CSU benennt ihren OB-Kandidaten für München

+
Josef Schmid, CSU-Fraktionschef im Münchner Rathaus, soll bei der Wahl zum oberbürgermeister antreten.

München - Bei der SPD steht der Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters bereits so gut wie fest. Nun hat sich auch die CSU auf einen Bewerber geeinigt. Der findet seine Chancen auf durchaus aussichtssreich.

Der CSU-Fraktionschef im Münchner Rathaus, Josef Schmid, will bei der Kommunalwahl 2014 Nachfolger von Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) werden. Der 42-Jährige wurde am Montag vom CSU-Bezirksvorstand sowie von der Stadtratsfraktion einstimmig als Spitzenkandidat vorgeschlagen.

Zuvor habe eine Mandatsträgerkonferenz der CSU seine Kandidatur unterstützt, sagte Schmid. Er wird damit voraussichtlich gegen den designierten Kandidaten der SPD, Wirtschaftsreferent Dieter Reiter, antreten. Die noch nötige offizielle Nominierung durch eine besondere Delegiertenversammlung im Frühjahr 2013 gilt als Formsache. Ude, der aus Altersgründen nicht mehr für das OB-Amt kandidieren kann, tritt bei den Landtagswahlen 2013 als SPD-Spitzenkandidat an und will Ministerpräsident werden.

Münchner Vororte und Stadtteile: Das bedeuten ihre Namen

Münchner Vororte und Stadtteile: Das bedeuten ihre Namen

“Wir kommen in München nie aus der Pole-Position“, räumte Schmid ein. In einer seit Jahrzehnten mit nur einer Ausnahme von der SPD regierten Stadt komme die CSU nicht an allererster Stelle. “Wir haben trotzdem eine ganz besondere und echte Chance, dieses Amt zu erreichen, weil die Karten nach dem Weggang von Christian Ude definitiv neu gemischt werden.“

Probleme sieht Schmid in einer drohenden Altersarmut und Ängsten vor Arbeitsplatzverlust, Themen seien zudem Kinderbetreuung, Schulen sowie der Wohnungsbau. Ankündigungen seien hier von Rot-Grün nicht umgesetzt worden. “Wir haben in München ein Umsetzungsproblem - dem möchte ich mich annehmen“, sagte Schmid. “Für mich ist das Wichtigste, die Stadt und die Stadtgesellschaft zusammenzuhalten.“ Er wolle dafür sorgen, dass München in verschiedenen Rankings oben bleibe. “Es ist der Ansporn da, dass man nicht alles anders macht - aber vieles besser.“ Bereits 2008 hatte Schmid kandidiert - aber ohne Erfolg.

dpa

Auch interessant

Kommentare