Damit Versorgung gewährleistet bleibt

U-Bahn-Fahrer, Müllmann & Co.: Sie halten München auch in Zeiten der Corona-Krise am Laufen

Ärzte und Pflegekräfte arbeiten in ihren Krankenhäusern oder in den Heimen, Verkäufer im Supermarkt. Ihre Berufe sind systemrelevant, auf sie kann man nicht verzichten. Auf andere aber auch nicht.

  • In Bayern gilt wegen des Coronavirus* eine Ausgangsbeschränkung, sie ist bis zum 19. April befristet. 
  • In München sind die Straßen wie ausgestorben. Doch viele gehen weiter ihrer Arbeit nach und sorgen dafür, dass  wichtige Infrastrukturen und Dienste weiter funktionieren.
  • Hier finden Sie unseren Wegweiser zur Berichterstattung und die Corona-News aus Deutschland. Außerdem finden Sie hier aktuelle Fallzahlen in Bayern als Karte**. 

Es sind die Menschen bei der Münchner Verkehrsgesellschaft, bei den Stadtwerken, bei der Müllabfuhr. München braucht Euch: Den U-Bahnfahrer, die Trambahnfahrerin, die Techniker in den Heizkraftwerken, die Arbeiter bei der Stromerzeugung, die Mülllader, die dafür sorgen, dass die Mülltonnen trotz der Pandemie geleert werden. Wir stellen auf dieser Seite sechs Menschen vor, die unsere Stadt am Laufen halten.

Maximilian Riegel , U-Bahnfahrer

Fast gespenstische Atmosphäre

Am vergangenen Wochenende war es sehr leer im Münchner U-Bahnnetz, es ist eine fast gespenstische Atmosphäre. Es war nur eine Handvoll Fahrgäste unterwegs. Man merkt deutlich: Die Maßnahmen wirken. Am Stachus war am Samstag gähnende Leere – das sieht man selten. Mir gibt es ein Gefühl der Sicherheit, dass ich vorne sicher abgeschirmt im Fahrerstand sitzen kann.

Maximilian Riegel (31), U-Bahnfahrer

Nikola Dolanjski (37), Mülllader

Feedback gibt uns Kraft 

Man merkt definitiv, dass die Leute zu Hause sind und dadurch mehr Müll entsteht. Wir können das aber gut stemmen. Und wir erfahren Dankbarkeit und Wertschätzung dafür, dass die Müllabfuhr nahezu reibungslos weiter arbeitet. Das Feedback freut uns und gibt natürlich Kraft. 

Nikola Dolanjski (37), Mülllader

Hanan Abbas, IT-Mitarbieter der LHM Services.

IT-Betrieb muss laufen

Ich bin täglich vor Ort und überwache die zentrale Datenübertragung. Denn auch wenn Schulen und Kitas überwiegend geschlossen sind, muss der IT-Betrieb ja weiterlaufen. Webseiten, E-Mails oder die IT-Plattformen werden gebraucht. Einzelne Schulen und Kitas betreuen ja die Kinder von Pflegekräften und Ärzten. 

Hanan Abbas, IT-Mitarbieter der LHM Services

Thomas Gilg, Betriebsleiter des Heizkraftwerks Süd.

Wir sorgen für Strom

Mit 60 Kollegen erzeugen wir hier am Standort Strom und Wärme für rund die Hälfte aller Münchner Haushalte. Nicht zuletzt um den Betrieb zu sichern, achten wir streng auf die Einhaltung der Hygiene-Regeln. Eigentlich läuft gerade die Modernisierung des Standorts. Nun müssen die Arbeiten im großen Stil umgeplant werden. 

Thomas Gilg, Betriebsleiter des Heizkraftwerks Süd

Walter Würz, Kraftwerksmeister im HKW Süd

Die Turbinen fest im Blick

Ich fahre die beiden Gas-und Dampfturbinen-Anlagen sowie alle Nebenanlagen wie Kondensat- oder Wasseraufbereitung. Ich habe meine Familie eindringlich gebeten, vorsichtig zu sein. Denn sollte sich jemand aus meiner Familie anstecken, dann wäre sofort mein ganzes Team vom Ausfall bedroht

Walter Würz, Kraftwerksmeister im HKW Süd

Sara Unertl Trambahnfahrerin

Nachts auf leeren Straßen

Am vergangenen Wochenende bin ich die Spät- und Nachtschichten gefahren, das war zum einen entspannend, weil auf der Straße kaum Autos sind. Zum anderen war es aber fast schon surreal, dass es so leer war. Gerade am Hauptbahnhof und Stachus, wo sonst die Hölle los ist, weil alle feiern gehen: Da war tote Hose. 

Sara Unertl Trambahnfahrerin

Lesen Sie auch: Corona in Bayern: Söder richtet in Videobotschaft Appell an Bevölkerung - „Ich habe eine Bitte“

Die Corona-Krise und die damit einhergehenden Einschränkungen belasten die Menschen in München. Doch viele sorgen mit rührenden Aktionen für Hoffnung - so auch Lukas (9) aus Schwabing, der täglich seine Nachbarschaft begeistert.

Restaurants, Einzelhändler und Dienstleister sind in der Corona-Krise kreativ geworden, um ihren Kunden weiter einen guten Service bieten zu können. Auf dieser interaktiven Landkarte finden Sie alle Anbieter in Ihrer Region, die Abholung- oder Lieferservice anbieten.

*Merkur.de/tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © MVG

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