. Januar, 20.15 Uhr: Der „harte Lockdown“ in Deutschland wurde verlängert. In München genossen die Menschen nur einen Tag danach den Winter-Einbruch in den beliebten Parks der Stadt. So tummelten sich viele Leute an den Rodel-Hügeln und sorgten damit für teilweise große Menschen-Ansammlungen. CSU-Chef Markus Söder präsentierte derweil am Mittag die Lockdown-Regeln für Bayern (siehe Updates weiter unten im Text). Nur wenige Meter vom bayerischen Landtag entfernt, rund um die Isar und dem Englischen Garten, kam es zeitgleich ebenfalls zu großen Ansammlungen - trotz verschärften Kontaktbeschränkungen.

Update vom 6. Januar, 16.27 Uhr: Die Stadt München hat die aktuellen Corona-Fallzahlen vermeldet. Demnach sind 457 Neu-Infektionen verzeichnet worden, darunter elf weitere Todesfälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt damit aktuell bei 121,8.

Update vom 6. Januar, 14.21 Uhr: Am Vormittag beriet sich der bayerische Landtag zur Umsetzung der Corona-Maßnahmen im Freistaat. Danach verkündete Markus Söder, welche Regeln in Bayern ab Montag (11. Januar) gelten. Einen Überblick finden Sie hier.

Update vom 6. Januar, 12.37 Uhr: Noch eine Neuerung kommt auf Bayern zu. Im Freistaat werden die Faschings-Ferien für Schüler abgesagt. Die eigentlich vom 15. bis 19. Februar geplante Ferienwoche werde es nicht geben, in der Zeit könne Unterricht nachgeholt werden, der wegen der Pandemie ausgefallen sei, teilte Ministerpräsident Markus Söder mit.

Update vom 6. Januar, 12.18 Uhr: Söder lässt dann noch eine politische Bombe platzen: Er baut sein Kabinett um! „Melanie Huml wird ab kommenden Montag unser Team in der Staatskanzlei verstärken. Sie ist Ministerin in der Staatskanzlei und verstärkt den Corona-Stab“, so Söder. „Das ist verbunden mit einer ganz großen Wertschätzung“, erklärt der Ministerpräsident. Neuer Gesundheitsminister wird dann Klaus Holetschek, erklärt Söder weiter. Zumindest will Söder diesen dem Landtag vorschlagen. Söder bedankt sich bei Huml und Holetschek für deren Bereitschaft.

Corona-Lockdown verschärft: So will Söder die neuen Regeln in Bayern umsetzen

Update vom 6. Januar, 12.06 Uhr: Markus Söder spricht noch einmal die bestehenden Gefahren, die bereits am Vortag bei der MPK mit Angela Merkel besprochen wurden. So sorgt das mutierte Virus für Besorgnis. Söder spricht an, dass auch bereits ein Fall der mutierten Variante in Bayern aufgetreten war. Das Gesundheitsministerium habe ihn am Vorabend über den Fall einer infizierten Reiserückkehrerin aus Großbritannien informiert. „Dieses mutierte Virus macht große Sorge, weil es aggressiver in der Verbreitung ist“, sagte Söder. Das mutierte Virus bedeute in der ohnehin angespannten Situation ein Zusatzrisiko.

Auch deshalb meint Söder nun: „Auch für Bayern gilt, wie im Bund besprochen, der Lockdown wird bis 31. Januar verlängert.“

Damit bleiben in Bayern ab kommendem Montag, 11. Januar, nicht nur weiterhin weite Teile des Handels, der Hotellerie und der Gastronomie geschlossen, sondern trotz Ende der Weihnachtsferien auch Schulen und Kindergärten. Für Kindertagesstätten, Schüler der Stufen 1 bis 6, Förderschüler und Kinder mit Behinderungen soll eine Notbetreuung eingerichtet werden. Außerdem soll es die Möglichkeit geben, Kinder privat zu betreuen - allerdings nur in einer festen anderen Kontaktfamilie, wie Söder sagte.

In allen Schulen und Jahrgangsstufen soll es Angebote für Distanzunterricht geben. Abhängig vom Infektionsgeschehen wird ab Februar eine Rückkehr zum Präsenzunterricht - nach Jahrgangsstufen gestaffelt - angestrebt.

Corona-Verschärfung: Bewegungsradius auch für Münchner eingeschränkt

Nach Söder sei man während des ersten Lockdowns in zwei Punkten besser gefahren als während der zweiten Welle: Kontakte und Mobilität.

Deshalb kehre man nun zurück zu den Kontakt-Regeln aus dem Frühjahr 2020. Außerdem werde die Mobilität nun mehr eingeschränkt. Jetzt kommt Söder auf die Einschränkung des Bewegungsradius zu sprechen: „In allen Hotspot (ab einer Inzidenz von 200, d. R.) ist es vom Wohnort aus (Stadtgrenze) nicht mehr zulässig touristische Tagesausflüge zu machen über 15 Kilometer hinaus. Das gilt ausdrücklich nicht für etwa Einkäufe.“

Update vom 6. Januar, 11.49 Uhr: Bayerns Ministerpräsident berät sich am heutigen Mittwoch mit seinem Kabinett. Es geht darum, wie die in der Bund-Länder-Konferenz mit Kanzlerin Merkel vom Dienstag getroffenen Regelungen nun in Bayern umgesetzt werden. Insbesondere wird interessant, wie Söder die neuen Verschärfungen im Freistaat auslegt. Gerade die Einschränkung des Bewegungsradius ist eine neue einschneidende Regel. Diese ist allerdings nicht verpflichtend - auch nicht ab einer Inzidenz von 200. Gerade hier entscheiden die Länder und damit Markus Söder und sein Kabinett für Bayern. Aufschluss geben wird der Ministerpräsident gemeinsam mit Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und dem Leiter der bayerischen Staatskanzlei, Florian Herrmann, in einer Pressekonferenz um 12 Uhr.

Corona-Lockdown in München und Deutschland verlängert und verschärft - was macht Söder?

Update vom 6. Januar, 11.39 Uhr: Aktuell tagt der bayerische Landtag. Es geht um die Umsetzung der gestern verkündeten Corona-Maßnahmen. Um 12 Uhr wird es eine Pressekonferenz mit Ministerpräsident Markus Söder geben. Diese können Sie im Live-Stream hier verfolgen.

Update 6. Januar, 8.41 Uhr: Am Dienstag verständigten sich Bund und Länder auf eine Verlängerung und Verschärfung des Corona-Lockdowns bis Ende Januar. Damit befasst sich am heutigen Mittwoch nun auch das bayerische Kabinett in einer Sondersitzung um 10 Uhr. Es wird wohl vor allem um die Umsetzung und Feinjustierung der am Vortag in Berlin verkündeten Maßnahmen gehen. Dazu soll es um 12 Uhr eine Pressekonferenz mit Ministerpräsident Markus Söder geben. Am Freitag wird der Landtag dann in einer Sondersitzung über die Verschärfung abstimmen.

Interessant dürfte unter anderem werden, wie die Freien Wähler als Koalitionspartner der CSU auf die verschärften Maßnahmen reagieren. Seit Monaten gibt es zwischen den beiden Parteien Spannungen wegen der Corona-Politik. Die Freien Wähler favorisieren eher einen liberaleren Ansatz mit mehr Lockerungen, die CSU um Söder steht für einen vorsichtigeren Kurs mit Auflagen.

Diskussion könnte es vor allem beim Thema Schule geben. Söder hatte bereits in Berlin erklärt, dass er gegen eine Öffnung für Grundschüler und Abschlussklassen sowie von Kindertagesstätten sei. Aus den Reihen der Freien Wähler war dagegen in München zu hören, dass sie sich eine Rückkehr unter strengeren Auflagen mit Wechselunterricht und Klassenteilungen sehr wohl vorstellen könnten. Im Kabinett hatten die Freien Wähler aber bisher alle Maßnahmen mitgetragen, wenn auch bisweilen mit Zähneknirschen.

Nach Merkels Corona-Gipfel: Lockdown-Verschärfung beschlossen

Update 5. Januar, 20.17 Uhr: Nach Merkels Corona-Gipfel gab es Hiobsbotschaft für Eltern, Lehrer und auch Kinder: So bleiben etwa die Schulen in Bayern bleiben bis auf weiteres geschlossen. Um die Corona-Zahlen zu senken, soll es nur Notbetreuung und Distanzunterricht geben. Neben Kanzlerin Merkel kam auch der bayerische Ministerpräsident Söder zu Wort. Er fürchtet einen weiteren Anstieg der Infektionen. Außerdem bemängelt er die bisherige Impfbereitschaft.

Nach Merkel-Gipfel: Söder bemängelt Impfbereitschaft - und sorgt sich um Verbreitung von neuer Virusform

Die vom Bund geschaffene Möglichkeit für Eltern, zur Not weitere Krankheitstage bei vollem Lohnausgleich einzureichen, nannte Söder ein „ganz starkes und wichtiges Angebot“. Sorge bereitet ihm hingegen eine Verbreitung der neuen Virusform. Diese wurde in Großbritannien bekannt und ist inzwischen in Deutschland nachgewiesen.

Der Ministerpräsident geht davon aus, dass mit dem Ende der Feiertage die Corona-Infektionszahlen weiter steigen. Zuletzt haben die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut 11.897 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Über Silvester und Weihnachten wurde jedoch weniger getestet. Aus diesem Grund sei die Dunkelziffer wahrscheinlich „relativ hoch“, so Söder.

Merkel-Gipfel: Politiker beschließen doppelte Corona-Teststrategie für Reiserückkehrer

Auch Reiserückkehrer seien noch nicht in den aktuellen Corona-Zahlen mit eingerechnet. Söder: „Wir müssen eher davon ausgehen, dass diese Zahlen wachsen.“ Söder wies in diesem Zusammenhang erneut auf die Problematik von Reiserückkehrern aus Risikogebieten hin. Die beschlossene doppelte Corona-Teststrategie hätte Söder zufolge bereits früher eingeführt werden können.

19.33 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet.

19.21 Uhr: Das Thema Impfbereitschaft - gerade in den Pflegeheimen - bereitet Söder noch etwas Sorgen. Damit spielt er auf die Rückmeldung an, dass es in Bayern sehr differenzierte Ergebnisse, bei Bewohnern sowie bei Pflegekräften. Söder: „Deshalb müssen wir nicht nur für mehr Impfstoff, sondern auch für mehr Bereitschaft in der Bevölkerung werben.“

Lockdown in Bayern: Corona-Impfbereitschaft macht Söder Sorgen

19.17 Uhr: Söder: „Virologen sagen, dass sich mutierende Viren verbreiten und schneller durchsetzen. Deshalb ist Vorsicht jetzt der beste Weg.“ Es sei nicht klar, wie es weitergehen wird. „Wir haben damit eine neue Sorge mit dazubekommen, die noch nicht zu 100 Prozent klar einschätzbar ist“, sagt Söder. Eine vorsichtige Strategie sei daher jetzt die Bessere.

Nach Merkel-Gipfel - Söder betont: „Müssen jetzt einfach noch etwas Geduld und Ausdauer haben“

19.10: „Ist im Februar alles wieder vorbei?“ Auf diese Frage möchte Söder keine falschen Versprechungen machen. Söder: „Aber ich bin mir sicher, dass wir im Laufe des Jahres Corona bekämpfen können.“ Er betont: „Wir müssen jetzt einfach noch etwas Geduld und Ausdauer mitbringen.“ Gleichzeitig bedankt Söder sich bei den vielen Bürgern, die jetzt schon vorbildlich mitmachen.

19.09 Uhr: Da auch die Schulen und die Kitas ein großes Corona-Infektionsrisiko seien, müsse weiter auf Distanzunterrricht und Betreuung daheim gesetzt werden, so Söder. „Wir bitten da wirklich einfach um Verständnis.“ 

Corona in Bayern: „Keine Möglichkeit zu Entwarnung“, stellt Söder klar

19.07 Uhr: Söder spricht auch die Gefahr des mutierten Coronavirus an, mit Blick auf die angespannte Lage in Großbritannien. Die verschärften Kontakt- und Mobilitätsbeschränkungen seien laut Söder zentrale Parameter die entscheiden, wie stark sich Corona verbreiten kann. Er betont: „Das ist keine Drangsalierung.“

19.05 Uhr: Die Lage ist nach wie vor ernst, so Söder. „Es gibt leider keine Möglichkeit zur Entwarnung.“ Die Zahlen seien weniger, weil es in den letzten Tagen weniger Tests gab. Söder: „Die Dunkelziffer ist wahrscheinlich ziemlich hoch.“ Die Herausforderung der Reiserückkehrer und der Feiertagszeit sei noch nicht ausgestanden. 

19.04 Uhr: Jetzt spricht Markus Söder. „Corona kommt immer wieder zurück“, betont er.

Corona-Lockdown: Schulen und Kitas bis Ende Januar geschlossen

19.02 Uhr: Jetzt spricht Michael Müller. Er betont noch einmal die Wichtigkeit der Corona-Impfung. „Wir müssen mit dem Impfen eine langfriste Perspektive reinbekommen, um wieder eine Normalität zu ermöglichen.“ Jetzt sei keine Zeit, um halbherzig zu sein. Deutschland befinde sich in der Corona-Krise jetzt an einer entscheidenden Stelle. Jetzt gelte es, noch eine zeitlang durchzuhalten.

18.59 Uhr: Schulen und Kitas bleiben bis zum 31. Januar geschlossen. Falls Eltern wegen der Kinderbetreuung nicht in die Arbeit gehen können, soll jeder Elternteil zehn Tage mehr Urlaub nehmen dürfen, sagt Merkel.

18.56: Bei Einreise aus Risikogebieten gibt es künftig eine Doppeltest-Strategie. Nach Einreise müssen sich die Personen testen lassen und danach trotzdem in Quarantäne, bis fünf Tage später ein zweites Testergebnis da ist. „Die Regelungen die wir getroffen haben sind härter, gerade was Kontaktbeschränkungen anbelangt. Aber wir sehen uns dazu genötigt, um unser Ziel nicht aus den Augen zu verlieren“, stellt Merkel klar.

Merkel-Gipfel zum Lockdown: Kanzlerin betont gemeinsames europäisches Vorgehen bei Corona-Impfung

18.53 Uhr: Merkel betont noch einmal das gemeinsames europäisches Vorgehen bei der Corona-Impfung. „Und wir werden sicher stellen, wenn der Impfstoff da ist, dass dieser auch verimpft werden kann“, so Merkel. 

18.50: Ab einer Inzidenz von 200 können in Hotspot-Regionen die Radiusbeschränkungen von 15 Kilometern außerhalb des Wohnorts in Kraft treten, sagt Merkel.

Nach Merkel-Gipfel: Maßnahmen bis 31. Januar verlängert - Kontakte auf „absolutes Minimum“ beschränken

18.48: „Die Beschlüsse die wir im Dezember gefasst haben, werden bis 31. Januar verlängert“, stellt Merkel klar. In einigen Bereichen werde man die Beschlüsse verschärfen müssen. „Letzte Wochen konnten wir die Inzidenz nicht sinken, wie wir wollten. Kontakte absolutes Minimum beschränken. Private Zusammenkünfte außerhalb des Hausstands maximal nur mit einer Person gestattet“, sagt Merkel.

18.46: Merkel: „Wir erahnen und wissen, dass die Inzidenz deutlich bei über 50 liegt.“ Wie genau, könne man zur Zeit nicht absehen. Ziel sei es jedoch laut Merkel, auf eine Inzidenz unter 50 zu kommen. 

18.45 Uhr: Merkel beginnt die Pressekonferenz.

Nach Corona-Gipfel betont Merkel: Ziel ist es, Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 zu erreichen

Update 5. Januar, 18.43 Uhr: In wenigen Minuten wird Kanzlerin Merkel gemeinsam mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Berlins Bürgermeister Michael Müller vor die Presse treten. Da die Corona-Besprechung zwischen Merkel und den Länder-Chefs mit einigen Stunden Verspätung begann, zogen sich die Diskussionen bis in die Abendstunden.

Update 5. Januar, 16.54 Uhr: Seit 14 Uhr bespricht Kanzlerin Angela Merkel mit den Länder-Chefs das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Im Anschluss wird Merkel mit Markus Söder und Berlins Bürgermeister Michael Müller in einer Pressekonferenz - die wir in diesem Ticker live übertragen - die Ergebnisse vorstellen. Erwartet wird unter anderem, dass die bestehenden Corona-Maßnahmen bis zum 31. Januar verlängert werden.

Merkel-Gipfel im Lockdown: Länder-Chefs diskutieren über Corona-Verschärfungen

Für Landkreise mit einer 7-Tages-Inzidenz über 200 soll der Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort eingeschränkt werden. Außerdem diskutieren die Politiker über eine weitere Verschärfung von privaten Zusammenkünften, Schutzmaßnahmen für Heime und neue Impfstoff-Lieferungen.

Krimi beim Corona-Gipfel: Erste Merkel-Verschärfung offenbar fix! Weitere Lockdown-Maßnahme bahnt sich an

Update 5. Januar, 13.39 Uhr: Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich offenbar darauf geeinigt, den Bewegungsradius in Corona-Hotspots einzuschränken. Ab einem Inzidenzwert von 200 könnte dieser auf 15 Kilometer begrenzt werden. Über den Beschluss berichtet Bild aktuell. Es soll sich allerdings lediglich um eine Möglichkeit für die Länder handeln, keine Verpflichtung.

Zur Einordnung: In der Landeshauptstadt München liegt die 7-Tage-Inzidenz derzeit bei 150,8. Die ursprünglich für 11 Uhr anberaumte Video-Schalte soll in Kürze beginnen.

Update 5. Januar, 12.48 Uhr: Die Regierungschefs der Länder sind einem Bericht zufolge zu einer Verschärfung der bisherigen Kontaktbeschränkungen bereit. Die Länderchefs hätten am Dienstagvormittag auf einer Vorbesprechung für den Gipfel mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) grünes Licht dafür gegeben, berichtete das Wirtschaftsmagazin Business Insider. Demnach könnten bis Ende Januar ähnliche Kontaktbeschränkungen wie im Frühjahr gelten. Das hieße im Kern: Treffen nur noch mit einer Person eines anderen Haushalts wären dann erlaubt.

"Innerhalb der Länder wäre das konsensfähig", zitierte das Magazin einen Teilnehmer der Vorbesprechung. Bislang sind Treffen mit einem anderen Haushalt mit insgesamt fünf Menschen erlaubt, Kinder unter 14 Jahren nicht mitgerechnet.

Merkel-Gipfel zum Corona-Lockdown: Verschärfung bei Kontaktbeschränkungen soll kommen

Dem Bericht zufolge seien die Ministerpräsidenten im Grundsatz ebenfalls dazu bereit, eine Einschränkung des Bewegungsradius mitzutragen. Allerdings seien in der Vorbesprechung dazu auch viele Vorbehalte geäußert: Demnach solle dies nur in Landkreisen ab 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche gelten - und auch nur als eine von verschiedenen Maßnahmen.

Die Einschränkung auf einen Bewegungsradius ab einer Inzidenz ab 100, die Merkel Berichten zufolge am Montagabend gefordert haben soll, lehnen die Länderchefs strikt ab, wie Business Insider weiter berichtete.

Update 5. Januar, 10.41 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel soll einer knallharten Corona-Maßnahme alles andere als abgeneigt sein. Wissenschaftler hatten jüngst „Umkreisbeschränkungen“ für Bundesbürger ins Gespräch gebracht; einen 15-Kilometer-Radius um den eigenen Wohnsitz, der nicht mehr verlassen werden darf. In Sachsen gilt bereits ein solches Bewegungsverbot.

Bei einer Experten-Anhörung am Montagabend habe laut Bild unter anderem die Physikerin Viola Priesemann auf eine entsprechende Maßnahme auf Bundesebene (sogar mit der Kenngröße 5 Kilometer) gedrängt. Offen ist derzeit noch, wie diese umgesetzt werden könnte.

Corona-Lockdown: Merkel will offenbar „Umkreisbeschränkungen“ für Bundesbürger

Laut Business Insider denkt das Kanzleramt bei den „Umkreisbeschränkungen“ an eine Inzidenzgrenze von 100 Fällen pro 100.000 Einwohner. Dieser Wert wird derzeit beinahe im gesamten Bundesgebiet überschritten. Vor allem Unionsgeführte Länder haben dem Vernehmen nach bereits ihre Skepsis ob der Pläne zum Ausdruck gebracht.

Update 5. Januar, 9.22 Uhr: Der Corona-Krisengipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder fängt zwei Stunden später als geplant an. Das Treffen soll erst um 13.00 Uhr am Dienstag und nicht wie bislang vorgesehen um 11.00 Uhr beginnen, wie ein Regierungssprecher sagte. Grund seien „weitere vorbereitende Gespräche“.

Corona-Lockdown verschärfen? Beginn von Merkel-Gipfel verzögert sich

Die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichteten von Diskussionen über eine Verschärfung des Lockdowns. Mit welchen Maßnahmen dies geschehen solle, sei „in der Schwebe“, berichteten die Zeitungen unter Berufung auf mehrere Staatskanzleien der Länder.

Update 5. Januar, 8.47 Uhr: Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat sich vor dem Treffen der Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht nur für verlängerte, sondern auch schärfere Corona-Beschränkungen ausgesprochen.

„Ich werde heute in der Ministerpräsidentenkonferenz auf der Seite derjenigen argumentieren, die sagen: Wir werden es noch viel schärfer und viel härter angehen müssen“, sagte Ramelow am Dienstag im Deutschlandfunk. „Ich habe lange gedacht, dass wir besser durch die Krise kommen.“ Aber da habe man sich getäuscht, sagte Ramelow, der im Sommer Verfechter eines Lockerungskurses war.

Corona: Umfrage-Hammer vor Merkel-Gipfel! Viele Bayern halten Lockdown-Maßnahmen für wirkungslos

Update 5. Januar, 7.14 Uhr: Die große Mehrheit der Bayern betrachtet einer aktuellen Umfrage zufolge die derzeitigen Corona-Maßnahmen als wenig wirkungsvoll. Mit dem noch vor Weihnachten beschlossenen harten Lockdown werde man „die Lage weiterhin nicht in den Griff bekommen“, sagten 72 Prozent der vom GMS-Institut für den Fernsehsender Sat.1 Bayern Befragten. Nur 24 Prozent erwarten einen Erfolg.

Zwei Drittel der Befragten im Freistaat sagten, sie hätten inzwischen den Überblick über die Corona-Vorschriften verloren. Ebenfalls zwei Drittel erklärten sich bereit, sich impfen zu lassen - nur knapp ein Drittel will das nicht.

Zu wenig Corona-Impfstoff: Stadt München spricht in Mitteilung Klartext

Update 4. Januar, 22.13 Uhr: Das Impf-Chaos hat nun auch München erreicht! Offenbar wurde auch in der bayrischen Landeshauptstadt zu wenige Dosen für die erste Prioritätsgruppe geordert.

Daher gab die Stadt München eine Pressemitteilung heraus, die erklärt, wie man in den kommenden Wochen verfahren werde. „Da zu Beginn der Impfstoff nicht in der Menge verfügbar ist, um gleichzeitig alle Menschen einer Prioritätsgruppe zu impfen, möchten wir Sie um etwas Geduld bitten“, heißt es in der Mitteilung: „Sie brauchen sich zunächst nicht selbständig um einen Impftermin kümmern. Wir kontaktieren Sie, sobald ein Impftermin vereinbart werden kann.“

Und weiter: „Da Sie zur höchsten Prioritätsgruppe gehören, müssen Sie nicht befürchten, dass wir Sie vergessen. Wenn es soweit ist, werden wir Ihnen wieder einen Brief schreiben. Darin steht dann, wie Sie einen Termin vereinbaren können. Zu diesem Zweck richten wir bis dahin eine eigene Telefonhotline zur Terminvereinbarung ein. Gleichzeitig wird auch die Möglichkeit bestehen, sich über das Internet anzumelden.“

Darüber hinaus wurde noch einmal deutlich gemacht, dass das Impfen freiwillig sei und KEINE Impfpflicht bestehe.

Update 4. Januar, 21.02 Uhr: Der Corona-Lockdown fordert von den Menschen viel Durchhaltevermögen. Der Urlaub fällt aus, shoppen kann man auch nicht und Essen gehen mit Freunden ebenso wenig. Daher treibt es die Münchner in der Ferienzeit aktuell mehr denn je in die Natur, sprich in die Berge.

Den Andrang der Städter finden die Bewohner dort alles andere als cool. „Das war fast schon Chaos“, sagt der Bürgermeister von Schliersee Franz Schnitzenbaumer (CSU). „Die Abstände werden nicht eingehalten, das bringt die Menschen hier auf die Palme“, so der CSU-Politiker. Grundsätzlich sei jeder, der in die Berge wolle, willkommen. „Doch während der Corona-Pandemie ist das einfach zu viel.“ Die Stimmung sei mancherorts explosiv.

Dem Bürgermeister aus Schliersee reicht‘s: Er fordert eine Art Corona-Hausarrest für die Münchner. Also eine zeitlich befristete Verbannung der Städter wäre aus seiner Sicht eine gute Lösung. Ähnliches plant Bodo Ramelow auch in Thüringen.

Paukenschlag vor Merkel-Gipfel! Lockdown-Entscheidung schon fix - sogar Plan für absolutes Streitthema steht

Update 4. Januar, 14.56 Uhr: Deutschlands Schulen sollen zur Eindämmung der Corona-Pandemie voraussichtlich länger als bislang geplant geschlossen bleiben. Das beschlossen die Kultusminister der Länder am Montag in einer Schaltkonferenz, wie die Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin mitteilte. Aufgrund des Infektionsgeschehens müssten unter Umständen die im Dezember beschlossenen Maßnahmen in Deutschland oder in einzelnen Ländern fortgeführt werden. Sollte es die Situation in einzelnen Ländern erlauben, sei die Wiederaufnahme des Schulbetriebs in Stufen möglich.

Plan für Corona-Lockdown: Schulen bleiben wohl länger geschlossen als vorgesehen

Zuerst sollten dann die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 an die Schulen zurückkehren. Durch eine Halbierung der Klassen solle dann für die höheren Klassen Wechselunterricht ermöglicht werden. Abschlussklassen sollen ausgenommen sein, sodass sie sich angemessen auf Prüfungen vorbereiten können. Ursprünglich war ein Lockdown für die Schulen bis Ende dieser Woche vorgesehen.

Update 4. Januar, 14.32 Uhr: In München wurden am gestrigen Sonntag zwölf neue Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus registriert. Insgesamt wurden damit seit Pandemie-Beginn 600 Tote erfasst. Die Zahl der Neu-Infizierten beläuft sich laut der Verkündung der Stadt auf 223. Damit ergibt sich ein Inzidenzwert von 133,1 (Robert-Koch-Institut) respektive 153,2 (Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit).

Das RKI weist darauf hin, dass aufgrund der geringeren Anzahl von Untersuchungen während der Weihnachtsfeiertage die aktuellen Fallzahlen (und damit auch die Inzidenzwerte) tendenziell niedriger sind.

Corona: Lockdown-Entscheidung offenbar noch vor Merkel-Gipfel getroffen

Update 4. Januar, 11.30 Uhr: Offenbar wurde in der entscheidenden Frage bereits heute Einigung erzielt. Wie Bild aktuell berichtet, wollen Bund und Länder den Lockdown bis zum 31. Januar verlängern. Eine endgültige Entscheidung wird für den Merkel-Gipfel am morgigen Dienstag erwartet.

Die Chefs der besonders betroffenen Länder, wie etwa Bayern, Sachsen und Thüringen, hatten in den vergangenen Tagen mit Vehemenz für eine Verlängerung bis zum Monatsende geworben. Andere Ministerpräsidenten waren für eine zweiwöchige Fristverlängerung (vom 10. bis zum 24. Januar) eingetreten. Zündstoff für die morgige Zusammenkunft birgt weiter das Thema Schulen und Kitas.

Zuletzt waren eine Reihe unterschiedlicher Vorschläge präsentiert worden, ob und auf Basis welcher Schutzmechanismen vor allem jüngere Schulpflichtige schon bald in den Präsenzunterricht zurückkehren können. Bayerns Kultusminister Michael Piazolo hatte einen Alleingang des Freistaats bereits angedeutet (Update 3. Januar, 14.55 Uhr).

Update 4. Januar, 9.08 Uhr: „Die Hälfte der Impfstoffdosen muss zurückgehalten werden, weil man nicht weiß, ob die Impfstoffdosen für die Auffrischungsdosis (der bereits Geimpften, d. Red.) ausreichen“, sagte der CSU-Politiker am späten Sonntagabend (3. Januar) bei Bild live. Zuvor hatte es teils heftige Kritik am mutmaßlich vermasselten Impf-Start gegen Corona in der Bundesrepublik gegeben.

„Fakt ist: Es ist zu wenig bestellt worden, auch von den falschen Herstellern“, meinte Söder im Gespräch mit der Bild weiter: „Es ist im gesundheitlichen und wirtschaftlichen Interesse, möglichst schnell zu impfen.“

Doch, wie schnell es geht, weiß auch Bayerns Landeschef offensichtlich nicht. Im Gegenteil: Der Franke hatte die nächste Hiobsbotschaft parat.

Coronavirus-Impfungen in Deutschland: Nächste Hiobsbotschaft von Bayerns Markus Söder

Söder erklärte zu den Liefer-Schwierigkeiten beim Covid-19-Impfstoff: „Man weiß nicht genau, ob in zwei Wochen genügend Impfstoff geliefert wird.“

Update 3. Januar, 21.21 Uhr: Kurz vor dem nächsten Gipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erneut für eine Verlängerung des Lockdowns plädiert. „Die Zahlen sind nach wie vor einfach zu hoch. Wir haben keinen Überblick, was wirklich an Weihnachten und Silvester passiert ist“, erklärte Bayerns Ministerpräsident dem Fernsehsender RTL.

Corona: Söder wirbt erneut für Lockdown-Verlängerung, „weil nicht genügend Impfstoff da ist“

Weitere Lockerungen schloss der CSU-Chef zunächst aus. „Wir sollten konsequent bleiben und keine halben Sachen machen. Das heißt, wir müssen den Lockdown verlängern, um die Zahlen weiter herunter zu bekommen.“

Söder begründete seine Ansicht im RTL-Gespräch mit dem seiner Meinung nach schleppenden Impfgeschehen: „Wir müssen jetzt leider den Lockdown verlängern, weil nicht genügend Impfstoff da ist“. Und weiter: „Zum Glück gibt es einen, aber leider nicht genug“.

Update 3. Januar, 14.55 Uhr: Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hat sich gegen eine Öffnung von Bayerns Schulen nach Ferienende am 10. Januar ausgesprochen. „Wenn ich mir die aktuellen Infektionszahlen ansehe, gehe ich nicht von einem allgemeinem Präsenzunterricht für alle aus“, sagte Piazolo der Augsburger Allgemeinen (Montag).

Sollten die Beratungen und Beschlüsse der Kultusministerkonferenz aller Bundesländer an diesem Montag sowie der Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstag nicht den bayerischen Vorstellungen entsprechen, kann sich Piazolo einen bayerischen Sonderweg für die Schulen vorstellen. „Bildung ist Ländersache, es kann durchaus sein, dass Bayern am Ende eigene schulpolitische Vorstellungen umsetzt.“

Corona-Lockdown soll verlängert werden: Söder-Minister deutet bereits bayerischen Sonderweg an

Wechselunterricht wäre für die Jüngsten eine Möglichkeit, wenigstens teilweise in persönlichem Kontakt mit den Lehrkräften zu bleiben“, sagte der bayerische Kultusminister der Zeitung. Bezogen auf alle Schularten plädiert Piazolo für ein differenziertes System aus Wechsel- und Distanzunterricht, abgestuft nach Alter der Schülerinnen und Schüler sowie Schularten.

Lockdown-Verlängerung bahnt sich an: Söder knöpft sich EU wegen Impfstoff-Bestellung vor

Update 3. Januar, 7.20 Uhr: Das Impfen in Deutschland geht langsamer voran als erhofft. Im Interview mit der Bildzeitung (Artikel hinter Bezahlschranke) erklärte Ministerpräsident Markus Söder: „Offenkundig war das europäische Ankaufverfahren unzureichend. Es ist schwer zu erklären, dass ein sehr guter Impfstoff in Deutschland entwickelt, aber woanders schneller verimpft wird.“ Söder äußerte im Interview deutliche Kritik: „Die EU hat zu wenig bestellt und auf die falschen Hersteller gesetzt.“

Jens Spahn habe im Dezember noch eine große Last-Minute-Bestellung für Deutschland gemacht. Söder forderte eine Beschleunigung aller Verfahren, sowohl bei der Bestellung als auch bei der Produktion von Impfstoff. Es sei Planungssicherheit nötig. Als Kritik an Gesundheitsminister Spahn will er seine Aussagen aber nicht verstanden wissen, die Probleme würden offenkundig woanders liegen: „Man hat bei der EU-Kommission wohl zu bürokratisch geplant: zu wenig von den richtigen bestellt und zu lange Preisdebatten geführt“, erklärte er im Bild-Interview.

Corona in Bayern: Söder fordert Lockdown-Verlängerung bis Ende Januar

Der CSU-Chef forderte außerdem, dass der Lockdown bis Ende Januar verlängert werden müsse, eine vorschnelle Lockerung würde „uns wieder weit zurückwerfen.“ Am Beispiel von Österreich habe sich gezeigt, dass das „Auf-zu-auf-zu“-Modell nicht funktioniere. „Wir brauchen in Deutschland eine klare Linie“, erklärte er. Die Zahlen seien nach wie vor zu hoch und „die Auswirkungen von Weihnachten und Silvester noch gar nicht absehbar.“ Urlauber aus Risikogebieten sowie Familienheimkehrer bereiten Söder Sorge. „Daher haben wir in Bayern eine Testpflicht eingeführt. Wer einreist, muss sofort oder spätestens innerhalb von 72 Stunden einen negativen Test vorlegen und unabhängig davon mindestens fünf Tage in Quarantäne“, so Söder im Interview mit der Bild. Verschärfungen der Regeln müsse es nicht geben: „Wir sollten das jetzige Konzept konsequent fortsetzen“, erklärte er.

Corona: Lockdown-Verlängerung offenbar fix - bei einem Punkt wird noch gestritten

Update 2. Januar, 19.54 Uhr: Wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung von Teilnehmern erfahren haben will, haben sich die Länder heute in einer Telefonschalte darauf geeinigt, den Lockdown zu verlängern. Uneinigkeit bestünde unter den Chefs der Staatskanzleien aber darüber, ob der Beschluss für zwei oder drei Wochen gelten solle.

Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Thüringen - Länder, die besonders stark von Corona betroffen sind - seien demnach für die längere Frist. Der Bund scheint auf ihrer Seite zu sein. Beim Thema Schule ist denkbar, dass die einzelnen Länder nach dem 10. Januar selbst entscheiden, wie es weitergeht.

Corona-Lockdown wird offenbar verlängert - neue Details vor Merkel-Gipfel

Update 2. Januar, 19.45 Uhr: Die Münchner Virologin Ulrike Protzer hat sich im Kampf gegen die Corona-Pandemie dafür stark gemacht, den vorhandenen Impfstoff besser auszunutzen. „Was man vielleicht noch machen könnte: Man kann aus einer Ampulle dieses Impfstoffes nicht nur fünf, sondern sechs Dosen gewinnen. Das wären schon mal 20 Prozent mehr“, sagte die Professorin von der Technischen Universität München am Samstag dem Bayerischen Rundfunk.

Der Impfstoff des Herstellers Biontech wird als Konzentrat geliefert. Aus einer Konzentrat-Ampulle sollen fünf Impfstoff-Dosen gewonnen werden können, sie enthalten aber nach ersten Erfahrungen etwas mehr, was die Entnahme einer sechsten Dosis ermöglicht.

München: Virologin präsentiert Vorschlag, der Corona-Situation entspannen könnte

Einen Verzicht auf die zweite Impfung etwa drei Wochen nach der ersten hält die Virologin dagegen nicht für praktikabel. Ein solches Vorgehen müsste erst durch neue Studien gestützt werden und dann ein Zulassungsverfahren passieren. Entsprechende Überlegungen wurden zuletzt aus Großbritannien bekannt.

Ursprungsmeldung:

München - In Bayern waren am Samstag (2. Januar) nach Angaben von Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) rund 43.000 Menschen mit einer ersten Dosis gegen das Coronavirus geimpft. Es sei jetzt wichtig, dass rechtzeitig und regelmäßig neuer Impfstoff angeliefert werde, sagte die Ministerin dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2).

Die meisten der Geimpften kamen in den ersten Tagen nach dem Impfstart am 27. Dezember aus der Gruppe der Bediensteten im Gesundheits- und Pflegewesen. Die zweite große Gruppe stellten Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Senioren im Alter von über 80 Jahren.

Corona: Impfstart in Bayern - „viele haben eine ganz, ganz große Hoffnung“

Huml bezeichnete den Impfstart in Bayern trotz einiger Holprigkeiten in den ersten Tagen als gelungen. Sie sprach von einer großen logistischen Herausforderung, die 99 Impfzentren in 96 Landkreisen und kreisfreien Städten mit Impfstoff zu versorgen.

Die Impfbereitschaft in Bayern sei gegenwärtig sehr groß. „Viele haben eine ganz, ganz große Hoffnung in diesen Impfstoff und das ist auch gut und richtig“, sagte Huml. In einigen Impfzentren sei bereits damit begonnen worden, auch Senioren zu impfen, die nicht in Heimen leben. Einige Landräte hätten auch schon die über 80-Jährigen in ihren Landkreisen angeschrieben, andere würden dies noch machen.

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa

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