Für manche „ungerecht“

Was öffnet wirklich? Maximale Verwirrung um München-Lockdown - Großer Ärger wegen Fitnessstudios

Der Corona-Lockdown wird in München gelockert. Aber nicht überall. Und wann genau? Ein Überblick über die verwirrenden Regeln.

München - Viele jubeln, manche ärgern sich: Die Öffnungen von Gastronomie-Außenbereichen, Museen & Co. haben in den letzten Tagen Verwirrung gestiftet. Eins ist klar: Ab Mittwoch dürfen gastronomische Außenbereiche öffnen, seit Dienstag auch wieder Museen und Theater. Große Unklarheit gab es derweil bei den Fitness-Studios. Gleich mehrere Betreiber kündigten an, am Mittwoch zu öffnen – nachdem die Stadt am Montag bekannt gegeben hatte, dass kontaktfreier Sport im Innenbereich ab Mittwoch wieder möglich ist. Am Dienstag stellte jedoch Oliver Platzer, Sprecher des Bayerischen Innenministeriums klar: „Der Öffnungszeitpunkt für Fitnessstudios steht noch nicht fest.“

„Alles äußerst schwierig“: Münchner Fitnessstudios bleiben im Unklaren

Patrick Neser, der das SoulPlus in Giesing* leitet: „Gerade ist alles äußerst schwierig, weil wir immer noch nicht wissen, wann wir öffnen dürfen.“ Das Gesundheitsministerium verwies auf Anfrage der Betreiber aufs städtische Kreisverwaltungsreferat, das wiederum auf die Paragrafen des Infektionsschutzgesetzes. Osman Schenk, Betreiber des SoulPlus: „Wir richten das Studio natürlich wieder her, wissen aber nicht, wann wir öffnen dürfen…“ Auf Anfrage bestätigte das Innenministerium schließlich, dass es noch keinen Öffnungszeitpunkt für Fitnessstudios gibt.

Corona in München: Ärger um Lockdown-Lockerungen - „Das ist ungerecht“

Für weiteren Ärger sorgt dabei: Wenn die 7-Tage-Inzidenz stabil unter 100 bleibt, dürfen voraussichtlich ab 21. Mai Hotels wieder öffnen – und zwar mitsamt Wellness- und Fitnessbereichen. „Das ist ungerecht“, schimpft Schenk. Auch Thomas Geppert, Landesgeschäftsführer des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes findet: „Es muss alles verhältnismäßig sein. Wo mit Konzepten sicher geöffnet werden kann, muss das auch passieren!“

Corona-Lockerungen für München: Welche Regeln gelten nun überhaupt?

In anderen Bereichen sieht es etwas klarer aus – wir zeigen, was gilt:

Die nächtliche Ausgangssperre ist seit Dienstag gekippt.

Handel: Hier braucht man seit gestern keinen negativen Corona*-Test mehr, aber weiterhin einen Termin.

Museen: Deutsches Museum, Lenbachhaus, Bayerisches Nationalmuseum, NS-Dokumentationszentrum und Jüdisches Museum sind seit gestern wieder offen. Man muss keinen Corona-Test mehr vorlegen, aber: Eine Voranmeldung ist notwendig. Das Valentin Karlstadt Musäum öffnet morgen, Pinakothek der Moderne, Alte Pinakothek und Brandhorst ab 14. Mai. Regeln auch hier: keine Test-, aber Terminpflicht.

Der Lockdown wird gelockert: Die Außengastronomie darf die Stühle in Bayern wieder füllen.

Theater: Residenztheater und Staatsoper öffnen morgen. Auch das Volkstheater plant, noch diese Woche loszulegen.

Tierpark: Hellabrunn hat schon seit 1. Mai wieder offen, ab heute entfällt auch hier die Testpflicht. Mindestens einen Tag vor dem Besuch muss man sich online ein Ticket kaufen.

Sea-Life: Ab 22. Mai geht‘s wieder los. Auch hier ist eine Voranmeldung, aber kein Test nötig.

Biergärten: Gastronomische Außenbereiche dürfen ab heute wieder aufmachen: Der Biergarten am Viktualienmarkt oder der Hofbräukeller wollen sofort öffnen. Manche warten auch erstmal die Regentage ab, wie zum Beispiel der Aumeister – er öffnet voraussichtlich am Freitag. Für die Gastro gilt derzeit: Negativer Corona-Test ist nötig – außer man sitzt nur mit Mitgliedern des eigenen Hausstands am Tisch. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/Tobias Hase/dpa

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