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Stadt München meldet neue Corona-Tote - und ein rätselhaftes Problem: „Wird heute nicht ausgewiesen“

Die Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin brachte keine weitreichenden Neu-Beschlüsse zum Thema Corona. Eine Top-Virologin machte indes Hoffnung für das anstehende Weihnachtsfest.

  • Die Landeshauptstadt München gilt weiterhin als Hotspot der Corona-Pandemie.
  • Markus Söder hält eine Verlängerung des aktuell geltenden „Lockdown-Light“ für möglich. (Siehe Update von 10.23 Uhr)
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Update, 15.18 Uhr: In München wurden für Montag, 16. November, 204 neue Corona-Fälle (inkl. Nachmeldungen) und 8 weitere Todesfälle gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt damit bislang 24.037 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 17.290 Personen, die bereits genesen sind, sowie insgesamt 287 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München wird vom RKI mit 182,3 angegeben, wobei dieser Wert zu niedrig ist, da das RKI für heute keine neuen Münchner Fälle ausweist. Die Ursache dafür wird derzeit noch ermittelt. Im städtischen Dashboard ist deshalb kein Inzidenzwert aufgeführt. Die Reproduktionszahl für München liegt bei 0,63 (Stand 16.11.)

Update, 12.11 Uhr: Nachdem aus der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin keine weitreichenden Beschlüsse hervorgerkommen sind, hat sich nun die Virologin Ulrike Protzer (Technische Universität München) zur Zwischenlösung geäußert. Dem BR gegenüber zeigte sie Verständnis gegenüber der Entscheidung, die Infektionslage bis kommende Woche abwarten zu wollen. Sie sehe eine „gute Chance“, so Protzer, dass die aktuellen Maßnahmen für eine Abflachung der Kurve sorgen könnten. Bedingung dafür sei, dass sich jeder an die Regeln halte. Protzer sprach auch über das bald anstehende Weihnachtsfest. Wichtig sei es, „wie hoch das Risiko für diejenigen ist, die an der Feier teilnehmen“, so die Virologin. Ein Fest mit Familie und Freunden halte Protzer dennoch für möglich.

Corona: Söder glaubt an Lockdown-Verlängerung - Impfzentrum in München kommt

Update, 10.23 Uhr: Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich im Anschluss an die Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin am gestrigen Montag (16. November) auch in der „Rundschau“ des BR zur aktuellen Corona-Lage geäußert. „Ich habe wenig Hoffnung, dass Ende November alle wieder gut ist“, erklärte Söder. Er gehe davon aus, dass die Anti-Corona-Maßnahmen über das Monatsende hinaus verlängert werden.

Update, 9.36 Uhr: Aus der gestrigen Ministerpräsidentenkonferenz sind mehrere Punkte einer Beschlussvorlage zu entnehmen. Einer davon dürfte besonders Münchner brennend interessieren. So kommt es in der Stadt seit Beginn des Lockdowns weiterhin zu großen Menschen-Aufkommen in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Kanzlerin Merkel (CDU) und die Ministerpräsident*Innen haben sich jetzt auch konkret zu dieser Problematik geäußert.

Video: Die ganze Pressekonferenz mit Ulrike Protzer zum Nachhören

Update vom 17. November, 7.48 Uhr: In München soll es bereits in vier Wochen ein Corona-Impfzentrum geben. Oberbürgermeister Dieter Reiter (62, SPD) sagte der tz: „Wir werden alles daran setzen, in München bis zum genannten Stichtag am 15. Dezember ein Impfzentrum zu realisieren. München wird vorbereitet sein, wenn dann hoffentlich bald ein Impfstoff zur Verfügung steht.“

Wo das Impfzentrum in München liegen wird, ist derweil noch offen. Naheliegend sind die Messehallen in Riem, die ab 1. Dezember die Kontakt-Ermittler des Gesundheitsamts beherbergen werden. „Die Planungen laufen“, sagt Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek (SPD). Aber: „Einen festen Standort gibt es noch nicht.“ Im Impfzentrum soll auch das Präparat gelagert werden. Das ist eine Herausforderung, denn dazu braucht es Temperaturen von minus 70 Grad Celsius und entsprechende Ultratiefkühlschränke.

Das Impfen selbst erfolgt durch Ärzte der Kassenärztlichen Vereinigung (KVB). „Bayernweit sind derzeit 2300 Ärzte bereit, an Impfungen teilzunehmen“, sagte ein KVB-Sprecher auf tz-Anfrage.

München: Corona-Impfung schon in vier Wochen?

Das Datum - der 15. Dezember - kommt von höchster Stelle. Die Länder sind gehalten, ihre Impfzentren und -strukturen ab dem 15. Dezember so vorzuhalten, dass eine kurzfristige Inbetriebnahme möglich ist. Bis Ende November sollen die Länder dem Bund mitteilen, wie viel Impfungen sie am Tag planen.

Corona-Gipfel: Bittere „Mahnung“ von Merkel könnte bald Ernst werden - Söder spricht Ski-Warnung aus

Update vom 16. November, 20.06 Uhr: Neue Beschlüsse gab es auf dem Corona-Zwischenstands-Gipfel nicht. Stattdessen einen Appell an alle Bürger, sich an die derzeit geltenden Regeln zu halten - und am besten etwas darüber hinaus zu gehen. „Eine Trendumkehr ist noch nicht erreicht“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf der anschließenden Pressekonferenz. Die Zahlen stagnieren zwar, seien aber noch weit von dem gesteckten Ziel - 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen - entfernt.

Neu ist jedoch die Aufforderung der Kanzlerin, dass alle Menschen mit Atemwegserkrankungen umgehend einen Arzt aufsuchen sollten. Dieser solle dann entscheiden, ob ein Corona-Test notwendig sei. Denn im Winter komme es millionenfach zu Erkältungen. Und es sei entscheidend diese Erkrankungen genau zu bestimmen. Erkrankte Personen sollten dann unbedingt auch zu Beginn der Infektion zuhause bleiben.

Die Kanzlerin betonte noch einmal, dass die Kontakte auf ein Minimum beschränkt werden sollten. Man solle sich nur mit Menschen aus einem anderen Haushalt treffen - das gelte auch für die Kinder des Haushalts. Nicht notwendige Reisen und Ausflüge sollten ebenfalls vermieden werden. Und vor allem sollte auf private Feiern verzichtet werden.

Für Risikogruppen gab die Kanzlerin ein ganz besonderes Angebot bekannt. Sie sollen die Möglichkeit erhalten, 15 FFP2-Masken pro Personen zu vergünstigten Konditionen erwerben können. Damit sollen sie sicherer über die Wintermonate kommen.

Corona-Gipfel: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht mit Sorgen auf den Winter

Für Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ist „der große Wurf noch nicht gelungen“. „In der kommenden Woche (25. November) werden die Weichen für den Winter gestellt.“ Dann soll eine abschließende Konferenz zwischen den Ministerpräsidenten und der Kanzlerin stattfinden, bei der die Ergebnisse des Teil-Lockdowns überprüft werden und neue Beschlüsse gefasst werden. „Ich habe aber wenig Hoffnung, dass Ende November wieder alles gut ist“, sagte Söder.

Der bayerische Landeschef ging auch noch einmal auf die Corona-Maßnahmen an den Schulen ein. In Bayern gilt im Vergleich zu anderen Bundesländern auch in der Grundschule eine Maskenpflicht im Unterricht. „Die Schüler tragen die Maßnahmen mit großer Gelassenheit“, so Söder. Er bekräftigte erneut das Ziel Schulen und Kitas offenzuhalten. Er schloss jedoch nicht aus, in Hotspots - vor allem für die älteren Schüler - strengere Maßnahmen einzuführen. Eine Möglichkeit wäre das Entzerren des Unterrichts.

„Es kann keine Planungssicherheit für das nächste halbe Jahr geben“, sagte der Ministerpräsident. Dennoch müsste man eine langfristige Strategie finden, um mit dem Coronavirus umzugehen. Es dürfe kein weitere Auf und Ab geben. Er habe persönlich auch mehr Angst vor Silvester als vor Weihnachten, fügte Söder noch hinzu. Auch vor einem exzessiven Skiurlaub habe er große Sorge: „Wir müssen uns genau überlegen, was ist, wenn die Skigebiete rund um Weihnachten in Österreich aus Tourismus-Gründen wieder aufmachen.“

Corona-Gipfel: Neue Beschlüsse erst kommende Woche

Update vom 16. November, 19.51 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich auf der Pressekonferenz nach der Sitzung mit den Ministerpräsidenten zur weiteren Corona-Maßnahmen geäußert. Dabei habe man beschlossen, dass man sich zu längerfristigen Konzepten kommende Woche (25. November) äußern werde.

Dabei spricht man über einen Zeitraum über den Jahreswechsel hinaus. Damit es eine Planbarkeit für die Bevölkerung gäbe, müssten aber zunächst „eine Vielzahl von Problemen“ angegangen werden, so Merkel.

Update 16. November, 15.14 Uhr: Weitere Vorschläge des Kanzleramts wurden dem Vernehmen nach für nicht tauglich befunden. In einer von den Länderchefs selbst gestalteten Beschlussvorlage, die dem Nachrichtenportal Business Insider vorliegt, fehlen offenbar die Kontaktbeschränkungen für Kinder und Jugendliche. Zuvor war angedacht, dass sich diese nur noch mit einem festen Freund oder einer festen Freundin in der Freizeit treffen dürfen.

Corona-Gipfel heute: Weitere Merkel-Verschärfungen gekippt

Ein weiterer Punkt wurde abgeschwächt: Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit soll nur mit den Angehörigen des eigenen und maximal zwei Personen eines weiteren Hausstandes gestattet werden. Verstöße dagegen sollen aber entgegen der ursprünglichen Vorlage NICHT von den Ordnungsbehörden sanktioniert werden. Es bleibt bei einem Appell.

In der Neufassung der Länderchefs wird außerdem zudem darauf verzichtet, Bürgern bereits bei Erkältungssymptomen wie Schnupfen und Husten eine fünf- bis siebentägige Quarantäne nahezulegen.

Zoff bei Merkels Corona-Gipfel - Lage in München weiter angespannt

Update 16. November, 14.26 Uhr: Im Vergleich zum Vortag ist die maßgebliche 7-Tage-Inzidenz in München leicht gestiegen. Laut offizieller Verkündung der Stadt liegt sie derzeit bei 212,2. Für den gestrigen Sonntag wurden inklusive Nachmeldungen 325 neue Coronavirus-Fälle registriert.

Update 16. November, 13.28 Uhr: „Die Stimmung in der Vorbesprechung ist sehr schlecht“, zitiert der Spiegel eine Stimme aus einem unionsregierten Bundesland. Offenbar sorgt das Vorpreschen des Kanzleramts für Verärgerung bei den beteiligten Ministerpräsidenten (siehe Schwesig-Kommentar im Update von 12.05 Uhr).

Die Länder seien „keine nachgeordnete Dienststelle des Kanzleramts“, soll etwa Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow geklagt haben. Ab 14 Uhr nimmt Kanzlerin Merkel an den Beratungen teil.

Merkel-Gipfel heute: Zoff um neue Regel - erste Entscheidung bereits gefallen

Update 16. November, 12.05 Uhr: Bund und Länder werden bei ihrer Videokonferenz zum Vorgehen in der Corona-Pandemie am Montag voraussichtlich keine schärferen Schritte für die Schulen beschließen. Nach einer geänderten Vorlage des Bundes sollen die Länder bis zur kommenden Woche einen Vorschlag vorlegen, wie Ansteckungsrisiken im Schulbereich weiter reduziert werden können. Die geänderte Vorlage liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Das „Vorgehen des Kanzleramtes führt zur Verunsicherung anstatt zur gemeinsamen Orientierung für die Bevölkerung“, hatte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig vorab geschimpft.

Merkel-Pressekonferenz zu Corona: Söder präsentiert neue Idee für „faires Schuljahr“

Update 16. November, 11.10 Uhr: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) plädiert dafür, über alternative Unterrichtsformen nachzudenken, um Schulen und Kitas in der Corona-Krise so lange wie möglich geöffnet halten zu können. Dazu gehöre etwa auch die Möglichkeit eines Wechselunterrichts, sagte Söder am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. „Der eine Teil wird via Internet zu Hause beschult, der andere in der Schule.“

Auch die Leistungsanforderungen müssten anders formuliert werden. Es könne nicht sein, dass den Schülern genau dieselben Schulaufgaben und Klausuren gestellt würden wie in anderen Zeiten, mit einem durch die Pandemie erhöhten Notendruck. „Es wird kein normales Schuljahr werden, aber es soll ein faires Schuljahr werden“, sagte Söder.

Update 16. November, 10.43 Uhr: Die Absage des Oktoberfests dürfte wohl der „markanteste“ Corona-Einschnitt für zahlreiche Münchner gewesen sein. Viele weinten der Wiesn lange nach. Eine „Botschaft“ auf der Theresienwiese dürfte jetzt vielen aufstoßen, einige womöglich erfreuen.

Corona-Gipfel heute: Merkel will weitere Lockdown-Verschärfungen - Treffen stehen im Fokus

Ursprungsmeldung:

München/Berlin - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Forderung des Bundes nach neuen drastischen Kontaktbeschränkungen mit einer weiterhin zu hohen Zahl von Corona-Neuinfektionen begründet.

Zwar sei durch die seit Anfang November geltenden Einschränkungen eine Stabilisierung erreicht worden, machte Merkel am Montag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in der Sitzung des CDU-Präsidiums deutlich.

Dies sei aber nicht ausreichend. „Die Zahlen stabilisieren sich etwas. Aber zu langsam“, wurde die Kanzlerin zitiert. Stellvertretend für Merkels Einschätzung könnte die aktuelle Corona-Lage in München stehen. Dort gibt immerhin die aktuelle Reproduktionszahl Anlass zu ein wenig Hoffnung.

Corona-News München: Schärfere Kontaktbeschränkungen bahnen sich an

Notwendig sei es nun, die Kontakte im privaten Bereich weiter zu reduzieren, sagte Merkel nach diesen Informationen. Dabei sei die Bundesregierung auf die Mitwirkung der Bevölkerung angewiesen. Über notwendige Maßnahmen im Dezember bis Weihnachten und im nächsten Jahr solle am kommenden Montag entschieden werden.

Die Zahlen stabilisieren sich etwas. Aber zu langsam.

Kanzlerin Merkel zur aktuellen Corona-Lage in Deutschland

Die Kanzlerin machte auch auf unterschiedliche Entwicklungen in einzelnen Städten aufmerksam. So sehe man in Berlin keine Reduzierung der Infektionszahlen - im Gegensatz zu Hamburg oder Bremen. Dort müsse man dann Maßnahmen für die Hotspots ergreifen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sprach nach diesen Informationen in der Präsidiumssitzung von einer Seitwärtsbewegung bei den Infektionszahlen. Die Corona-Dynamik bei den Steigerungen nehme ab. Das reiche aber noch nicht.

Corona-News München: Merkel will Zügel weiter anziehen - neue Quarantäneregelung geplant

Merkel will am Nachmittag (14.00 Uhr) mit den Ministerpräsidenten der Länder über weitere Einschränkungen beraten, um die Infektionswelle in der Pandemie zu brechen. Unter anderem schlägt der Bund in seiner Beschlussvorlage vor, es sollten sich weniger Menschen verschiedener Haushalte treffen dürfen. Private Zusammenkünfte mit Freunden und Bekannten sollten sich generell nur noch auf einen festen weiteren Hausstand beschränken.

Auf private Feiern soll bis zum Weihnachtsfest ganz verzichtet werden. Zudem will der Bund die Maskenpflicht an Schulen ausweiten, bei zu kleinen Räumen sollen Klassen geteilt werden. Zudem solle man sich bei jedem Erkältungssymptom - insbesondere Husten und Schnupfen - unmittelbar in häusliche Quarantäne begeben - bis die Symptome abklingen.

Die Länderseite will sich bereits um 11.00 Uhr zu einer virtuellen Vorbesprechung treffen. (lks/dpa) Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte bereits vorab eine klare Aussage zu möglichen Lockdown-Verschärfungen getätigt.

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel

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