U-Bahnhof Marienplatz

Coronavirus in München: Zahl der Neuinfektionen steigt weiter an - Rolltreppen mit Schlüsselrolle?

München U-Bahn Coronavirus (Symbolbild)
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Das Coronavirus breitet sich auch in München immer weiter aus. (Symbolbild)

Das Coronavirus breitet sich in der Welt immer weiter aus, auch in München steigt die Zahl der Neuinfektionen. Ein ganz bestimmter Test soll nun bei der Eindämmung des Virus helfen.

  • Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus steigt weltweit weiter an.
  • Auch in München nimmt die Zahl der Neuinfektionen aktuell wieder zu.
  • Rolltreppen könnten jedoch zukünftig bei der Bekämpfung des Virus helfen.

München - In Corona-Zeiten ist so manchem jede Berührung zuviel. Wer hat den Öffner-Knopf an der U-Bahn-Tür vorher angefasst? Wer den Drücker für den Aufzug? Und wann hat der sich zum letzten Mal die Hände gewaschen? Die Stadtwerke (SWM) und die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) haben nun einen Test gestartet, der eine ganz besondere potenzielle Virenschleuder ins Visier nimmt: Rolltreppen!

Nicht nur in München steigen die Corona-Fallzahlen - in einem Nachbar-Landkreis der Landeshauptstadt kommt die Entwicklung mittlerweile gar schon in einen kritischen Bereich.

Coronavirus in München: U-Bahnhof Marienplatz nimmt ganz besondere Rolle ein

Sechs Rolltreppen im U-Bahnhof Marienplatz werden derzeit mit einer speziellen UV-Desinfektion ausgestattet. Die erste von diesen ist seit dem 14. August in Betrieb. Ursprünglich war der Test schon um den Jahreswechsel herum geplant. Mit der Ausbreitung des Coronavirus bekommt er nun eine ganz neue Relevanz. Nach einem ersten Einbau im vergangenen Jahr war die Technik außer Betrieb genommen worden, weil noch ein Gutachten ausstand. Die Rolltreppen verbinden übrigens den Bahnsteig der U-Bahnlinien U3 und U6 mit dem Sperrengeschoss und tragen die Bezeichnungen MP05 bis MP10. Sie wurden für den Test ausgewählt, weil sie mit einer Steigung von 35 Grad vergleichsweise steil sind (normal sind 27,3 Grad) - und dann auch noch besonders lang. Heißt: Die Fallhöhe bei jemandem, der stürzt, weil er sich ekelt und nicht am Handlauf festhält, wäre also groß.

„Der Test ist auf mehrere Jahre angelegt. Im Fokus stehen bei der Erprobung insbesondere die Auswirkungen auf das Nutzerverhalten und das Material“, erklärt ein SWM-Sprecher. Die Stadtwerke und die MVG wollen beispielsweise wissen, ob die UV-Bestrahlung mehr Fahrgäste dazu veranlasst, sich an den Handläufen festzuhalten. Zum anderen soll geklärt werden, wie das Gummi der Handläufe auf die dauerhafte Bestrahlung mit UV-Licht reagiert.

Coronavirus in München: Rolltreppen sollen helfen das Virus zu bekämpfen

„Die Wirksamkeit der Bestrahlung ist nicht primärer Bestandteil der Untersuchung“, betont der Sprecher. „Diese wurde bereits in einem früheren Test des Herstellers von einem unabhängigen Labor bestätigt. Demnach sorgt die UV-Bestrahlung dafür, dass 99 Prozent der Keime beseitigt werden.“ Wie der Viren- und Keim-Killer funktioniert? Die speziellen Module werden einfach im Rücklauf der Rolltreppe - im verschlossenen Bereich - eingebaut und bestrahlen dort durchgehend den Handlauf mit UVC-Licht. Das spezielle Licht zerstört dann sofort die DNA der Mikroorganismen. Der Handlauf soll so innerhalb von Sekunden weitgehend keimfrei sein.

Während der Corona-Pandemie müssen Gaststätten strenge Hygiene-Vorschriften eingehalten werden. In München kam es nun zu mehreren Verstößen der Regelungen. Die MVG passt zum Schulbeginn ihre Fahrpläne an. Auch wegen Corona werden mehr Busse eingesetzt, bei der U-Bahn und Tram kommt es aber zu Engpässen.

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