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CSU München: Sperrstunde erst um Mitternacht - „Vorzeichen haben sich geändert“

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Von: Sascha Karowski

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Aufgrund der Corona-Lage müssen Gaststätten seit November um 22 Uhr schließen.
Aufgrund der Corona-Lage müssen Gaststätten seit November um 22 Uhr schließen. © Sebastian Gollnow/dpa

Münchens CSU fordert, die Sperrstunde um 22 Uhr aufzuheben. Gaststätten und Restaurants könnten mittlerweile auch wieder um 24 Uhr schließen, sagt CSU-Chef Manuel Pretzl. Auch für Änderungen bei den Regeln für Kultur will er sich einsetzen.

München - Die Sperrstunde soll aufgehoben werden. Das fordert jetzt die CSU im Münchner Stadtrat in einer Erklärung. Außerdem soll die 2G-plus-Regelung im Kunst- und Kulturbereich entfallen.

Sperrstunde in München: Regelungen haben bei Delta geholfen

In Bayern und damit auch in München dürften Restaurants eigentlich bis 5 Uhr öffnen (sogenannte Putzstunde von 5 bis 6 Uhr), das regelt aber jeder Betrieb individuell. Wegen Corona gilt jedoch seit 24. November für die Gastronomie die Sperrstunde ab 22 Uhr. „Angesicht der zu mehr Krankenhauseinweisungen führenden Delta-Welle im vergangenen Herbst waren diese Regelungen noch nachvollziehbar und haben geholfen“, sagt CSU-Fraktionschef Manuel Pretzl.

Jedoch hätten sich die Vorzeichen seitdem geändert, weil die Krankheitsverläufe in der Regel weniger schlimm seien. „Eine Sperrzeit um 22 Uhr sorgt einerseits dafür, dass sich gerade im öffentlichen Nahverkehr die Menschenansammlungen punktuell verdichten und im privaten Raum unkontrolliert weitergefeiert wird. Andererseits steigt auch das Infektionsrisiko nicht an, wenn man länger als 22 Uhr in der gleichen Gruppe am Tisch zusammen sitzt“, so Pretzl.

Corona-Regeln in München: CSU will Lockerungen für die Kultur

Überdies sorge die Sperrstunde für finanzielle Einbußen aufseiten der Gastronomen, die durch die Folgen der Pandemie stark betroffen sind. „Daher stellt aus Sicht der CSU-Stadtratsfraktion eine Verlegung der Sperrstunde auf 24 Uhr kein zusätzliches Risiko dar.“ Im Kunst- und Kulturbereich sei es laut Pretzl ausreichend, wenn die 2G-Regel gelte – inklusive ausreichendem Abstand und der Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske am Platz. „Damit würde man der stark gebeutelten Kulturszene wieder mehr Spielraum geben.“

Erst am Montag hatte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) – trotz steigender Inzidenzen – Öffnungsschritte ab Mitte Februar in Aussicht gestellt.

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