Aufsteller stehen gelassen

Abmahnung für CSU wegen OlympJa-Plakate

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Die SPD hat ihre Plakatständer abgeräumt – die CSU nicht alle.

München - Die Winterspiele 2022 sind zwar krachend bei den Wählern durchgefallen – doch jetzt gibt’s trotzdem Olympisches Feuer. Die CSU hat wegen den Plakaten eine Abmahnung kassiert.

Weil immer noch OlympJa-Plakate stehen, hat Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-Beyerle die Befürworter-Initiative abgemahnt! Es ist die CSU, die viele ihrer Ständer nicht abgeräumt hat.

Vergangenen Sonntag ist der Bürgerentscheid genau zwei Wochen her und damit hätten alle Plakate abgebaut sein müssen. Die Olympia-Gegner haben das geschafft, die Befürworter nicht – zumindest nicht alle. Jetzt hat das KVR der OlympJa-Agentur Abold nach eigenen Angaben ein Ultimatum gestellt. Bis 8. Dezember müssen die Plakate weg sein, sonst gibt’s ein Bußgeldverfahren! Bei Landtags- und Bundestagswahl hat Blume-Beyerle schon ernst gemacht – und Verfahren gegen elf (!) Parteien eröffnet, darunter alle großen. Die laufen allerdings noch …

In Sachen Winterspiele reicht die Agentur Abold den Schwarzen Peter weiter – an die Schwarzen: „Das hat die CSU zu verantworten“, sagt Abold-Mann Josef Mausser. SPD und CSU hätten zusammen rund 12 500 Ständer nach der Bundestagswahl stehen lassen. Während die SPD die Plakate zentral verwalte und innerhalb der Frist abgebaut habe, gehörten die CSU-Ständer den jeweiligen Ortsverbänden. Und die hätten sie oft stehengelassen.

Die Christsozialen bestätigen das: Mancherorts seien die Ständer aber bereits mit Veranstaltungshinweisen überklebt worden – etwa zum Erhalt der Gartenstädte im Münchner Süden. Wann die Ortsverbände die Ständer abbauten, liege in deren Verantwortung. Und das verlängert die olympische Schmach – sicher nicht nur bei Abold-Mann Mausser: „Es ist auch für uns ein Ärgernis, nach der verlorenen Wahl noch daran erinnert zu werden.“

David Costanzo

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