Mit Maskenpflicht - und länger als sonst?

Tollwood & Co: So planen die Münchner Weihnachtsmärkte im Corona-Winter - der erste Markt hat schon abgesagt

Das Tollwood in München (Symbolbild).
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Das Tollwood in München (Symbolbild).

Die staade Zeit, sie wird heuer mit Hygienerichtlinien daherkommen, so viel steht fest. Derzeit laufen bei den Veranstaltern von Christkindlmärkten die Detailplanungen – wenn auch unter Vorbehalt.

  • Weihnachtsmärkte werden in diesem Jahr in München ganz im Zeichen von Corona stehen.
  • Die Märkte sollen vergrößert und verlängert werden. Die Standbesitzer fordern einen Erlass der Gebühr.
  • Der erste Markt hat bereits abgesagt: Am Chinesischen Turm gibt es keine Weihnachtsstimmung.

München - Die staade Zeit, sie wird heuer mit Hygienerichtlinien daherkommen, so viel steht fest. Derzeit laufen bei den Veranstaltern von Christkindlmärkten die Detailplanungen – wenn auch unter Vorbehalt. Denn: Nur wenn es die Infektionslage zulässt, dürfen sie ihre Standl aufbauen. Am Dienstag könnten sie schon etwas mehr Planungssicherheit haben: Dann verhandelt der Stadtrat über die Christkindlmärkte. Unter anderem steht im Raum, die Veranstaltungen vom 23. November bis zum 10. Januar zu verlängern. Also sieben Wochen Christkindlmarkt (statt normalerweise etwa vier): So könnten die Händler im Corona-Jahr wenigstens ein bisschen mehr Geschäft machen.

Winterzauber in München: Fläche vergrößern, Markt verlängern?

Die großen Parteien im Stadtrat und OB Dieter Reiter (SPD) stehen dem Vorstoß des Wirtschaftsreferats, den Markt zu verlängern und die Fläche zu vergrößern, positiv gegenüber. Er habe große Sympathie dafür, dass die Christkindlmärkte „nach einem sehr belastenden Jahr stattfinden“ – vorausgesetzt, das Infektionsgeschehen lässt es zu.

Die Grünen halten die Idee ebenfalls für gut. Allerdings habe es Diskussionen gegeben, ob die Abstandsregeln „nach dem dritten Glühwein“ auch eingehalten werden könnten, so Stadtrat Beppo Brem. Und: Essens- und Getränkestände sollten nicht direkt vor Restaurants aufgestellt werden. Das ist auch der CSU wichtig.

Coronavirus/München: Nur ein Drittel der Stände am Tollwood geplant

Das Tollwood feilt längst am Konzept – die Veranstalter gehen davon aus, dass auf der Theresienwiese im Vergleich zu sonst nur ein Drittel der Stände aufgebaut werden. Außerdem gilt wohl: keine Zelte – und Maskenpflicht auf dem kompletten Gelände! Auch der Mittelaltermarkt am Wittelsbacherplatz, der Märchenbazar oder der Christkindlmarkt am Weißenburger Platz stecken in den Planungen. Es sei eine ‚„verzwickte Situation“, wie der Veranstalter von Pink Christmas im Glockenbachviertel, Robert Maier-Kares, erklärt: „Keine Versicherung will uns absichern. Für Security, Zäune und andere Corona-Regelungen zahle ich zusätzlich einen fünfstelligen Betrag. Gleichzeitig kann ich nur 20 Prozent der Gäste auf den Platz lassen.“

Der Organisator fordert, dass die Stadt die Standgebühren erlässt. Bisher stand eine Halbierung im Raum. „Wir haben bisher nur mündliche Absprachen getroffen“, sagt Diego Ertl, der Veranstalter des mittelalterlichen Weihnachtsmarkts auf dem Wittelsbacherplatz. Zwar hat er auf seiner Internetseite schon den 23. November als Eröffnungstag angegeben. „Ob wir dann aber wirklich starten, kann keiner sagen. Wir hoffen es aber.“ Währenddessen wurde der erste Markt bereits abgesagt: Am Chinesischen Turm wird’s in diesem Winter keine Christkindl-Standl geben.

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