Mario Schmidbauer

Drohte Stadtrat einem Fotografen Prügel an?

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Das Bild des Anstoßes: Erich Hochreiter (2.v.l.) prostet Mario Schmidbauer (2.v.r.) zu. Links Peter Linglau, rechts Heiner Distel.

München - Das ist nicht gerade die feine Art: „Verschwind, du Trottel! Und wennst mich nochmal fotografierst, gibt’s Prügel!“ Mit diesen herben Worten soll CSU-Stadtrat Mario Schmidbauer einen Pressefotografen beschimpft haben.

Am 25. April sitzt bei der Eröffnung des Frühlingsfests in der Festhalle Bayernland ein illustrer Kreis beinand: CSU-Stadtrat Mario Schmidbauer prostet Wiesn-Wirt Erich Hochreiter zu, daneben Schausteller-Chef Heiner Distel und Kollege Peter Lingnau. Als sich der Presse-Fotograf Heinz Hoffmann dem Tisch nähert und auf den Auslöser drückt, lächeln alle recht freundlich. Nur einer nicht: Mario Schmidbauer.

Dessen Miene verfinstert sich, dann fallen laut Heinz Hoffmann die nonchalanten Worte, die auch seine Ehefrau Inge bezeugen.

Als pikant am Zusammensein Schmidbauers mit Erich Hochreiter könnte man ansehen, dass Schmidbauer wenige Tage später im Wirtschaftsausschuss für die Zulassung von Siegfried Able für den Platz des Hippodroms stimmte – dabei wurde Hochreiter mit Ables Kalbskuchl beerbt. Hochreiter selbst sieht keinen Zusammenhang: „Ich wäre so oder in der Rangfolge nachgerutscht.“

Den Streit Schmidbauers mit Hoffmann hat Hochreiter mitbekommen: „Der Disput wurde mit der Zeit hitziger“. Ob die beleidigenden Worte gefallen sind, will er nicht bestätigen. Schmidbauer war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Johannes Welte

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