Traumwetter bereitet Sorgen

„Gewisse Befürchtungen“: Münchner Polizei vor Ostertagen angespannt - Mehrere Orte besonders im Fokus

Polizisten stehen am Gärtnerplatz in München, während Passanten auf dem Platz verweilen. (Archiv)
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München: Die Polizei hat alle Hände voll zu tun, die Einhaltung der Corona-Regeln an den Hotspots zu kontrollieren.

Die Corona-Lage in München ist angespannt. Dass sich das Wetter jetzt von seiner besten Seite zeigt, bereitet der Polizei vor Ostern Sorgen.

München - 21 Grad und Sonne pur – da zieht es sehr viele Münchner nach draußen! Und genau das macht der Polizeigewerkschaft (DPolG) Sorgen. Denn das Traumwetter hat zur Folge, dass oft viele Menschen in Gruppen feiern oder sich treffen. Nicht selten werden dabei die Abstandsregelungen* missachtet. „Im Vergleich zum letzten Jahr haben wir eine aggressivere Gesamtstimmung“, sagt der bayerische DPolG-Landesvorsitzende Jürgen Köhnlein. Die Leute seien gestresster. „Wir als Polizei haben zwar Erfahrungen aus vergangenen Feiertagen gesammelt, aber wir gehen mit gewissen Befürchtungen in dieses verlängerte Osterwochenende.“

Coronavirus: Polizei München musste Hackerbrücke räumen - 100 bis 200 Beamte zum Wochenende zusätzlich im Einsatz

Erst am Dienstagabend musste die Polizei die Hackerbrücke räumen. Langsam fuhr ein Polizeiauto über die Brücke und forderte die Menschen, die es sich auf der Brüstung gemütlich gemacht hatten, per Lautsprecher auf, herunterzusteigen und die Brücke zu verlassen. Der Grund: Zu wenig Abstand.

Die Polizei München* werde zum Wochenende die Hackerbrücke sowie andere beliebte Orte, wie den Englischen Garten, die Isarauen und den Gärtnerplatz besonders im Auge behalten, sagte ein Sprecher der tz. Zwischen 100 und 200 Beamte werden zusätzlich im Einsatz sein. Dabei steigt die 7-Tage-Inzidenz in München weiter.

Corona in München: Polizei erwartet zahlreiche Demos - „Polizei wird zum Prellbock für die Kritik an der Politik“

Außerdem erwartet die Polizeigewerkschaft zahlreiche Demos, wie zu Ostern üblich. Doch gerade Zusammenkünfte von Corona-Gegnern seien für die Polizisten eine Herausforderung, denn die Beamten würden den Unmut der Menschen zu spüren bekommen. „Die Polizei wird dann zum Prellbock für die Kritik an der Politik“, so Köhnlein.

Wie viele Demos an Ostern genau stattfinden, konnte das Kreisverwaltungsreferat am Mittwoch noch nicht sagen. Viele Demos seien angemeldet, aber diese würden erst kurzfristig genehmigt werden. Darunter seien auch wieder Veranstaltungen von Corona*-Gegnern.

Sicher ist: Am Samstag wird es ab elf Uhr einen Ostermarsch ab dem Geschwister-Scholl-Platz geben. Am Königsplatz ist gegen 12 Uhr eine Friedenskundgebung geplant sowie gegen 12.30 Uhr eine gemeinsame Schlussveranstaltung. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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