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CSD: 26-Jähriger und 18-Jährige stürzen von Wagen

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München - Beim Christopher Street Day (CSD) in München sind gleich zwei Menschen von einem fahrenden Wagen gestürzt. Eine 18-Jährige und ein 26-Jähriger wurden verletzt.

Vielleicht bringen Sue (37) und Ella (31) das Motto des Christopher Street Day am treffendsten auf den Punkt: „Spaß, Leute sehen – und mehr Rechte für uns“, sagten die Frauen aus Erding, die am Samstag zum ersten Mal die regenbogenbunte Lesben-, Schwulen- und Transgenderparty besucht haben. Rund 7000 Partywütige feierten in schrillem Outfit, was fast 100 000 Zuschauer mit Staunen und Schmunzeln verfolgt haben. Sie konnten etwa Plakate lesen, auf denen „Für einen Homostaat jetzt!“ oder „100 Prozent Akzeptanz oder 10 Prozent der Landesfläche“ stand – was eher kontraproduktiv scheint, aber was soll’s? Bierernst ist die Schau ja nicht, sondern eine Gaudi mit ernstem Hintergrund.

Apropos ernst: Bei friedlicher Stimmung gab’s denn doch ein paar Aussetzer – so fassten etwa einige Mitfahrer auf einem Doppeldecker-Truck die Oberleitungen der Tram an. Zum Glück waren diese abgeschaltet. Ein 26-Jähriger ist zudem ohne Fremdverschulden drei Meter tief aus einem fahrenen Wagen gefallen und hat nun ein Schädelhirntrauma. Eine Frau kollabierte wegen der Hitze.

Alles andere als hitzig wurde Münchens zweiter Bürgermeister empfangen, Josef Schmid (CSU). Sein Einsatz für diese Minderheit wird ihm abgenommen. Und OB Dieter Reiter (SPD)? Durfte in seiner neuen Funktion den größten Menschenauflauf überhaupt erleben. „Immer turbulent, immer entspannt“ sei der CSD, sagt Reiter dem Münchner Merkur – eigentlich ein Widerspruch. Aber recht hat er ja: Der CSD ist Politik und Party, ernst und lustig, laut und leise, männlich, weiblich – und vieles dazwischen

F.M., P.M.

CSD: Die schrillsten Bilder von München

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