CSU-Stadträtin Sabathil verlässt Fraktion

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Ursula Sabathil verlässt die CSU-Fraktion im Münchner Stadtrat.

München - Die CSU-Fraktion im Rathaus schrumpft: Stadträtin Ursula Sabathil (geboren 1950 in München) erklärte gestern ihren Rücktritt aus der Partei. Was sie

Als Ersten informierte sie Münchens CSU-Vorsitzenden und Kultusminster Ludwig ­Spaenle per SMS über ihren Schritt. Wenig später verschickte sie eine emotionale Pressemitteilung, in der sie ihren Austritt nach 25 Jahren Mitgliedschaft erklärte: „Nach quälenden Jahren und schmerzhafter, einsamer, aber reiflicher Überlegung habe ich mich aus einigen inhaltlichen, insbesondere aber aus zwischenmenschlichen Gründen nun doch entschlossen, meine politische Heimat, die CSU, zu verlassen.“ Sabathil ist auch Parteivize in München.

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Sie sehe sich nicht mehr in der Lage, bestimmte Teile der CSU, „vor allem aber den Vorsitzenden der CSU-Stadtratsfraktion, Josef Schmid“, so zu unterstützen, wie es nach ihrem Verständnis angemessen und nötig wäre. Schmid nimmt den Rücktritt „mit Verwunderung und Bedauern zur Kenntnis“.

Münchens CSU-Chef Ludwig Spaenle will das Gespräch mit ihr suchen: „Ich will ihre Befindlichkeit nachvollziehen.“ Sabathils Fraktionskollegen wie Richard Quaas oder Dr. Georg Kronawitter waren von ihrem Schritt völlig überrascht. Allerdings fehlte Sabathil zuletzt oft bei den Fraktionssitzungen. Ihr ­Mandat im Stadtrat will sie behalten. Damit schrumpft die CSU-Fraktion auf 22 Mitglieder des 80 Sitze zählenden Stadtparlaments.

J. Welte

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