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Münchner Polizei sperrt Türkenstraße damit Abstände eingehalten werden können - doch dann entsteht eine Party

Die Inzidenz in München ist leicht gesunken. Am Wochenende musste die Polizei zu mehreren Einsätzen ausrücken. Alle News im Ticker.

  • Die Inzidenz in München ist gesunken (siehe Update vom 14. Juni, 6.03 Uhr).
  • In der Nacht zum sonntag musste die Polizei die Türkenstraße räumen (siehe Update von 12.33 Uhr).
  • Alle News zur Corona-Lage in München und Bayern hier im Ticker.

Update vom 14. Juni, 6.03 Uhr: Die 7-Tage-Inzidenz in Bayern ist leicht gesunken und liegt bei 20,1. Am Vortag betrug sie nach RKI-Angaben 20,6. Die Inzidenz in der Landeshauptstadt bleibt ebenfalls stabil niedrig. Für München meldete das RKI am Montag einen Wert von 18,1. Am Sonntag wurde er mit 18,3 angegeben. Am Samstag lag er noch bei 20.

Hotspot Nummer 1 in Deutschland bleibt die Stadt Schweinfurt mit einem Wert von 82,4 (Vortag; 86,1). Auf Platz zwei folgt der Kreis Lindau (72,0 / Vortag: 73,2). Die Kreise Günzburg (52,0), Kronach (47,9) sowie die Stadt Ansbach (47,8) belegen die Plätze sechs, neun und zehn.

Update vom 13. Juni, 12.33 Uhr: Am Wochenende musste die Polizei in München erneut zu mehreren Einsätzen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ausrücken. In den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag fand sich eine Vielzahl an Personengruppen an den bekannten Plätzen ein - unter anderem im Englischen Garten, am Odeonsplatz oder der Türkenstraße. „Die Stimmung war überwiegend ausgelassen, aber es wurden zum Teil auch sehr viele alkoholische Getränke konsumiert und einige Personen zeigten auch deutlich ein dadurch enthemmtes Verhalten.“ Das teilte die Polizei mit.

Im Bereich der Türkenstraße wurden der Polizei am Samstag gegen 22 Uhr eine Vielzahl von Personen (mehrere Hundert) mitgeteilt, die sich auf den Gehwegen und der Fahrbahn aufhielten. Die dortige Außengastronomie war ebenfalls gut besucht. „Einsätzkräfte der Münchner Polizei kontrollierten die Situation und sperrten die Türkenstraße für den Verkehr, damit es für die Feiernden die Option gab, die Abstände zueinander besser einzuhalten“, heißt es. Gegen 1 Uhr gab es dann erneut mehrere Mitteilungen über eine größere Party in der Türkenstraße. Diese wurde von den Beamten daraufhin gelöst.

„Auch im Bereich des Professor-Huber-Platz kam es immer wieder zu Mitteilungen über eine Vielzahl von Personen, die dort vor Ort feiern würden. Gegen 03.20 Uhr hielten sich dort noch ca. 300 überwiegend jüngere Personen auf dem Platz auf, wobei die Stimmung auch aufgeheizt war“, teilte die Polizei mit. Auch hier wurde entschieden, den Platz zu räumen. „Da sich die Leute meist unkooperativ und uneinsichtig verhielten, mussten diese durch starkes Drücken zum Verlassen des Platzes bewegt werden. Dabei beleidigte ein 21-Jähriger mit Wohnsitz in München eine Polizeibeamtin verbal mit sittlich abwertenden Bezeichnungen“, heißt es. Der Mann wurde angezeigt und in Gewahrsam genommen.

Corona in München: Inzidenz endlich wieder im Sinkflug

Update vom 13. Juni, 8.17 Uhr: Die Inzidenz in München ist gesunken. Am Sonntag meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) für die Landeshauptstadt einen Wert von 18,3. Am Vortag hatte er noch bei 20 gelegen. Die Inzidenz für den Freistaat wird mit 20,6 (Vortag: 22) angegeben. Obwohl die Inzidenz in anderen Bundesländern wie in Baden-Württemberg (25,4) oder im Saarland (21,2) höher ist, liegen Deutschlands Hotspots im Freistaat. Die Stadt Schweinfurt liegt mit einem Wert von 86,1 an der Spitze, direkt gefolgt vom Kreis Lindau (73,2).

Update vom 12. Juni, 13.47 Uhr: Während es bei der Corona-Inzidenz in München und dem Freistaat keine allzu große Entwicklung gibt, schreitet die Impfkampagne voran.

Corona in Bayern: Einführung vom Digitalen Impfpass - „Es wird immer Fehler geben“

Jüngste Neuerung: Ab nächster Woche soll es den digitalen Impfpass Schritt für Schritt unter anderem in Apotheken geben.
Einen holprigen Start schließt Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hier jedoch nicht aus. „In der Abwicklung könnte es schon das eine oder andere Problem geben. Es wird immer Fehler geben, nur wer nichts macht, macht nichts falsch“, betont der CSU-Politiker im Gespräch mit der Zeitung „Main-Echo“.

Beim digitalen Nachweis für die Impfung gebe es unterschiedliche Gruppen. „Wer in den Impfzentren geimpft wird,
bekommt das nötige Zertifikat jetzt direkt ausgehändigt. Die technischen Voraussetzungen sind gegeben“, erklärt Holetschek.

Corona in Bayern: Trotz digitaler Version - Impfheftchen bleibt gültig

Für diejenigen, die bereits in einem Impfzentrum eine Impfung erhalten haben, wird es über eine „Schwester-Internetseite von BayIMCO“ (dem bayerischen Impfportal) einen Zugang zum Zertifikat geben. Für alle anderen soll der Weg über Hotlines, die Apotheken und die Arztpraxen führen. „Unser Anspruch: Jeder soll möglichst schnell und einfach das Zertifikat bekommen können, um es in die beiden Apps CovPass oder die Corona-Warn-App hochladen zu können“, so Holetschek.

Gültig bleibt aber auch das gelbe Impfheftchen. Holetschek: „Meine 89-jährige Mutter hätte sich niemals digital fürs Impfen anmelden können - das habe ich für sie gemacht, genauso wie viele Angehörige von Hochbetagten im Freistaat.“

Ursprüngliche Meldung vom 12. Juni, 9.29 Uhr:

München - Mit einer aktuellen Inzidenz von 20 kann sich die Landeshauptstadt nicht beklagen. Zum Vergleich: Am Vortag lag diese laut RKI noch bei 20,1 und am Donnerstag, 10. Juni, sogar noch bei 18,7. Somit ist die Corona-Infektionsrate in München endlich wieder leicht gesunken - und liegt damit sogar unter dem derzeitigen bayerischen Landesdurchschnitt von 22. Der kurzfristige Anstieg lag wohl am Herausfallen des meldeschwachen Feiertags von vergangener Woche aus der Sieben-Tage-Inzidenz.

Corona in München: Zahlen leicht gesunken - Unter bayerischen Landesdurchschnitt

Ein Blick auf das RKI-Dashboard beweist jedoch: Bundesweit können die Bayern derzeit nicht ganz mithalten. Denn hier ist die Inzidenz am Samstagmorgen bereits auf 18,7 gesunken.

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Rubriklistenbild: © Achim Schmidt

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