Corona-News im Ticker

Corona-Einsätze in München: Polizei zu mehreren Partys gerufen - Frau flüchtet auf Dach und stürzt ab

Polizisten kontrollieren im Oktober 2020 in der Münchner Innenstadt die Einhaltung der Maskenpflicht bei einer Radfahrerin.
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Polizisten kontrollieren in der Münchner Innenstadt die Einhaltung der Maskenpflicht - dürfen sie wegen der Corona-Regeln auch in Privatwohnungen?

In München herrschen nach wie vor harte Corona-Regeln. Nicht alle halten sich daran. Derweil sorgt die ÖPNV-Situation weiter für Diskussionen. Alle News hier im Ticker.

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) plant offenbar neue bundesweite Lockdown-Maßnahmen (Updates vom 14. Januar, 17.14 und 20.13 Uhr).
  • Der Run auf FFP2-Masken treibt in manchem Geschäft die Preise in astronomische Höhen. (siehe Update vom 16. Januar, 21.54 Uhr)
  • Bewohner sogenannter „Corona-Hotspots“ dürfen sich seit dem 11. Januar nur in Ausnahmefällen weiter als 15 Kilometer von der Stadt-/Kreisgrenze entfernen.

+++ Dieser Ticker ist beendet. Über alle weiteren Informationen rund um die Corona-Krise in München, Bayern und Deutschland informieren wir Sie hier immer aktuell in unserem neuen Corona-Ticker.+++

Update vom 17. Januar, 12.07 Uhr: Auch am nun vergangenen Wochenende kam es in München wieder zu zahlreichen Polizeieinsätzen im Zusammenhang mit der Einhaltung der aktuell gültigen Corona-Regeln. Zunächst wurden die Beamten am Freitag (15.Januar) gegen 23:15 Uhr per Notruf informiert, dass in einer Wohnung in der Gaißacher Straße in Mittersendling eine laute Party mit mehreren Personen stattfinden würde.

Drei Streifen der Münchner Polizei fuhren zu der Örtlichkeit und trafen in der Wohnung auf zwei Frauen und sechs Männer im Alter von 21 bis 36 Jahren. Lediglich vier der Personen waren an der Adresse als Anwohner gemeldet. Alle acht Anwesenden wurden wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt. Eine 23-Jährige beleidigte eine eingesetzte Beamtin massiv, wofür sie ebenfalls angezeigt wurde.

Corona in München: Polizei löst Party auf - Frau klettert auf Dach und stürzt ab

Am Samstag (16. Januar) gegen 23:35 Uhr,wurde die Polizei zu einer lauten Party in einem Mehrfamilienhaus in der Hahnenstraße (Maxvorstadt) gerufen. Dort feierten jeweils zwei Frauen und Männer zwischen 23 und 25 Jahren gemeinsam. Lediglich eine Person war in der Wohnung gemeldet. Die anderen Personen aus München und dem Kreis Starnberg erhielten eine Anzeige und mussten die Wohnung verlassen.

Während des Einsatzes bemerkten die Beamten zwei weitere Personen, eine 24-jährige Frau und einen 32-Jährigen Mann, die sich bei Eintreffen der Polizei offenbar durch ein Fenster auf das Dach eines nahen Rückgebäudes begeben hatten. Nachdem die Polizei sie aufgeordert hatte, das Dach zu verlassen, versuchte die 24-Jährige in die Wohnung zurückzuklettern, wobei sie abstürzte und aus etwa vier Metern Höhe in ein Kiesbett fiel. Obwohl ansprechbar und äußerlich nicht verletzt, wurde die Frau zur Abklärung möglicher Schäden in ein Krankenhaus gebracht. Alle Anwesenden wurden wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt. Zudem wurde auch die Ruhestörung angezeigt.

Ab Montag (18. Januar) herrscht FFP2-Maskenpflicht in Bayern, wenn man in eine U-Bahn steigt. Im gesamten ÖPNV gilt diese Regel. Ein Foto legt das Dilemma offen.

Update vom 17. Januar, 07.25 Uhr: Am Dienstag (19. Januar) findet der vorgezogene nächste Ministerpräsidentengipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel statt, in dem über eine vorzeitige Verlängerung und möglicherweise Verschärfung des in Deutschland herrschenden harten Lockdowns entschieden werden soll.

Schon jetzt ist aufgrund der aktuellen Corona-Infektionslage in Deutschland klar, dass es so bald keine Lockerungen der geltenden Maßnahmen geben kann. Noch immer kommen tagtäglich zigtausend Neuinfektionen hinzu, die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist weit von dem Wunschwert 50 der Bundesregierung entfernt. Immer wieder kommt die Frage auf, ob Menschen, die bereits geimpft wurden, Sonderrechte erhalten sollen, da sie kein Risiko mehr für die Bevölkerung darstellen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und große Teile ihrer Regierung, wie beispielsweise Gesundheitsminister Jens Spahn, hatten diese Forderung bislang vehement abgelehnt.

Corona-Gipfel: Maas fordert Sonderrechte für Geimpfte

Nun prescht allerdings Außenminister Heiko Maas (SPD) vor und fordert genau das. In einem Interview mit der Bild am Sonntag sagte Maas: „Geimpfte sollten wieder ihre Grundrechte ausüben dürfen“. Es sei irreführend, so Maas, wenn man von Privilegien spreche, denn ein Restaurantbesuch sei kein Privileg sondern ein Grundrecht. Mit den aktuellen Corona-Maßnahmen habe man die Grundrechte der Menschen stark eingeschränkt. Es sei deshalb folgerichtig sie den Menschen zurückzugeben, die keine Gefahr mehr für andere darstellten.

Zu den Bedenken von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), der vor einer Spaltung der Gesellschaft im Fall von Lockerungen für Geimpfte gewarnt hatte, sagte Maas: „Ja, das wird in einer Übergangszeit auch zu Ungleichheiten führen, aber solange es dafür einen sachlichen Grund gibt, ist das verfassungsrechtlich vertretbar.“

Maas fordert Sonderrechte für Geimpfte: „Verfassungsrechtlich vertretbar“

„Es ist noch nicht abschließend geklärt, inwiefern Geimpfte andere infizieren können. Was aber klar ist: Ein Geimpfter nimmt niemandem mehr ein Beatmungsgerät weg. Damit fällt mindestens ein zentraler Grund für die Einschränkung der Grundrechte weg“, so Maas. Ob die Bundesregierung zu einem anderen Zeitpunkt erneut über Freiheiten für Geimpfte debattiert, ist derzeit unklar. Stand Samstag (16. Januar) waren in Deutschland knall über eine Million Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden.

Update vom 16. Januar, 21.54 Uhr: Ab Montag gilt in ganz Bayern und damit auch München im Einzelhandel und im Öffentlichen Nahverkehr die FFP2-Maskenpflicht. Für viele Münchner kam die Ankündigung von Landeschef Markus Söder völlig überraschend. Deshalb war der Andrang in einigen Apotheken besonders groß. Und mit der großen Nachfrage ging leider auch die Gier einher. So berichtete die Bild jetzt davon, dass eine Münchner Apotheke für ein Exemplar einer FFP2-Maske fast acht Euro verlangte.

Für 7,95 Euro bot die Apotheke den Mund-Nasen-Schutz an. Eine Kundin besorgte sich notgedrungen vier Stück und gab insgesamt 31,80 Euro aus. Sie fotografierte anschließend den Kassenbon und schickte ihn der Tageszeitung. Wucherpreise titelte daraufhin die Bild. Denn im Einkauf kostet eine Maske, trotz hoher Nachfrage, nur einen Bruchteil des Verkaufspreises. Zwischen 1,20 bis 1,75 Euro liegt dieser im Augenblick. Es gebe aber auch Hersteller, bei denen es die Masken für 90 Cent das Stück gebe. Auf Nachfrage erklärte die Apotheke, dass sie die Preise noch einmal neu kalkulieren wolle.

Ein positives Gegenbeispiel brachte hingegen ein Supermarktbesitzer aus Neubiberg (Landkreis München). Als Söder die Maskenpflicht bekannt gab, handelte der Unternehmer blitzschnell. Er bestellte 5000 FFP2-Masken. Nicht aber um sie teuer zu verkaufen. Nein. Er verschenkte sie an seine Mitarbeiter und Kunden. 3000 Exemplare brachte er so im Handumdrehen unter die Leute. Anschließend stellte er seine Verschenk-Aktion auf Facebook online und bekam Anfragen aus ganz Deutschland.

Vor allem Bedürftige hätten sich bei dem Supermarkt-Chef gemeldet. „Andere sind verzweifelt, weil sie nicht wissen, wo sie die Masken herbekommen sollen, weil sie überall ausverkauft sind“, so der Unternehmer. Ein erster Schwung FFP2-Masken werden sich jetzt diese Woche per Post auf den Weg ins ganze Land machen.

Corona in München: Inzidenz sinkt mehrere Tage in Folge

Update vom 16. Januar, 18.23 Uhr: In München fand am Samstag ein Auto-Korso als Protest gegen drohende Corona-Zwangsimpfungen statt. Etwa 150 bis 200 Fahrzeuge fuhren an der Allianz-Arena los in Richtung Innenstadt. Auf der Theresienwiese endete die Protestfahrt dann. Die motorisierte Protestaktion lief friedlich und ohne Zwischenfälle ab, teile die Münchner Polizei mit. Die Veranstaltung richte sich gegen eine „Zwangsimpfung mit einem genetischen Impfstoff“, der aus ihrer Sicht unzureichend geprüft sei, erklärten die Organisatoren.

Derweil ging die Inzidenz in der Landeshauptstadt weiter runter. Am Freitag, 15. Januar, meldete die Stadt einen Wert von 131,4. Am Tag zuvor lag er noch bei 148,6. 260 Menschen infizierten sich neu mit dem Coronavirus. Acht Menschen starben im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Die Reproduktionszahl lag weiterhin auf einem niedrigen Niveau von 0,79.

Corona in Bayern: 22 Städte und Landkreise mit einer Inzidenz von über 200

Update vom 16. Januar, 12.28 Uhr: Die Corona-Lage im Freistaat scheint sich ein wenig zu entspannen. Am Samstag lagen noch 22 bayerische Landkreise und Städte über dem Grenzwert von 200, ein Rückgang im Vergleich zu den vorherigen Tagen. Am Freitag hatten noch 25 Kreise und Städte die 200er-Marke überschritten. Aktueller Spitzenreiter in Bayern ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts die Stadt Bayreuth mit einer Inzidenz von 315.6.

Allerdings gibt es deutschlandweit Rückmeldungen und Klagen aus Kommunen, dass die Datenübermittlung über das neue elektronische Meldesystem Demis nicht ordnungsgemäß funktioniert und die Daten deshalb nicht zuverlässig seien. In Bayern zählten dazu in den vergangenen Tagen unter anderem die Stadt Nürnberg und der Landkreis München.

Corona in Bayern: Gesundheitsminister Holetschek bestellt weitere Spritzen für Impfung

Update vom 16. Januar, 9.47 Uhr: Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat weitere 2,1 Millionen Spritzen für die Impfungen gegen Corona bestellt. Aus einer Mitteilung des bayerischen Gesundheitsministeriums vom Samstag (16. Januar) geht hervor, dass somit auch die Nutzung zusätzlicher Impfdosen sichergestellt ist.

Der Freistaat habe bereits vor der neuesten Bestellung genügend Spritzen und Kanülen eingekauft, um die gesamte bayerische Bevölkerung zweimal zu impfen, heißt es weiter. Die zusätzlichen 2,1 Millionen Spritzen mit einem Fassungsvermögen von jeweils einem Milliliter werden laut Ministerium dazu genutzt, noch mehr Menschen impfen zu können. Für weitere 1,5 Millionen Spritzen laufe außerdem gerade „ein Bestellvorgang“.

Einige der schon am 27. Dezember geimpften Bürgerinnen und Bürger werden in den kommenden Tagen bereits die zweite erforderliche Impfung erhalten. Eine Woche danach soll nach aktuellem Forschungsstand eine Immunisierung gegen Covid-19 erreicht sein. Ausschlaggebend für die neueste Bestellung von Spritzen war die Empfehlung der Europäischen
Arzneimittel-Agentur (EMA) für den von Biontech/Pfizer entwickelten Impfstoff.

Nach Meldungen vom Freitag über Lieferprobleme beim Corona-Impfstoff von Pfizer sind die geplanten Zweitimpfungen bei Menschen in Bayern aus Sicht des Gesundheitsministeriums nicht in Gefahr. Unklar war am Freitag hingegen, wie es mit den Erstimpfungen weitergeht.

Coronavirus: Mutation aus Großbritannien ist in Deutschland angekommen

Update vom 15. Januar, 19.06 Uhr: Die Mutation B.1.1.7 aus Großbritannien ist in Deutschland angekommen. So viel steht fest. Wie schnell sie sich aktuell im Land verbreitet - darüber gibt es aktuell keine verlässlichen Daten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat aber offenbar eine recht konkrete Befürchtung. Auch, wenn der Satz nie bestätigt wurde. Laut Bild soll Merkel in Kreisen der Unionsfraktion gesagt haben: „Wenn wir es nicht schaffen, dieses britische Virus abzuhalten, dann haben wir bis Ostern eine zehnfache Inzidenz.“ Nach aktuellem Stand wären das rund 1600 Fälle auf 100.000 Einwohner im 7-Tage-Schnitt. Eine unvorstellbare Zahl, vor allem mit Blick auf die jetzt schon ausgelasteten Intensivstationen.

Mutiertes Corona-Virus deutlich ansteckender - offen bleibt, wie deutlich

Ob der Satz nun so stimmt oder nicht, sei dahingestellt. In jedem Fall sind viele Experten da ähnlicher Meinung. Virologe Christian Drosden sagte in der jüngsten, überlangen Ausgabe seines berühmten NDR-Podcasts: „Wenn das so sein sollte, dass die Verhältnisse so 1,5 zu 1 sind, also von neuem Virus zu altem Virus, dann haben wir ein richtiges Problem.“

Merkels Schreckensszenario: Statistikerin kommt auf selbe Zahl

Aktuell gehen Forscher nach den Daten aus Irland und Großbritannien davon aus, dass das mutierte Virus zwischen 40 und 70 Prozent ansteckender ist als die bekannte Variante. Focus-Online zitiert die Statistikerin Katherina Schüller, die mit dieser Bandbreite an R-Werten Modelle durchgerechnet hat. Auch sie kommt, je nach veranschlagtem R-Wert, auf eine Inzidenz bis Ostern zwischen 500 und 3500. Wer sich hier traut, noch einen Rechenschritt weiterzugehen, kann den Schnitt daraus nehmen - und kommt erschreckend genau auf Merkels angebliche Prognose von rund 1600.

Update vom 15. Januar, 17.33 Uhr: Der Ärger staut sich offenbar schon länger an bei Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Jetzt macht er ihm Luft. Söders Staatsregierung habe München Corona-Impfstofflieferungen zweimal wöchentlich zugesagt, immer dienstags und freitags. Heute hätten demnach wieder 3500 Impfdosen ankommen sollen, die die Stadt eigentlich schon verplant hatte. Sind sie aber nicht. Reiter spricht von „Chaos“.

Corona in München: OB Reiter greift Freistaat scharf an - „Chaotische Zustände“ bei Impfstofflieferungen

Mit dem noch vorhandenen Impfstoff könne gerade so sichergestellt werden, dass übers Wochenende die notwendige Zweitimpfung der ersten geimpften Einwohner erfolgen könne.

 „Wir können nur verimpfen, was uns an Impfstoff zur Verfügung gestellt wird“, erläuterte Reiter. „Diese chaotischen Zustände, dass Impfdosen angekündigt, dann aber nicht geliefert werden, müssen unverzüglich beendet werden.“

Jetzt offiziell: Ministerpräsidenten und Merkel beraten am Dienstag über Mega-Lockdown

Update vom 15. Januar, 11.35 Uhr: Was gestern Abend bereits durchgesickert war, ist jetzt klar. Die nächste Ministerpräsidenten-Konferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) findet bereits Anfang kommende Woche am Dienstag, den 19. Januar, statt. Das bestätigte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Ursprünglich war das nächste Zusammenkommen erst für den 27. Januar geplant.

Merkel: Corona-Hammer - Lockdown soll massiv verschärft werden - erste Regeln durchgesickert?

Update vom 15. Januar, 8.54 Uhr: Das Kanzleramt möchte bei den Corona-Maßnahmen noch einmal deutlich nachschärfen. Doch was genau will man in Berlin tun? Wie der Business Insider jetzt berichtet, spricht man in der Hauptstadt über eine Verschärfung der „1-Freund-Regel“. Diese solle dann auf die „1-Fester-Freund-Regel“ angepasst werden. Dies würde bedeuten, dass man nicht mehr verschiedene Personen einzeln treffen darf, sondern für einen noch unbestimmten Zeitraum lediglich immer die eine, selbe Person treffen kann. Wie das umzusetzen sei ist noch offen.

Update vom 15. Januar, 7.52 Uhr: In München sinkt die wichtige 7-Tage-Inzidenz derweil nach aktuellen Daten des RKI weiter. Demnach liegt diese am heutigen Freitag bei 148,6. Gestern lag diese noch bei 156,2. Ab einem Wert von 200 drohen massive Verschärfungen der Maßnahmen, wie etwa das Einschränken des Bewegungsradius auf 15 Kilometer.

Update vom 15. Januar, 7.28 Uhr: Im Bezirksklinikum Ansbach haben sich 33 Patienten und 29 Mitarbeiter nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte das Klinikum mit. Um das Ausbruchsgeschehen einzudämmen, werde derzeit gemeinsam mit dem Gesundheitsamt eine Reihentestung der Mitarbeiter und der Patienten der Psychiatrischen Klinik und der geriatrischen Rehabilitation organisiert.

Auf welchem Weg das Virus den Weg in die Klinik gefunden habe, sei nicht nachvollziehbar, teilte das Klinikum weiter mit. Alle im Krankenhaus gebotenen Hygienemaßnahmen seien eingehalten und alle in der Pandemie notwendigen Regelungen seien umgesetzt worden.

Corona: Immer mehr Kritik an Söders FFP2-Masken-Pflicht - Infektionsgeschehen weiter kaum kontrollierbar

In Bayern hagelt weiter Kritik für die neu eingeführte FFP2-Maskenpflicht in Einkaufsläden und ÖPNV, die Ministerpräsident Markus Söder am Dienstag (12. Januar) angekündigt hatte. Mehrere Experten sowie das Robert-Koch-Institut äußerten sich bereits kritisch zu der neuen Regel. Mediziner Andreas Podbielski Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie in Rostock, bezeichnete Söders neue Regel als „Aktionismus“.

Ob die FFP2-Masken das Infektionsgeschehen tatsächlich besser eindämmen können, als die bisherigen Alltagsmasken ist umstritten. Trotz aller Maßnahmen und des verhängten Lockdowns wurden am Freitag (15. Januar) erneut 22.368 neue Ansteckungsfälle innerhalb von 24 Stunden in Deutschland registriert. Damit steigt die Zahl der Gesamt-Infektionen auf über zwei Millionen. Bereits am Donnerstag (14. Januar) hatten Experten des RKI sich in einer Pressekonferenz für eine weitere Verschärfung des Lockdown ausgesprochen.

Corona: Merkel widerspricht Shutdown-Aussage - Ministerpräsidenten-Konferenz wird vorgezogen

Update vom 14. Januar, 20.13 Uhr: Nach aktuellen Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) dementiert Angela Merkel einen Teil der Bild-Berichterstattung. Demnach plane sie keinen bundesweiten Shutdown der öffentlichen Verkehrsmittel. Das habe sie nach Informationen der dpa bei einem Video-Treffen des CDU-Präsidiums zur Vorbereitung des Parteitags am Donnerstagabend so gesagt. Bestätigt wird dagegen das vorgezogene Ministerpräsidententreffen. Dieses solle so bald als möglich im Laufe der kommenden Woche stattfinden. Einen genauen Termin gibt es demnach noch nicht. Dass es dort um neue Verschärfungen der Maßnahmen und weitere Einschränkungen, am besten bundesweit, geht, ist offenbar auch unstreitig.

Bundesweiter Radikal-Lockdown? Merkel mit Teil-Dementi und deutlicher Warnung

„Wir müssen etwas tun“, zitiert die Bild Merkel in dem Treffen. „Die Situation hat sich verändert.“ Deshalb gelte es jetzt, schnell zu reagieren und „alle Kräfte“ zu mobilisieren.

Mehrere Teilnehmer des CDU-Treffens zitieren Merkel weiter mit den Worten, es gebe derzeit keinen Spielraum für Öffnungen. Im Gegenteil. Man müsse an den harten Maßnahmen festhalten und diese weiter verschärfen. Es sei ein Kampf gegen die Zeit.

Alle Teilnehmer seien sich einig gewesen, dass das mutierte Coronavirus aus England eine große Bedrohung für ganz Europa darstelle. Die Mutation des Virus sei nach Ansicht aller sehr aggressiv, deren Verbreitung müsse verlangsamt werden. Man müsse jetzt handeln.

Härterer Lockdown in ganz Deutschland? Merkel will EU-Gipfel

Merkel will kommende Woche auch auf europäischer Ebene mit den Staats- und Regierungschefs beraten, wie man am besten EU-weit mit der neuen Virusvariante umgehe.

Es ist also wohl durchaus mit konkreten, bundesweiten und härteren Maßnahmen kommende Woche zu rechnen. Über ein Dementi der ganztägigen Ausgangssperre etwa gibt es bisher keine Informationen.

Jens Spahn nimmt Merkel laut bild.de dagegen in Schutz. Sie könne die Attacken gegen den Gesundheitsminister nicht verstehen.

Update vom 14. Januar, 17.14 Uhr: Es ist offenbar die Angst, die die Bundeskanzlerin antreibt. Die Angst vor der Corona-Mutation aus Großbritannien. In Irland ging - mutmaßlich aufgrund des mutierten Virus‘ - im Dezember die 7-Tage-Inzidenz sprunghaft von 100 auf 1000 Fälle hoch - und das landesweit.

Aus Angst vor Corona-Mutation: Merkel plant offenbar den Mega-Lockdown

Auch wenn der führende Irland-Virologe vor vorschnellen Schlüssen warnt, Angela Merkel fürchtet ein ähnliches Szenario in Deutschland, zumal die bisherigen Lockdown-Maßnahmen offenbar nicht greifen. Bilder von vollen S-Bahnen und U-Bahnen, auch aus München, verstören die Kanzlerin offenbar nachhaltig. Wohl auch deshalb wird im Kanzleramt laut Bild über die komplette Einstellung des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs nachgedacht.

Deshalb will sie nach Informationen der Bild schon am 20. Januar eine Ministerpräsidentenkonferenz, in der drastische, bundesweit geltende Maßnahmen durchgesetzt werden. Aktuell soll sogar eine bundesweite Ausgangssperre sowie der Zwang zum Homeoffice geprüft werden.

Medienbericht: Einstellung des kompletten öffentlichen Nah- und Fernverkehrs wird geprüft

Alle drastischen Lockdown-Maßnahmen, von deren Prüfung bild.de aus Ministeriumskreisen und SPD-geführten Länderregierungen erfahren haben will:

  • Einstellung des öffentlichen kompletten Nah- und Fernverkehr, also Bus, Bahn, Flüge, Regionalbahnen etc. (Dass diese Maßnahme geplant ist, wurde inzwischen von Merkel dementiert (siehe Update, 20.13 Uhr)
  • Eine tatsächliche Ausgangssperre, bundesweit.
  • Homeoffice-Pflicht für alle, bundesweit (kommt offenbar von mehreren SPD-geführten Ländern)
  • Eine bundesweite FFP2-Maskenpflicht, wie sie in Bayern schon gilt (falls genug Masken vorhanden wären)

Corona in München: Die aktuellen Corona-Zahlen

Update vom 14. Januar, 16.52 Uhr: Die Stadt München hat die aktuellen Corona-Zahlen veröffentlicht. Insgesamt 440 Neu-Infektionen werden vermeldet, darunter acht weitere Todesfälle. Die 7-Tage-Inzidenz für München liegt damit aktuell bei 156,2.

Update vom 14. Januar, 14.10 Uhr: Die Corona-Pandemie stellt viele Betriebe vor wirtschaftliche Herausforderungen. Auch der Münchner Tierpark Hellabrunn leidet unter der Krise - und hofft jetzt auf Unterstützung.

Update vom 14. Januar, 11.30 Uhr: Die vom 10. bis 14. März geplante Internationale Handwerksmesse (IHM) in München ist abgesagt worden. Die verschärften Corona-Vorgaben und fehlende Planungssicherheit führten zu dieser Entscheidung, teilten die Veranstalter am Donnerstag mit. Damit kann das jährliche Gipfeltreffen des Handwerks zum zweiten Mal in Folge pandemiebedingt nicht stattfinden.

Der Präsident des Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer, sagte: „Die Entscheidung zur Absage ist uns sehr schwer gefallen, denn unsere Handwerksbetriebe brauchen Messen, um ihre Produkte, Innovationen und Dienstleistungen zu präsentieren und die Kontakte zur Geschäftsanbahnung zu nutzen.“ Diese Plattform in Verbindung mit dem Münchner „Spitzengespräch der Deutschen Wirtschaft“ mit der Bundeskanzlerin fehle. Die nächste IHM soll im März 2022 stattfinden.

Nach bitterer Lockdown-Prognose von Merkel: Spahn mit ehrlichen Worten live im TV - Maßnahmen bis Ostern?

Update vom 14. Januar, 9.34 Uhr: Wie geht es mit dem Lockdown weiter? Zuletzt hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) durchsickern lassen, dass es wohl noch acht bis zehn Wochen „harte Maßnahmen“ brauche, um die Lage in den Griff zu bekommen. Besonders das mutierte Virus, das in Großbritannien auftritt, bereitet Merkel Sorgen (siehe Update vom 12. Januar, 11 Uhr). Jetzt hat auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine bittere Prognose für die kommenden Wochen gemacht.

Corona-Lockdown: Bei Maischberger (ARD) - Jens Spahn mit bitterer Prognose für Rest-Winter

In der Sendung „Maischberger“ in der ARD sagte Spahn: „Was wir gesagt haben, was auch ich gesagt habe: Dass dieser Winter hart wird. Und der Winter geht bis Ende März. Wir werden am 1. Februar nicht alle Beschränkungen aufheben können. Sie werden verlängert werden müssen!“ Über die Zeit um Ostern herum sagte Spahn, dass man Stand heute noch keine Prognosen treffen könnte. Es lege an uns, wie schwer wir es dem Virus machten.

Corona: Harte Kritik von Grünen-Chef Habeck an Söder - „preschte permanent mit eigenen...“

Update vom 14. Januar, 7.09 Uhr: Grünen-Chef Robert Habeck hat das Verhalten von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in den ersten Monaten der Corona-Pandemie stark kritisiert. In seinem neuen Buch schreibt er: „Vorsitz heißt, sich
zurückzunehmen und zusammenzuführen“, und bezieht sich damit auf den Vorsitz Söders bei der Ministerpräsidentenkonferenz, den dieser bis zum 30. September 2020 inne hatte.

Wenn man wolle, dass „lauter vor Selbstbewusstsein strotzende Ministerpräsident*innen“ zu einer gemeinsamen Linie fänden, müsse man mit gutem Beispiel vorangehen und sich zurückhalten, so Habeck in dem Buch, dass den Titel „Von hier an anders. Eine
politische Skizze“ trägt. „Markus Söder hingegen preschte permanent mit eigenen Teststrategien, eigenen Verboten, eigenen Regeln vor - freilich ohne damit die hohen Infektionszahlen in Bayern in den Griff zu bekommen.“ Er habe seine Kolleginnen und Kollegen regelmäßig vorgeführt, so dass diese sich auf eigene Strategien verlegt hätten. Die Konsequenz: „Die Beschlüsse
der Ministerpräsidentenkonferenzen reichten an die Dramatik des Infektionsgeschehens nicht heran.“

Update vom 13. Januar, 20.33 Uhr: Mehr als drei Viertel der Menschen im Freistaat wollen sich wahrscheinlich oder sicher gegen das Coronavirus impfen lassen. Das geht aus einer Umfrage des Instituts infratest dimap für den BayernTrend des Politikmagazins „Kontrovers“ des Bayerischen Rundfunks hervor. Zehn Prozent wollen sich wahrscheinlich nicht impfen lassen, elf Prozent auf keinen Fall.

Den Bayern geht es beim Impfen insgesamt zu langsam, wie die Umfrage ergab. Mit 40 Prozent halten weniger als die Hälfte das Impftempo für angemessen. 51 Prozent finden, es gehe zu langsam voran.

Corona in München: Reiter fordert schneller mehr Impfstoff

Update vom 13. Januar, 17.51 Uhr: Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) drängt darauf, dass in München schneller geimpft wird. „Wir haben allein 120.000 Angehörige der höchsten Priorisierungsstufe. Unser Impfzentrum in der Messe steht seit einem Monat bereit, um dort auch mit dem stationären Impfen beginnen zu können. Fest steht für mich: Wir müssen jetzt endlich deutlich schneller deutlich mehr Impfstoff zur Verfügung gestellt bekommen“, sagte der Rathauschef am Mittwoch. Andernfalls werde die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nicht umzusetzen sein, dass alle Impfwilligen bis Jahresmitte auch geimpft werden können.

Der Freistaat hat angekündigt, dass die lokalen Impfzentren jetzt regelmäßig jeden Dienstag und Freitag Impfstofflieferungen erhalten sollen. Deshalb soll künftig an diesen Tagen auch über den aktuellen Stand der Corona-Schutzimpfungen in München berichtet werden, sagte Reiter weiter.

Update vom 13. Januar, 15.36 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet. Besonders das Thema Home Office hat die Staatsregierung in den Fokus genommen, dabei wird es jedoch keine gesetzlichen Regelungen geben. Man werde jedoch steuerliche Anreize schaffen, um so viel Heimarbeit wie möglich zu realisieren. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger begrüßte den Drang zu mehr Heimarbeit - dies sei auch ein Gewinn an Lebensqualität für viele Familien, da so mehr Zeit füreinander zur Verfügung stehe.

Corona: Söder bei Masken-Regel überraschend nachsichtig - Lockerungen im Februar möglich?

Zur gesetzlichen Verpflichtung von FFP2-Masken äußerte sich das Kabinett ebenfalls. Es werde eine Woche Kulanz geben, ab dem 25. Januar würden dann auf Verstöße Sanktionen folgen. Kinder unter 15 Jahre, sowie Angestellte eines Betriebs seien von der Regelung ausgenommen.

Update vom 13. Januar, 15.23 Uhr: Aiwanger sieht die Verpflichtung zu FFP2-Masken auch als Chance für schnellere Lockerungen: Damit sei eine „Öffnungsperspektive für mich wesentlich schneller darstellbar. Sodass wir ab Februar vielleicht Dinge besser und schneller öffnen können, die wir ohne Maske vielleicht nicht geöffnet hätten.“

Update vom 13. Januar, 15.15 Uhr: Jetzt spricht Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger von den Freien Wählern. Home Office müsse jetzt überall dort ausgeübt werden, wo immer es möglich sei, so der Minister. Es gehe darum, auch am Arbeitsplatz Kontakte zu reduzieren und damit das Infektionsgeschehen weiter zu bremsen. Überall dort, wo dies nicht möglich sei, müsse verstärkt auf Abstände, regelmäßiges Lüften und das Tragen von Masken geachtet werden.

Er sichert weiter zu, dass die Novemberhilfe bis Ende Januar überwiesen werde. „Wir sind da abhängig vom Bund“, schränkt er ein. Die Dezember-Hilfen seien momentan bis zu 40% bearbeitet. Man werde alles tun, um möglichst schnell und unbürokratisch zu helfen.

Corona: Nach Sonder-Gipfel in München - Söder-Statement aus München JETZT live

Update vom 13. Januar, 15.08 Uhr: Weiter geht es mit dem Thema der neuen Pflicht zu den FFP2-Masken im Einzelhandel und ÖPNV. Markus Söder erklärt, dass es zunächst eine Kulanzwoche geben werde. Das bedeutet, dass Verstöße gegen das neue Gesetz in den ersten Tagen ab Einführung (18. Januar) nicht sanktioniert würden.

Kinder unter 15 Jahre sind von der neuen Schutzmasken-Regelung ausgenommen, da dies auch von Kinderärzten empfohlen wurde. Der Freistaat Bayern werde 2.5 Millionen FFP2-Masken für Bedürftige zur Verfügung stellen (Siehe Update weiter unten von 13.56 Uhr)

Update vom 13. Januar, 15.05 Uhr: CSU-Chef Markus Söder hat das Wort und kommt direkt zum Thema Home Office. „Mehr als bisher, wo immer es geht“, sei das Motto zur Stunde. Wichtig sei, mehr Möglichkeiten zu schaffen, um Heimarbeit zu ermöglichen. Dafür würde ein Anreiz-System geschaffen, um Steuervorteile zu ermöglichen. „Wir wollen unbedingt mehr Home Office ermöglichen“, fährt Söder fort. Eine gesetzliche Pflicht werde es nicht geben.

Update vom 13. Januar, 15.00 Uhr: Die Protagonisten sind am Podium, die Pressekonferenz beginnt.

Folgt nächster Corona-Beschluss? Söder-PK aus München JETZT live

Update vom 13. Januar, 14.50 Uhr: In zehn Minuten beginnt die Pressekonferenz aus München mit Ministerpräsident Markus Söder. Wir begleiten das Statement hier live, sobald es los geht.

Update vom 13. Januar, 13.56 Uhr: Ab kommendem Montag, 18. Januar, gilt in Bayern eine FFP2-Maskenpflicht für den Einzelhandel und den ÖPNV. Bedürftige sollen in Bayern sollen die Schutzmasken kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Insgesamt sollen voraussichtlich zwei Millionen Masken bereitgestellt werden, erfuhr die dpa. Zuvor hatte die Süddeutsche Zeitung über diese Zahl berichtet.

Coronavirus: Hammer für alle Münchner - Beliebte Ausflugs-Region macht dicht

Update vom 13. Januar, 11.54 Uhr: Überfüllte Ausflugsziele und kilometerweite Staus. Seit Pandemie-Beginn zieht sich das Streit-Thema wie ein roter Faden durch das Oberland vor den Toren Münchens. In den vergangenen Wochen war es gar ausgeartet, Autos mit Münchner Kennzeichen waren vielen ein Dorn im Auge. Auch CSU-Chef Söder erlaubte sich einen Seitenhieb gegenüber Münchnern. Jetzt, im Rahmen der neuen Lockdown-Regelungen, hat eine beliebte Ausflugs-Region jeglichem Ansturm einen Riegel vorgeschoben.

Der Landkreis Miesbach verbietet touristische Tagesausflüge in die Region. Die Regelung solle am Donnerstag in Kraft treten und zunächst bis zum 31. Januar gelten, teilte das Landratsamt Miesbach am Mittwoch mit. Betroffen sind beliebte Ausflugsziele wie Tegernsee, Schliersee und Spitzinggebiet.

Coronavirus: Home Office-Pflicht für alle? Söder informiert auf Pressekonferenz

Update vom 13. Januar, 11.37 Uhr: CSU-Chef Markus Söder berät heute gemeinsam mit seinem Kabinett über das Thema Home Office. In jüngster Zeit wurden mehrere Stimmen laut, die sich für eine verpflichtende Regelung ausgesprochen hatten. Im Rahmen einer Pressekonferenz um 15 Uhr will der Ministerpräsident dann über die Beratungen informieren. Über alle Entwicklungen informieren wir Sie hier im Live-Ticker und Stream.

Update vom 13. Januar, 10.44 Uhr: Kann das Oktoberfest 2021 trotz Corona stattfinden? Ein CSU-Bundestagsabgeordneter hat sich bereits ausführlich Gedanken gemacht. Im Sommer soll dann entschieden werden.

Update vom 13. Januar, 7.22 Uhr: Die neue FFP2-Maskenpflicht, die Ministerpräsident Markus Söder am Dienstag (12. Januar) verkündet hat, sorgt für heftige Diskussionen, auch über die Grenzen des Freistaats hinaus. So sieht beispielsweise Johannes Knobloch, Leiter des Bereichs Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, die Maskenpflicht eher kritisch und wenig erfolgversprechend. „Im schlimmsten Fall kann sich die Lage sogar verschlechtern, weil sich die Leute geschützter fühlen und weniger vorsichtig sind“, so Knobloch im Gespräch mit der Deutschen Presseagentur (dpa).

Corona in Bayern: Dürfen Bartträger bald nicht mehr einkaufen?

Unklar sei vielen Menschen auch, dass sich Bartträger eine FFP2-Maske nicht dicht aufsetzen können, erklärte Knobloch. „Sie ist bei Männern nur mit glattrasierter Haut zu tragen.“ Schon beginnender Bartwuchs könne ein Problem darstellen, weil sich ein Abstand zwischen Haut und Maske bilde, durch die Luft ungefiltert ein- und ausströme. „Bei einer FFP2-Pflicht dürften Bartträger in Läden und öffentlichen Verkehrsmitteln also eigentlich nicht zugelassen werden.“

Corona in Bayern: Neue FFP2-Maskenpflicht kommt - Experten uneinig

Der Virologe Alexander Kekulé hält die Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und Einzelhandel grundsätzlich für sinnvoll. „Natürlich ist eine FFP2-Maske deutlich sicherer als ein Mund-Nasen-Schutz, der oft auch nur sehr locker getragen wird“, sagte der Professor der Universität Halle-Wittenberg der Deutschen Presse-Agentur. Gerade in öffentlichen Verkehrsmitteln drängten sich viele Menschen auf engem Raum, sagte Kekulé. Mit einer FFP2-Maske sinke das Risiko einer Infektion deutlich. „Aber auch in so manchem kleinen Bäckerladen ist es sicher sinnvoll, gerade weil dort teilweise nicht richtig gelüftet werden kann.“

Update vom 12. Januar, 20.56 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat seinen Kurs im Kampf gegen die Corona-Pandemie verteidigt. Kontakte und Mobilität müssten eingeschränkt werden, sagte der CSU-Chef in einer Video-Grußbotschaft für den Neujahrsempfang der Bremer CDU. „Eine andere Möglichkeit gibt es nicht.“ Die Verhältnismäßigkeit ergebe sich aus der Wucht der Herausforderungen durch die Pandemie.

Corona: Söder verkündet FFP2-Pflicht in ÖPNV und Einzelhandel - „Ansturm“ auf Masken in München

Update vom 12. Januar, 18.09 Uhr: Markus Söder kündigte heute in einer Pressekonferenz eine FFP2-Masken-Pflicht im Einzelhandel und im ÖPNV an. Prompt berichten Apotheker und Drogerien in Bayern von einem sofortigen Kunden-Ansturm. Es habe einen regelrechten „Ansturm“ auf die Masken gegeben, zitiert Focus.de die Mitarbeiterin einer dm-Filiale in der Landeshauptstadt. Eine Suche auf der dm-Website ergibt demnach, dass fast alle Drogerien in und um München keine Masken mehr führen.

Auch in den Apotheken war der Andrang heute dem Bericht zufolge groß. „Die Leute stehen seit dem Nachmittag Schlange vor der Apotheke. Das Telefon steht nicht mehr still, also wir merken schon eine deutlich erhöhte Nachfrage“, zitiert Focus.de eine Münchner Apothekerin. Kunden hätten ihr berichtet, dass die Preise für FFP2-Masken im Netz explodieren würden. Aus diesem Grund würden sich viele noch schnell mit Masken eindecken wollen.

„Aber aus unserer Sicht besteht kein Grund, jetzt Masken zu hamstern“, erklärt die Apothekerin weiter. „Es sind genügend Masken verfüg- und bestellbar. Wir haben bisher auch genug auf Lager“. Der Einzelhandel hatte die Maskenpflicht befürwortet, sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann, kritisierte aber: „Wir hätten uns mehr Vorlauf gewünscht.“ Er erwarte außerdem einen „heißen Montag“ mit teils hitzigen Diskussionen mit Kunden, wenn diese ohne FFP2-Masken nicht mehr in die Geschäfte gelassen würden.

Corona in Bayern: Die Pressekonferenz mit Markus Söder zum Nachlesen

Update, 12. Januar, 14.06 Uhr: Die Pressekonferenz mit Markus Söder ist inzwischen beendet. Was der Ministerpräsident gleich zu Beginn seiner Zusammenfassung der Kabinettssitzung betont: Die Corona-Lage in Bayern ist verhalten positiv - aber trotzdem nur ein Zwischenstand. Viele Landkreise und Städte kämpfen noch mit einer Inzidenz von über 200. Auch das mutierte Corona-Virus bereitet Söder Sorgen.

Corona in Bayern: Söder führt FFP-2-Masken-Pflicht beim Einkaufen und im ÖPNV ein

Um die Corona-Zahlen weiter einzudämmen, verkündete Söder, dass ab kommenden Montag, 18. Januar, im Öffentlichen Personennahverkehr und im Einzelhandel FFP2-Masken getragen werden müssen.

Zufrieden zeigt sich Söder über die bisherigen Impfbemühungen im Freistaat. Lediglich bei der Versorgung mit dem Impfstoff und bei der Impfbereitschaft der Bevölkerung sieht Söder noch Luft nach oben. Er betont jedoch: Eine allgemeine Impfpflicht werde es im Freistaat nicht geben. Zu diskutieren sei jedoch eine Impfflicht für bestimmte Berufsgruppen. Söder: „Es geht hier um den Schutz der Älteren“.

Lockdown in Bayern: Söder mit Corona-Impfstart und Distanzunterricht größtenteils zufrieden

Ebenfalls gut funktioniert hat Söder zufolge der Schulstart in den Distanzunterricht. Dasselbe gelte für die Notbetreuung der Kinder. Söder rief die Bürger aber dazu auf, weiter „umsichtig und klug“ zu handeln. Für ihn steht fest: Erst nach ausreichender Impfung könne der Corona-Spuk beherrscht werden. Vorsichtig optimistisch gab sich auch Kultusminister Michael Piazolo. „Schule im Distanzunterricht soll der absolute Notfall bleiben“, betonte Piazolo noch einmal.

Die Frage eines Journalisten, ob in diesem Jahr das Oktoberfest stattfindet, konnte Söder noch nicht beantworten.

Update 13.26 Uhr: Insgesamt zeigt sich der Kultusminister vorsichtig optimistisch.

Update, 12. Januar, 13.20 Uhr: Soeben hat Söder verkündet, dass ab nächsten Montag in ganz Bayern im ÖPNV eine FFP2-Maskenpflicht in Kraft treten soll. Söder betont: Im Einzelhandel und in den Apotheken stehen genügend Masken zur Verfügung. Weitere Details aus der Pressekonferenz fassen wir in Kürze für Sie zusammen.

Update, 12. Januar, 13.02 Uhr: Söder tritt vor die Presse. Oben finden Sie den Live-Stream im Video.

Update 12. Januar, 11.00 Uhr: Die vor allem in Großbritannien aufgetretene Corona-Mutation treibt Bundeskanzlerin Angela Merkel gewaltig um. „Wenn wir es nicht schaffen, dieses britische Virus abzuhalten, dann haben wir bis Ostern eine zehnfache Inzidenz“, soll die CDU-Politikerin Bild zufolge in einer internen Sitzung konstatiert haben.

Corona: Merkel meldet sich mit Lockdown-Ansage - „Brauchen noch acht bis zehn Wochen harte Maßnahmen“

Dem Bericht zufolge ließ Merkel während der Zusammenkunft der Arbeitsgruppe Innen der Unionsfraktion eine klare Ansage folgen: „Wir brauchen noch acht bis zehn Wochen harte Maßnahmen“. Die bisherigen Beschlüsse zum bundesweiten Lockdown laufen am 31. Januar aus.

Söder knallhart! Plötzlicher Corona-Vorstoß sorgt für große Skepsis: „Kann auch nach hinten losgehen“

Update 12. Januar, 9.26 Uhr: Die vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) angestoßene Debatte über eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen (Update 11. Januar, 19.21 Uhr) kommt aus Sicht des Deutschen Städtetags zu früh. Er verstehe zwar, dass man auf die Idee komme, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Helmut Dedy, im SWR2-„Tagesgespräch“. Gerade in den Pflegeheimen habe man eine ausgeprägte Impfzurückhaltung, teilweise seien dort nur 30 Prozent der Beschäftigten bereit, sich impfen zu lassen. „Ich glaube trotzdem, dass der Gedanke zur falschen Zeit kommt“, sagte er.

Man habe noch nicht alle Möglichkeiten ausgereizt, um Überzeugungsarbeit zu leisten. „Und jetzt zu sagen, wir können euch nicht überzeugen, also zwingen wir euch - das kommt mir ein bisschen früh. Ich fürchte, dass die Geschichte auch nach hinten losgehen kann“, sagte Dedy. Er forderte Arbeitgeber und Klinikträger auf, ihre Mitarbeiter von einer Impfung zu überzeugen. „Im
Moment über eine Impfpflicht zu spekulieren, verbietet sich“, sagte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) am Dienstagmorgen in der Sendung „Frühstart“ von RTL und ntv.

Update 12. Januar, 8.36 Uhr: Am 17. Dezember musste der Einzelhandel schließen. Seit gestern ist zumindest das Modell „Click & Collect“ auch in Bayern erlaubt. In unserer Zusammenfassung können Sie nachvollziehen, wie der Auftakt in München gelaufen ist.

Corona-News: Söder denkt plötzlich über Impfpflicht nach - Ansage in Interview

Update 11. Januar, 19.21 Uhr: Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern und starker Befürworter harter Regeln im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie, sieht es als Bürgerpflicht an, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Vor allem bei Mitarbeitern in Alten- und Pflegeheimen gebe es eine noch zu hohe Anzahl an Impfverweigerern. Dabei sind gerade diese Einrichtungen oftmals Hotspots, in denen sich das Virus rasant verbreiten und zur tödlichen Gefahr für die Bewohner werden kann, die aufgrund von Alter oder Krankheit meist zur Hochrisikogruppe gehören. 

In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung forderte Söder zu einer Diskussion über eine mögliche Impfpflicht für einige Personengruppen auf. „Wir müssen uns überlegen, ob wir für die besonders hochsensiblen Bereiche den Schutz besonders erhöhen“, sinnierte Bayerns Ministerpräsident. Zudem sollte der Staat über eine Impf-Kampagne nachdenken, bei der bekannte Persönlichkeiten aus Sport, Kultur und Politik als Vorbild fungieren und so einen Akt der Überzeugung leisten könnten, so Söder.

Corona in München: 7-Tage-Inzidenz steigt weiter - bald „magische Grenze“ erreicht?

Update 11. Januar, 14.40 Uhr: In München liegt die 7-Tage-Inzidenz weiterhin unter der „magischen“ 200er-Grenze. Heute vermeldet das Robert-Koch-Institut (RKI) einen Wert von 166,6 für die Landeshauptstadt - im Vergleich zum Vortag (166,1) kommt dies nur einem geringen Anstieg gleich. Allerdings ist zu beachten, dass an einem Sonntag naturgemäß vergleichsweise wenige Neu-Infektionen offiziell registriert werden.

Update 11. Januar, 13.24 Uhr: Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber lehnt eine Überwachung der 15-Kilometer-Regel in Pandemie-Hotspots mittels Handyüberwachung (siehe Update 11. Januar, 10.16 Uhr) strikt ab. Der Augsburger Allgemeinen (Dienstag) sagte er: „GPS-Daten können noch nicht mal zwischen Tiefgarage und viertem Stock in einem Haus unterscheiden. In Gebäuden funktioniert GPS nicht.“ Auch eine Funkzellenabfrage zeige noch nicht einmal verlässlich, in welcher Straße eine Person gewesen sei. „Also was soll das? Das ist keine Lösung.“

Neue Corona-Regeln ab heute: Virologin aus München bleibt skeptisch - und präsentiert anderen Vorschlag

Update 11. Januar, 12.31 Uhr: Virologen sehen die seit Montag geltende 15-Kilometer-Regel in Corona-Hotspots in Bayern zurückhaltend. „Eine 15-Kilometer-Grenze bringt infektiologisch gesehen zunächst keinen Vorteil“, sagt Ulrike Protzer, Direktorin des Instituts für Virologie am Helmholtz Zentrum München und Leiterin des Instituts für Virologie der Technischen Universität München.

„Natürlich erschrecken einen die Bilder von überfüllten Ausflugszielen zunächst“, sagt Protzer. „Aber wenn man die Ansammlung von Menschen vermeiden will, ist es vielleicht doch effizienter, für einzelne Orte gezielt Zugangsbeschränkungen einzuführen, zum Beispiel wenn die Parkplätze sich füllen die Zugangsstraßen zu sperren, als generell den Bewegungsradius einzuschränken.“

Neue Corona-Regeln gelten ab heute: Virologin aus München nicht vollends überzeugt

Denn dies berge die Gefahr, dass sich in den Ballungsräumen noch mehr Menschen auf engem Raum bewegen müssten, und die innerstädtischen Parks und Grünflächen dann erst recht überfüllt seien. „Und da trifft man dann auch schnell einmal Menschen, die man kennt, und vergisst dabei vielleicht die notwendigen Abstandsregeln.“

Expertin in medizinischen Fragen: Ulrike Protzer.

Update 11. Januar, 10.16 Uhr: Zum Überwachen der 15-Kilometer-Regel in Corona-Hotspots kann sich Gemeindetagspräsident Uwe Brandl auch das Nutzen von Handydaten vorstellen.

„Wir könnten heute Bewegungsprofile aus den Handys auslesen und auf diese Weise sehr treffsicher feststellen, wo sich die Menschen aufhalten. Wir müssen uns halt jetzt entscheiden, was wichtiger ist, der Gesundheitsschutz oder der Datenschutz“, sagte er am Montagmorgen im Bayerischen Rundfunk.

Corona: Radius-Regel mit Handydaten überwachen? „Glaube, wir müssen einfach mehr Mut haben“

Für die Polizei mit ihren begrenzten Ressourcen sei es ohnehin kompliziert, diese Regelung zu überprüfen, so Brandl weiter. Sie sei lediglich in der Lage stichprobenartig zu kontrollieren: „Ich glaube, wir müssen einfach mehr Mut haben dazu, dass man die digitalen Möglichkeiten nutzt. Und ich glaube halt, dass jede Regelung nur so gut ist, wie sie exekutiert und überwacht werden kann.“

Ursprungsmeldung 11. Januar, 9.30 Uhr:

München - In den bayerischen Corona-Hotspots gilt ab Montag (11. Januar) die sogenannte 15-Kilometer-Regel. Wer in einem Kreis mit besonders hohen Infektionszahlen wohnt, darf sich bei Ausflügen nur noch in einem Radius von 15 Kilometern rund um seinen Wohnort bewegen.

Gerade dort sei das Risiko einer Ansteckung deutlich erhöht und damit auch die Gefahr, das Virus in andere Regionen zu tragen, begründete Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) die Entscheidung, die Bund und Länder bei ihrem Corona-Gipfel getroffen hatten.

Corona: Auch München bald von neuer Radius-Regel betroffen?

Welche Kommunen betroffen sind, entscheiden die Zahlen, die das Robert Koch-Institut (RKI) in der Nacht zu Montag veröffentlicht. Die Regel gilt automatisch in Landkreisen und kreisfreien Städten, die den Wert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche überschreiten.

Am Sonntag (Stand: 00.00 Uhr) waren dies unter anderem die Landkreise Regen, Roth, Bayreuth, Coburg, Wunsiedel, Deggendorf und Berchtesgadener Land so wie die Städte Passau und Coburg. Eine Übersicht über die betroffenen Kommunen gibt täglich auch das Innenministerium im Internet. Die Landeshauptstadt München wies am Sonntag eine Inzidenz von 166,1 auf, ist damit (noch) nicht von der neuen Maßnahme betroffen.

Corona-Lage weiter angespannt: Bilder aus München sorgen für Empörung

Aufgehoben werden kann die Einschränkung des Aktionsradius erst dann, wenn die Infektionswerte an mindestens sieben aufeinanderfolgenden Tagen unter dem Wert von 200 liegen.

Welche Ausnahmen werden gewährt? Wer etwa zum Einkaufen geht, zur Arbeit fährt oder einen Arzt aufsuchen will, für den gilt die Einschränkung nicht. Die Behörden wollen damit vor allem touristischen Ausflügen einen Riegel vorschieben. In den vergangenen Wochen waren beliebte Ausflugsziele zum Teil regelrecht überrannt worden, in München riefen Bilder vom Nymphenburger Schlosskanal entsetzte Reaktionen hervor.

Corona-Lockdown: Radius-Regel soll von Polizei überwacht werden - empfindliche Bußgelder drohen

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kündigte verstärkte Kontrollen an, etwa an Wanderer-Parkplätzen in der Voralpenregion oder im Bayerischen Wald. „Alle Unbelehrbaren müssen mit harten Sanktionen und hohen Geldbußen rechnen“, erklärte der Minister. Bei einem Verstoß drohe ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro.

Auch einige Regionen wollten reagieren. So kündigte der Kreis Miesbach noch am Sonntag an, touristische Ausflüge in die Gegend zu untersagen. Davon wäre etwa der beliebte Spitzingsee betroffen. (dpa/lks)

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