Corso Leopold geht ein bisschen weiter

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Der Corso Leopold lockt zweimal im Jahr mehrere 100 000 Besucher an.

Der Corso Leopold wird erweitert – zumindest ein bisschen. Die Kunst- und Kulturveranstaltung soll künftig an der Kreuzung Potsdamer- und Rheinstraße enden. Das hat der Stadtrat entschieden.

Der Corso Leopold wird erweitert – zumindest ein bisschen. Die Kunst- und Kulturveranstaltung auf der Ludwig- und Leopoldstraße wird wie gehabt am Odeonsplatz beginnen, soll aber künftig nicht an der Münchner Freiheit enden, sondern an der Kreuzung Potsdamer- und Rheinstraße.

Zudem werden die Aufbauzeiten ausgedehnt. Das hat der Kreisverwaltungsausschuss mit den Stimmen von SPD, Grünen und Hut gestern entschieden. CSU, Bayernpartei und ÖDP votierten gegen den Vorschlag. Der Veranstalter ist nur mäßig begeistert.

Der Corso Leopold findet zweimal im Jahr, an einem Wochenende im Mai und einem im Septembe, auf bisher 2,3 Kilometern Straße statt – und parallel zum Streetlife Festival. Die Veranstaltungen locken jeweils mehrere 100 000 Besucher mit einem bunten Kultur- und Kunstprogramm an. Dieses Jahr ist das Wochenende 25./26. Mai für die Veranstaltung reserviert.

Der Verein Corso Leopold hatte ursprünglich geplant, die Feiermeile bis zum Schwabinger Tor auszudehnen. Dort sollte 70 Jahre Grundgesetz gefeiert werden. Doch die Behörden lehnten diese Erweiterung ab. Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle (SPD) führte im Ausschuss Sicherheitsbedenken an. „Die Wege zur Polizeiinspektion und zum Schwabinger Krankenhaus müssen frei bleiben.“ Bei einer Sperrung der Leopoldstraße stehe zu befürchten, dass sich der Verkehr auf der Parzivalstraße staue. „Die Vorzugslösung wäre, dass wir gar nicht erweitern.“

Die SPD-Fraktion hatte jedoch beantragt, die Veranstaltungsfläche bis hin zur Rheinstraße / Potsdamer Straße auszudehnen. Das KVR sieht dies zumindest aus verkehrlicher Sicht unkritisch. Die Tram würde durch Busse ersetzt. Eine Querung von Osten nach Westen sei weiterhin möglich, der Verkehr würde sich nicht komplett auf den Mittleren Ring verlagern.

Die Grünen hatten zudem in einem Antrag die Erweiterung der Feiermeile bis zur Parivalstraße gefordert, zumindest versuchsweise. Grünen-Stadtrat Paul Bickelbacher: „Eine Erweiterung bis zum Schwabinger Tor wäre eigentlich schöner.“ Der Antrag fand keine Mehrheit. Die CSU stimmte gar generell gegen die Ausweitung. „Man muss abwägen zwischen den Interessen der Anwohner und denen, die da feiern wollen“, sagte Fraktions-Vize Evelyne Menges.

Corso Leopold-Vosritzender Ekkehard Pascoe sagte unserer Zeitung, der Kompromiss nun sei „besser als nichts“. Der Verein müsse jedoch nun ganz neu planen. „Wir prüfen nun, wie wir das sinnvoll nach Norden erweitern können. An der Rheinstraße endet der Corso nun quasi im Nichts.“

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