Mit Beatmung

Corona-Patient war monatelang auf Intensiv-Station: „Das sollten vielleicht diese Querdenker lesen“

Das Klinikum Schwabing hat seinen ersten Intenisv-Covid19-Patienten entlassen. (Symbolbild)
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Das Klinikum Schwabing hat seinen ersten Intenisv-Covid19-Patienten entlassen. (Symbolbild)

Corona hat München im Griff. Wohl so fest wie selten zuvor. Seit neun Monaten bestimmt das Virus das Leben. Schon zu Beginn mussten Menschen intensiv behandelt werden - so wie dieser Münchner.

München - Seit Mittwoch (9. Dezember) gelten in München strenge Regeln. Wenige Tage zuvor hatte CSU-Chef Markus Söder den Katastrophenfall für Bayern ausgerufen. Da München jedoch eine Inzidenz von über 200 Neu-Infektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen aufweist, trifft es die Stadt noch härter. Unter anderem gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 21 Uhr bis 5 Uhr morgens. Es scheint, als würde die „zweite Welle“ mehr Wucht haben als die erste vom vergangenen Frühjahr. Doch schon damals gab es Menschen, die intensiv medizinisch behandelt werden mussten.

Corona: Ein Drittel Jahr auf der Intensiv-Station - Münchner Klinik mit bewegendem Bericht

Das Klinikum Schwabing postete jetzt ein bewegendes Bild auf Facebook, das den ersten Patienten des Klinikums zeigt, der wegen einer Covid19-Infektion auf der Intensivstation landete. „Auf unserer Covid19-Intensivstation in Schwabing hatten wir zuletzt Sonderbesuch: Er war der erste von insgesamt rund 250 Covid-19-Patienten, die während der ersten Welle in der MünchenKlinik  auf der Intensivstation behandelt werden mussten – und er blieb ganze 108 Tage! Einen Großteil der Zeit musste er künstlich beatmet werden,“ so die Klinik auf Facebook.

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Die Klinik nutzt den emotionalen Post dann auch dazu, Menschen an die Gefahr von Corona zu erinnern. „Heute kann er seinen Alltag wieder bewältigen, auch wenn er weiterhin auf Sauerstoffzufuhr angewiesen ist und rasch außer Atem gerät“, heißt es. Man solle jetzt gut auf seine Mitmenschen achten, auf die Schwachen und einen selber. In den Kommentaren zeigen sich die User dankbar: „Vielen Dank an das gesamte Team“, schreibt etwa ein User. Ein weiterer sieht den Text als Warnung und schießt gegen diejenigen, die das Virus weiterhin nicht als Gefahr ansehen: „Das sollten vielleicht diese Querdenker lesen.. Achso ich vergaß... Die sind ja nur unterwegs ohne Masken um noch mehr Leute anzustecken.“ Im Augenblick ist die „zweite Welle“ voll im Gang - mit den verschärften Maßnahmen will man den weiteren Anstieg der Neu-Infektionen senken - auch in München.

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