Beamte sollen Präsenz zeigen

Münchner Wirte fürchten chaotisches Party-Wochenende - Polizei hat mysteriöse Veranstaltung „auf dem Radar“

Markus Söder verkündete weitreichende Corona-Lockerungen für Bayern.
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Markus Söder verkündete weitreichende Corona-Lockerungen für Bayern.

Während sich das Coronavirus auch in München immer weiter ausbreitet, sind Wirte an den Hotspots der Stadt alarmiert. Auch die Polizei will verstärkt Präsenz zeigen.

  • Das Coronavirus breitet sich auch in München immer weiter aus.
  • Die Wirte an den Hotspots der Stadt zeigen sich währenddessen alarmiert.
  • Auch eine illegale Großveranstaltung am Samstag ist geplant.

München - Temperaturen bis zu 27 Grad, strahlend blauer Himmel, laue Nächte - der Sommer in München setzt noch mal zum Endspurt an. Nach den verregneten und kühlen Tagen zieht es die Münchner wieder nach draußen, gerade am strahlend schönen Samstag. Vielleicht aber zu viele Massen? Die Wirte an Hotspots wie dem Gärtnerplatz jedenfalls sind alarmiert. Schließlich wurde das geplante, stadtweite Alkoholverbot vom Verwaltungsgerichtshof gekippt.

Corona in München: Illegale Großveranstaltung an der Isar für Samstag geplant

Schon am Donnerstag kam es am Baldeplatz zu einer großen Menschenansammlung, die von der Polizei aufgelöst werden musste. Für Samstag ist eine illegale Großveranstaltung an der Isar mit Hunderten Teilnehmern geplant. Drohen ähnliche Szenen auch in der Innenstadt?

„Ich bin sehr gespannt, wie es wird“, sagt Wirt Giacomo Monaco (52) von der Pizzeria Monaco in der Reichenbachstraße. „Die Lage ist an den Wochenenden oft chaotisch.“ Und das sei auch schlecht fürs Geschäft. „Bei dem Krawall bleiben nämlich die Kunden, die in Ruhe ihr Essen genießen wollen, lieber daheim.“ Geholfen hätten die verstärkten Kontrollen. Viele Wirte seien darüber froh. „Man merkt, dass die Polizei und das KVR ein Auge auf die Hotspots haben, um die exzessive Feierei einzudämmen“, sagt Luca Lehr (26) vom Cotidiano am Gärtnerplatz.

Corona in München: Polizei will auch am Wochenende Präsenz zeigen

Die Polizei will an ihrer Strategie festhalten. Auch an diesem Wochenende wird sie wieder an den beliebten Feier-Treffpunkten verstärkt Präsenz zeigen. Wie seit Beginn der Corona-Pandemie sind an sommerlichen Abenden an den Wochenenden etwa 300 zusätzliche Beamte im Einsatz. Was passiert mit der Mega-Party an der Isar? Die Veranstaltung wurde bei Facebook gepostet. Mittlerweile gibt es 486 Zusagen, knapp 10 000 Feierwillige sind an dem Rave interessiert. Laut Polizeisprecher Sven Müller habe man die Party „auf dem Radar“ und werde dementsprechend auf den Einsatzabschnitten auf Menschenansammlungen reagieren.

Die Politik will dagegen ein Alkoholverbot an acht Hotspots durchsetzen, sollte der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert über 35 klettern. Am Freitag lag er bei 30,58 (86 neue Infizierte). Die Gastronomen müssen derweil selbst aufpassen, dass sich vor ihren Läden nicht zu viele Menschen tummeln. „Da schauen wir jetzt besonders drauf“, sagt Luca Lehr vom Cotidiano. Man sei eben „sehr vorsichtig“. LMB

Eine Personenkontrolle ist am Gärtnerplatz aus dem Ruder gelaufen. Ein Polizist setzte einen Schlagstock ein, ein Mann wurde verletzt. Nicht nur an der Isar auch in Münchner Clubs gibt es Corona-Partys.

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