ÖDP hadert 

Correo Quartier: Stadt prüft nun auch Wohnungen

Das Correo Quartier entsteht am Hauptbahnhof. 

Das neue Correo Quartier auf dem ehemaligen Postbank-Gelände an der Paul-Heyse-Straße könnte um Wohnungen erweitert werden. Der Planungsausschuss hat gestern entsprechende Änderungsanträge beschlossen.

Demnach soll die Verwaltung auf Wunsch von Grünen und SPD zumindest prüfen lassen, ob Wohnungen möglich sind. Ursprünglich war wie bislang lediglich eine Nutzung als Büro- und Gewerbekomplex vorgesehen.

Die ÖDP hatte erfolglos beantragt, den Wohnungsbau vom Investor sogar einzufordern. Doch das scheint aus rechtlichen Gründen nicht möglich. ÖDP-Stadtrat Johann Sauerer hatte ausgeführt, dass eine Festsetzung durchaus möglich sei. Die Bauherrin selbst habe eine Wohnbebauung schließlich nicht ausgeschlossen. „Und wir brauchen im Bahnhofsviertel auch Wohnungen, nicht nur Hotels und Gewerbe.“ Der Stadtrat sei angehalten, mal ein Zeichen zu setzen. „Wir wissen doch, was in Schwabing passiert ist, wenn wir immer nur prüfen lassen. Der Investor wird das machen, was für ihn monetär am besten ist.“

Heide Rieke (SPD) befürwortete indes einen Prüfauftrag. „Den würden wir gern weitergeben. Aber wir wollen das Verfahren nicht weiter verzögern, damit die Baustellen rund um den Hauptbahnhof absehbar mal ein Ende haben.“ Stadtbaurätin Elisabeth Merk und OB Dieter Reiter (SPD) kritisierten, dass sich der Stadtrat nun erst nach Abschluss des Planungsverfahrens über derlei Dinge Gedanken mache. „Wir werden das selbstverständlich prüfen, aber das kostet logischerweise Zeit“, sagte Merk. Das Verfahren laufe schon eine Weile. Das Thema Wohnen sei da nie Gegenstand gewesen. „Hätten wir gewusst, dass an der Stelle zwingend Wohnungen entstehen sollen, hätten wir das aufwendige und kostspielige Verfahren anders aufgesetzt.“  

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